27.10.16 10:36

Prof. Wolf-B. Frommer ausgewählt

Humboldt-Professur: Erfolg für Vorschlag aus Düsseldorf, Jülich und Köln

Von: Redaktion / V.M. / D.J.

27.10.2016 - Der Pflanzenmolekularbiologe Prof. Dr. Wolf-Bernd Frommer von der Stanford University (USA) ist einer von drei Forschern, die jetzt für eine Humboldt-Professur ausgewählt wurden. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), das Forschungszentrum Jülich und das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln hatten den Wissenschaftler für den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands vorgeschlagen. Nehmen die Wissenschaftler die Humboldt-Professur an, wird ihnen der Preis im Mai 2017 verliehen.

Prof. Dr. Wolf-Bernd Frommer (Foto: Privat).

Wolf-B. Frommer erforscht den Stoffwechsel von Pflanzen; im Zentrum stehen dabei die molekularbiologischen Grundlagen, die die Aufnahme und Verteilung von Nährstoffen in der Pflanze regulieren. Frommers Arbeitsgruppe in Stanford konnte zahlreiche Gene identifizieren, die die für den Transport verantwortlich sind. Die Forschungsergebnisse tragen dazu bei, Pflanzen vor Schädlingen zu schützen und Ernteerträge zu steigern.

 

Prof. Dr. Wolf B. Frommer, geboren 1958 in Deutschland, ist Professor am Department of Plant Biology der Stanford University, USA, wo er bis Anfang 2016 auch Direktor der Carnegie Institution for Science war. Nach seiner Promotion an der Universität zu Köln wechselte er an die Freie Universität Berlin, wo er 1994 habilitiert wurde. Bereits 1990 war er Gruppenleiter am Institut für Genbiologische Forschung GmbH  in Berlin (heute Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm, Potsdam) ab 1992 Assistant Professor. 1996 folgte er dem Ruf als Full Professor für Pflanzenphysiologie an die  Universität Tübingen, wo er 1997 zudem Direktor des Zentrums für Molekularbiologie der Pflanzen wurde. 2003 wechselte er an die Stanford University. Frommer wurde unter anderem 1998 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis und 2001 mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft ausgezeichnet und ist seit 2015 Mitglied der Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften.

 

Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert. Mit ihr werden weltweit führende Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen ausgezeichnet, die bislang im Ausland tätig waren. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchführen. Die Auszeichnung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Weitere Informationen:

www.humboldt-foundation.de/web/pressemitteilung-2016-27.html

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