30.06.2017 10:45

5. Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages zum Thema „Dieselabgase“

Widerspruch aus wissenschaftlicher Sicht: „Gesundheitliche Belastung durch Dieselabgase belegt“

Der Abschlussbericht des 5. Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages zum Thema Dieselabgase wird heute im Bundestag debattiert. Dieser Bericht kommt zu der Schlussfolgerung, dass „epidemiologisch ein Zusammenhang zwischen Todesfällen und bestimmten NO2-Expositionen im Sinne einer adäquaten Kausalität nicht erwiesen“ sei. Dieser Schlussfolgerung möchten drei Expertinnen im Bereich Luftverschmutzung und Gesundheit widersprechen.

Der Abschlussbericht des 5. Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages zum Thema Dieselabgase wird heute, am 30. Juni,  im Bundestag debattiert. Dieser Bericht kommt zu der Schlussfolgerung, dass „epidemiologisch ein Zusammenhang zwischen Todesfällen und bestimmten NO2-Expositionen im Sinne einer adäquaten Kausalität nicht erwiesen“ sei. Dieser Schlussfolgerung möchten drei Expertinnen im Bereich Luftverschmutzung und Gesundheit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Barbara Hoffmann, Dr. Alexandra Schneider, Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Institut für Epidemiologie II und Prof. Claudia Hornberg, Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, aus wissenschaftlicher Sicht widersprechen. Ihre Aussagen stützen sich sowohl auf die vorliegende Literatur sowie auf die Einschätzung von Weltgesundheitsorganisation, europäischer Umweltagentur und der U.S. amerikanischen Umweltbehörde (U.S. EPA).

Eine heute veröffentlichte Stellungnahme der drei Wissenschaftlerinnen enthält die folgenden Kernaussagen: Der Einfluss von Stickstoffdioxid auf die menschliche Gesundheit, auch unabhängig von Feinstaub, ist durch zahlreiche epidemiologische Studien wissenschaftlich belegt. Epidemiologische Befunde belegen negative gesundheitliche Wirkungen von Stickstoffdioxid bereits bei Konzentrationen von 20 µg/m3 im Jahresmittel oder darunter. Stickoxide haben auch als Vorläufer von Feinstaub und Ozon gesundheitliche Relevanz.

Die Stellungnahme ist online auf dieser Homepage veröffentlicht (s. Textende) sowie undefinedhttps://www.helmholtz-muenchen.de/epi2/index.html (Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Institut für Epidemiologie) und bei der Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften.

 

Kontakte:

Prof. Barbara Hoffmann MPH, Universitätsklinikum Düsseldorf, Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Umweltmedizin, Tel.: 0211 / 586729 110, Mobil: 01573 / 5605848,  E-mail: undefinedb.hoffmann(at)uni-duesseldorf.de

Dr. Alexandra Schneider, Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Institut für Epidemiologie II, Tel.: 089 / 3187-3512, Email: undefinedalexandra.schneider(at)helmholtz-muenchen.de

Prof. Claudia Hornberg, Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Tel.: 0521 / 1064365, Email: undefinedclaudia.hornberg(at)uni-bielefeld.de

 

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