30.11.2004 00:00

Ernennungen:

Medienwissenschaften, Informatik, Bioorganische Chemie

Von: Betina van Fürden (Text und Fotos)

Gleich vier Ernennungsurkunden überreichte heute Rektor Prof. Dr. Dr. Alfons Labisch an neue Lehrstuhlinhaber.

Pressebild
Heute im Rektorat (v.l.): Prof. Dr. Peter Westhoff (Dekan Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät), Prof. Dr. Bernd Witte (Dekan Philosophische Fakultät), Rektor Prof. Dr. Dr. Alfons Labisch, Prof. Dr. Gerhard Vowe, Prof. Dr. Ralph Weiß, Prof. Dr. Michael Leuschel, Prof. Dr. Jörg Pietruszka



Pressebild Prof. Dr. Gerhard Vowe hat heute seine Ernennungsurkunde zur C4-Professur "Kommunikations- und Medienwissenschaften I " überreicht bekommen.

Prof. Dr. Gerhard Vowe wurde 1953 in Moers geboren. Nach dem Abitur 1971 nahm er im Wintersemester 1971/72 das Studium der Politischen Wissenschaft und der Geschichte an der Freien Universität Berlin auf. Diese Kombination ergänzte er später um das Fach Informations- und Dokumentationswissenschaft. Sein Studium schloss er 1978 mit dem Diplom in "Politischer Wissenschaft" ab. Die Promotion in den Fächern Informationswissenschaft, Politische Wissenschaft und Publizistik erfolgte 1983 an der FU Berlin. Anschließend war er bis zum September 1987 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Politikwissenschaft an der Technischen Hochschule in Darmstadt beschäftigt, wechselte dann aber wieder an die FU Berlin und führte dort am Institut für Publizistik das Projekt "Recherchefeld Wissenschaft" durch. In diesem Projekt wurden neue Wege konzipiert, um Journalisten einen besseren Zugang zu wissenschaftlichen Informationen zu ermöglichen.

Im Januar 1992 habilitierte er sich am Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften der Technischen Hochschule Darmstadt (mittlerweile in "Technische Universität Darmstadt" umbenannt) und erhielt die Venia legendi für das Fach Politikwissenschaft. Nach einer Tätigkeit als Gastwissenschaftler am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln (1992/1993) und einer Gastprofessur für Politikwissenschaft an der Hochschule der Künste in Berlin (1993), habilitierte er sich an das Fakultätsinstitut Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin um (1995). Von 1997 bis 2004 war er als Professor für Politik und Medien am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau tätig.

Prof. Dr. Vowe ist verheiratet und hat vier Kinder.

Pressebild Prof. Dr. Ralph Weiß erhielt seinen Dienstvertrag für die C4-Professur "Kommunikations- und Medienwissenschaften II".

Prof. Dr. Ralph Weiß wurde 1955 in Neunkirchen an der Saar geboren. Er studierte von 1976 bis 1981 Psychologie an der Universität Hamburg. Von August 1983 bis März 2003 war er als Wissenschaftlicher Referent des Hans-Bredow-Instituts an der Universität Hamburg angestellt. Seine Arbeitsschwerpunkte lagen hier u.a. bei der "Programmforschung und Inhaltsanalyse", "Nutzungs- und Rezeptionsforschung", sowie "Kommunikationswissenschaft / Journalistik". Zwischenzeitlich promovierte er zum Doktor der Philosophie am Fachbereich Psychologie (1989) und habilitierte sich im Fach "Kommunikationswissenschaft / Journalistik" im Juni 2000 .Von Januar 1997 bis Juni 1999 führte er ein DFG-gefördertes Habilitationsprojekt mit dem Titel "Fern-Sehen als kulturelles Handeln" durch.

Nach einer Gastprofessur an der Universität Klagenfurt (2000) und einer Vertretung der Professur für Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt (2001), ist er seit April 2003 als Vertretung der Professur für Kommunikations- und Medienwissenschaften II an der HHU tätig.



Prof. Dr. Weiß will u.a. einen neuartigen interdisziplinären Studiengang "Master Politische Kommunikation" in Kooperation mit Politikwissenschaft, Soziologie und Medienkulturwissenschaften aufbauen, sowie am Masterstudiengang "Interkulturelle Medienstudien" und am Bachelorstudiengang "Medien und Kulturwissenschaft" mitwirken. Außerdem möchte er einen Forschungsschwerpunkt "Politische Kommunikation" als interdisziplinäres Kompetenzcluster (Politikwissenschaften, Soziologie, Medienkulturwissenschaft, Germanistik, Philosophie) in der Fakultät aufbauen.

Prof. Dr. Michael Leuschel bekam seine Ernennungsurkunde zur C4-Professur "Praktische Informatik mit den Schwerpunkten Softwaretechnik / Programmiersprachen" überreicht.

Pressebild Prof. Dr. Michael Leuschel wurde 1967 in Brüssel, Belgien geboren. Von 1986 bis 1990 studierte er Informatik an der Freien Universität in Brüssel. 1993 machte er den "Master of Artificial Intelligence" an der Katholischen Universität Löwen (Belgien) und promovierte dort anschließend im Fach Informatik (1997). Bis 1998 arbeitete er als Oberassistent für Forschung an der Katholischen Universität, um dann als Lecturer an die Universität von Southampton zu wechseln. 2001 war er zuerst als Reader (Associate Professor) und seit Februar 2002 als Full Professor an der Universität beschäftigt.

Prof. Dr. Leuschel ist u.a. Mitglied des EPSRC (Engineering and Physical Sciences Research Council) Peer Review College; Area Editor der Zeitschrift "Theory and Practice of Logic Programming", sowie Begutachter für etliche Forschungsgesellschaften (EPSRC, TFR in Schweden, NWO in den Niederlanden.

Er ist verheiratet und hat eine Tochter.

Prof. Dr. Jörg Pietruszka erhielt seine Ernennungsurkunde für die C4-Professur "Bioorganische Chemie".

Pressebild Prof. Dr. Pietruszka wurde 1965 in Hamburg geboren. Er studierte von 1985 bis 1991 Chemie an der Universität Hamburg. Nach dem Studium promovierte er 1993 (summa cum laude) und arbeitete anschließend bis September 1995 als Postdoktorand an der University of Cambridge (UK). Im Oktober 1995 begann er die Habilitation im Institut für Organische Chemie an der Universität Stuttgart, die er im Mai 2001 abschloss. Es folgten eine Gastprofessur an der University of Cardiff, Wales und eine Vertretungsprofessur an der Universität Tübingen, bis er schließlich ab Oktober 2003 als Hochschuldozent (C2) am Institut für Organische Chemie der Universität Stuttgart tätig war. Nachdem er im Mai 2004 eine C3-Professur für Organische Chemie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen abgelehnt hatte, folgte er nun dem Ruf auf eine C4-Professur für Bioorganische Chemie an der HHU.

Prof. Dr. Pietruszka beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer präparativer Methoden vor dem Hintergrund von Natur- und Wirkstoffsynthese. Zum Einsatz kommen dabei vor allem neue Bor-Reagenzien, aber auch enzymatische Transformationen. Zielverbindungen sind vor allem Naturstoffe marinen Ursprungs mit interessanten physiologischen Eigenschaften. So sollen natürliche Lipoxygenase-Inhibitoren synthetisiert werden, um deren Einsatzmöglichkeiten gegen chronische Erkrankungen zu testen.

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