26.06.2019 11:19

Symposium in der Medien- und Kulturwissenschaft

„Intime Öffentlichkeiten - Klatsch und Skandal in Celebrity Cultures“

Von: Redaktion

Im Rahmen des Seminars „Intime Öffentlichkeiten - Klatsch und Skandal in Celebrity Cultures“ von Prof. Dr. Brigitte Weingart, das das Verhältnis von Klatsch und Berühmtheit als ein Musterfall medienvermittelter public intimacy untersucht, findet am 2. Juli 2019 das Mini-Symposium „Intime Öffentlichkeiten: Klatsch und Skandal in Celebrity Cultures“ statt. Es referieren Dr. Chris Tedjasukmana (Berlin) und Dr. Peter Rehberg (Berlin).

Wenn ‚Celebrities‘ als öffentliche Figuren gelten können, deren Bilder bzw. Images medienübergreifend zirkulieren, so scheint es gerade diese Hypervisibilität zu sein, die ein Begehren auslöst, hinter das Offensichtliche zu schauen und einen Einblick in ihr Privat- oder gar Intimleben zu erlangen. Deshalb handelt es sich beim Klatsch nicht um eine bloße Begleiterscheinung von Berühmtheit, sondern um einen konstitutiven Bestandteil. Als eine Form kollektiver Hermeneutik, die sich auf die Diskrepanz zwischen öffentlicher Erscheinung und Privatperson richtet, tendiert der Celebrity Gossip dabei gleichzeitig zur Diffamierung: Auch wenn sein Ausgangspunkt die Bewunderung sein mag, gehört zu den Eigenheiten dieser schillernden Kommunikationsform die Nähe zum Skandal und zur moralischen Entrüstung.

Die Vorträge:

14.30 Uhr: Dr. Chris Tedjasukmana (Berlin): Grausame Öffentlichkeit. Von Whitney Houston zu Black Lives Matter

16.30 Uhr - Dr. Peter Rehberg (Berlin): Celebrities beim Eurovision Song Contest. Queer oder Commodity Camp?

Das Symposium findet in Geb. 23.03 Raum 01.63 statt, Gäste sind herzlich willkommen.

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