28.06.14 12:00

Universitätsklinikum Düsseldorf:

Das Zentrum für Operative Medizin II nimmt seinen Betrieb auf

Von: Susanne Dopheide

30.06.2014 – Am Samstag, den 28. Juni, haben fünf Kliniken, die internistische und chirurgische Notaufnahme und weitere Einrichtungen ihre neuen Räumlichkeiten im Zentrum für Operative Medizin II (ZOM II) des Universitätsklinikums Düsseldorf bezogen. Der reguläre Betrieb des ZOM II wurde am Montag, den 30. Juni, aufgenommen.

Die HNO-Klinik, die Neurochirurgische Klinik, die Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, die Klinik für Unfall- und Handchirurgie und die Orthopädische Klinik, die bisher an fünf Standorten auf dem Gelände des Universitätsklinikums angesiedelt waren, arbeiten nun auf einer Nutzfläche von rund 19.600 qm gemeinsam unter einem Dach. „Hierdurch kommt es zu deutlichen Verbesserungen in den Abläufen für die Versorgung der Patienten“, freut sich Prof. Dr.  Benedikt Pannen, stellv. Ärztlicher Direktor und kommissarischer Vorstandsvorsitzender. Ebenso im ZOM II vertreten sind das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie mit seinem gesamten Spektrum bildgebender Diagnostik und der Bereich „Bewegungsstörungen und Neuromodulation“ der Neurologischen Klinik.

Das Konzept der Zentralisierung, das durch das ZOM II umgesetzt wurde, stärkt nicht nur die interdisziplinäre Zusammenarbeit. „Es ermöglicht gleichzeitig die effiziente Nutzung zentraler Einrichtungen in dem neuen Operationszentrum durch alle dort ansässigen Kliniken: Der Operationstrakt mit zehn Sälen wurde so konzipiert, dass jeder der Säle von allen Disziplinen genutzt werden kann. So wird eine möglichst optimale Auslastung erreicht“, sagt Dr. Matthias Wokittel, der Kaufmännische Direktor des UKD. Zwei OP-Säle verfügen über einen intraoperativen Computertomographen (CT) der kombiniert mit einem 3D-Navigationssystem vollkommen neue Optionen für die Diagnostik und Behandlung schafft. Dadurch wird insbesondere der Schwerpunkt Neuromedizin im ZOM II gestärkt. Auch die neue Intensivstation mit 16 Betten und eine Intermediate Care Station mit 24 Betten werden von allen Disziplinen gemeinsam genutzt.

Solche Synergien werden ebenso durch die neue klinikweite Zentrale Notaufnahme erreicht, in der die bisherigen beiden – internistischen und chirurgischen – Notaufnahmen zusammengefasst werden. Damit können Notfallpatienten – mit Ausnahme der Kinderklinik und der Geburtshilfe – an einem Ort von einem Ärzteteam aller universitären Fachdisziplinen gemeinsam behandelt werden. Die Zentrale Notaufnahme ist durch einen Heliport auf dem Dach des Gebäudes optimal erreichbar und bietet ideale Voraussetzung für die rasche Diagnostik und Behandlung von Schwerstkranken - z. B. durch einen verschiebbareren Computertomographen auf einer Sliding Gantry (Schiene).

Für die stationäre Unterbringung der Patienten wurden Betten mit verschiedenen Pflegestufen eingerichtet: Eine Intensiv- und eine Intermediate-Care-Station und 288 Betten in komfortablen Zweibettzimmern. Innerhalb der vier Gebäudekerne schaffen Innenhöfe Licht und Luft in den vier- und fünf-geschossigen Gebäuden.

Am 10. Juni 2014 hat das zuständige Bauaufsichtsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf die Inbetriebnahmeerlaubnis erteilt. „Das ZOM II in Betrieb zu nehmen ist ein Riesenprojekt, das wir nur stemmen können, weil unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Berufsgruppen in einem tollen Spirit diesen Umzug geschultert haben“, bedanken sich Prof. Dr. Benedikt Pannen und Dr. Matthias Wokittel stellvertretend für den Vorstand des Universitätsklinikums bei allen Beteiligten.

Kontakt: Susanne Dopheide, Pressesprecherin, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-04173

Zahlen und Fakten zum Umzug in das neue Zentrum für Operative Medizin (ZOM) II am 28. Juni 2014

Der Umzug begann um 7:30 Uhr. Der Transport von rund 200 Patienten endete um 14:00 Uhr, der Materialtransport um 17:30 Uhr. Der Umzug verlief zu hundert Prozent nach Plan. 

Aus dem Universitätsklinikum waren an der Inbetriebnahme des ZOM II fast alle im UKD vertretenen Berufsgruppen beteiligt: Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung – Technik, Einkauf, die Logistik und der Patiententransport - sowie viele freiwillige Helfer.

Insgesamt rund 200 Helfer, jeweils 60 aus den Bereichen Spedition und Technik sowie vom DRK (48 ehrenamtliche Helfer wie Rettungsassistenten, Rettungssanitäter, Rettungshelfer, Sanitätshelfer),  20 weitere aus dem Bereich IT sowie, 50 zusätzliche Mitarbeiter aus dem Pflegebereich fungierten als Umzugshelfer.

Externe Unterstützer: Deutsches Rotes Kreuz (DRK) aus Düsseldorf, Solingen und der Städteregion Aachen, Speditionsfirma A.M.S. und zehn Technikfirmen.

Zum Einsatz kommende Fahrzeuge für den Patiententransport: 20 Krankenwagen (7 vom DRK) (KTW), Rettungswagen (RTW) und Intensivtransportwagen (ITW) (4 vom DRK) sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF). Gesteuert wurden diese über einen Einsatzleitwagen (ELW) des DRK.

Die größten logistischen Herausforderungen:

  • Die sichere Beförderung von bis zu zwölf Neurochirurgischen Intensivpatienten erfolgte im Bett mit einem speziellen Intensivtransportwagen.
  • Abbau, Umzug, Aufbau und Installation von rund 230 PC-Arbeitsplätzen.
  • Umzug des kompletten OP-Instrumentariums der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, der Orthopädischen Klinik, der Hals-Nasen-Ohren Klinik und der Neurochirurgischen Klinik sowie der Klinik für Unfall- und Handchirurgie.
  • Umzug von über 6.000 Umzugskartons plus Geräten.
  • Umschaltung von über 200 Telefonanschlüssen bei Sicherstellung der Erreichbarkeit.
  • Inbetriebnahme der neuen Zentralen Notaufnahme des UKD.

Allgemeine Zahlen und Fakten zum ZOM II:

  • Nutzfläche von über 19.600 qm: Räumlichkeiten für Kliniken in vier- und fünf-geschossigen Gebäudekomplexen.
  • 5 Kliniken zogen ein: HNO-Klinik, Neurochirurgische Klinik, Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Klinik für Unfall- und Handchirurgie und die Orthopädische Klinik sowie Bettenstationen der Kliniken für Kardiovaskuläre Chirurgie und Gefäß- und Endovaskularchirurgie.
  • Zehn OP-Säle, 16 Intensivbetten, eine Intermediate-Care-Station mit 24 Betten und weitere 288 Betten im Rahmen eines abgestuften Pflegekonzeptes.
  • Klinikweite zentrale Notaufnahme mit einer eigenen Aufnahmestation, Schockräumen mit verschiebbaren CT auf einer Sliding Gantry (Schiene) und einem Heliport auf dem Dach.
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