06.11.15 12:20

Über 30 Millionen Euro für Leuchtturmprojekt

HHU und UKD legen Grundstein für neues Forschungsgebäude

Von: Julius Kohl

06.11.2015 - Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) haben den Grundstein für ein neues Forschungsgebäude gelegt. Über 30 Millionen Euro kostet das neue Zentrum für Synthetische Lebenswissenschaften Düsseldorf (ZSL) auf dem Campus, das die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters CEPLAS beheimaten wird. Finanziert wird es durch Bund, Land und aus Mitteln der HHU.

Gemeinsam legten der Staatssekretär im Wissenschaftsministerium Dr. Thomas Grünewald, der Vorstandsvorsitzende des UKD Prof. Klaus Höffken, Rektorin Prof. Anja Steinbeck, der ehemalige Kanzler der HHU Prof. Ulf Pallme König, sowie Hochschulrat Prof. Detlev Riesner und PD Hannelore Riesner den Grundstein für das neue Forschungsgebäude. (Bild: Wilfried Meyer)

Gemeinsam legten der Staatssekretär im Wissenschaftsministerium Dr. Thomas Grünewald, der Vorstandsvorsitzende des UKD Prof. Klaus Höffken, Rektorin Prof. Anja Steinbeck, der ehemalige Kanzler der HHU Prof. Ulf Pallme König, sowie Hochschulrat Prof. Detlev Riesner und PD Hannelore Riesner den Grundstein für das neue Forschungsgebäude. (Bild: Wilfried Meyer)

Das neue Forschungsgebäude entsteht in zentraler Lage der Universität, auf dem Gelände der Universitätsklinken. In ihm werden an bisher unterschiedlichen Orten auf dem Campus untergebrachte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – ergänzt um neue Professuren und Nachwuchsgruppen – rund um das Exzellenzcluster CEPLAS und das Biologisch-Medizinische Forschungszentrum BMFZ zusammengeführt: Vier experimentelle und drei theoretische Gruppen werden hier arbeiten.

"Das ZSL ist ein bundesweit sichtbares Leuchtturmprojekt der Universität und des Universitätsklinikums Düsseldorf: sein hochmodernes Design schafft optimale Voraussetzungen, um neue Fragestellungen der Pflanzenforschung sowie der medizinischen Forschung zu vereinen", sagt die Rektorin der HHU Prof. Dr. Anja Steinbeck anlässlich der Grundsteinlegung. "Unsere universitäre Spitzenforschung findet in diesem einzigartigen Gebäude eine angemessene Heimat."

"Die Lebenswissenschaften vereinen Disziplinen aus Naturwissenschaften und Medizin. Diese Verbindung vor allem in der Grundlagenforschung zu stärken, war der Leitgedanke des gemeinsam von der Medizinischen und Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und dem Universitätsklinikum getragenen Biologisch-Medizinischen Forschungszentrums. Das Gebäude bildet perfekte Rahmenbedingungen für die Forschung in diesem Bereich", so Prof. Dr. Klaus Höffken, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKD.

"Mit der Errichtung des neuen Forschungsgebäudes machen wir einen weiteren, großen Schritt im Ausbau unseres Forschungsschwerpunkts ‚Molekulare und synthetische Lebenswissenschaften'", sagt Prof. Dr. Klaus Pfeffer, Prorektor für Strategisches Management und Chancengerechtigkeit. "Seit 2009 hat die Universität hierfür bereits mehrere Mio. Euro aus ihrem eigenen Programm 'Fit for Excellence' in lebenswissenschaftliche Spitzenforschung investiert und unterschiedliche Forschungsbereiche vernetzt."

Die Planung sieht Gesamtkosten für Bau, Einrichtung und Ausrüstung inklusive Großgeräten von ca. 32. Mio. Euro vor. Wie bei derartigen Forschungsbauten üblich, erfolgt die Finanzierung hälftig durch den Bund einer- und Land sowie HHU andererseits.

Zentrum für synthetische Lebenswissenschaften Düsseldorf (ZSL)

Durch die aus der Genetik bekannte, an ein X-Chromosom erinnernde Form, stellt das neue Forschungsgebäude eine direkte Verbindung zu der dort beheimateten Forschung her: Hier wird die gesamte synthetisch-biologische Versuchsstrecke in enger räumlicher Nähe abgebildet – von der Versuchsplanung in Zusammenarbeit mit den theoretischen Gruppen über die experimentelle Durchführung hin zu den analytischen Plattformen und zur Datenanalyse sowie Modellbildung. Dies ist wichtig, um das Forschungsprogramm des Exzellenzclusters CEPLAS (s.u.) umsetzen zu können. Bereits vorhandene und neu beantragte Großgeräte werden in vier gemeinsam betriebenen technologischen Plattformen zusammengeführt werden: das "Genomics and Transcriptomics Labor" und das "Proteomics Labor" des BMFZ, einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung der HHU, die medizinische Forschung mit naturwissenschaftlichen Grundlagendisziplinen vernetzt. Weiter werden das "Center for Advanced Imaging" und das "Metabolomics Labor" im ZSL beheimatet. Außerdem soll ein "Phytotron" zur Anzucht von Versuchspflanzen unter kontrollierten Umweltbedingungen mit modernster LED-Technologie entstehen.

Das Forschungsprogramm steht im Einklang mit der High-Tech-Strategie der Bundesregierung im Bedarfsfeld "Klima und Energie", Themenbereich "Pflanzen" (Fokus "Ernährungssicherung, Klimaschutz und Ressourceneffizienz").

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