14.12.18 11:09

Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre

Digitale Innovationen in der Lehre gefördert

Von: Victoria Meinschäfer

Dr. Witold Mucha, PD Dr. Klaus Schaper und Dr. Julia Trinkert erhalten im Rahmen des Programms „Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“, das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Stifterverband ausgeschrieben wurde, jeweils eine Förderung in Höhe von bis zu 50.000 Euro. „Aus unserer Sicht ist E-Learning ein wichtiger Baustein für eine attraktive, innovative und erfolgreiche Hochschullehre. Digitale Technologien bieten heute zahlreiche Möglichkeiten, um Studierende in ihrem Lernprozess und in ihrer Kompetenzentwicklung zu unterstützen. Die drei geförderten Projekte sind herausragende Beispiele dafür, wie digitale Lehr- und Lernformate in die Präsenzlehre integriert werden können und wie dabei auch unterschiedliche Fachdisziplinen ihre Berücksichtigung finden“, so Prof. Dr. Christoph J. Börner, Prorektor für Studienqualität und Personalmanagement. PD Dr. Schaper erhält das eFellowship bereits zum zweiten Mal.

(Foto: HHU)

Die Projekte im Einzelnen:

Dr. Witold Mucha, Kooperative Lehre im internationalen Kontext – ein Leuchtturmprojekt zwischen den Universitäten Pretoria und Düsseldorf

Bei der geplanten Lehrinnovation handelt es sich um die Durchführung eines standortübergreifenden Ringseminares zwischen den Universitäten Pretoria und Düsseldorf. Das Ringseminar fußt zum einen auf Videoinputs renommierter Wissenschaftlerinne und Wissenschaftler sowie einschlägiger Fachliteratur (im Sinne eines Inverted Classroom). Zum anderen basiert die Veranstaltung auf Beiträgen von Studierenden, deren verschiedene Outputs im Rahmen von standortheterogen zusammengesetzten studentischen Gruppen entstehen und dem Plenum live sowie auf Abruf zur Verfügung gestellt werden (im Sinne von Cross-Site-Teaching und Learning).

Die in diesem Rahmen entwickelten und erprobten didaktischen Konzepte werden im Sinne des Ansatzes der Open Educational Resources (OER) fachöffentlich bereitgestellt. In diesem Kontext sollen universitäts- und disziplinübergreifend Dozierende und Institute zur Durchführung angelehnter Lehrprojekte sowie zum Teilen ihrer Erfahrungen auf der OER-Plattform angeleitet und motiviert werden.

Weitere Informationen:
undefinedhttps://www.stifterverband.org/digital-lehrfellows/2018/mucha

 

Dr. Julia Trinkert, Grundlagen der Kunstgeschichte: Blended Learning in der Methoden- und Formenlehre

Die Ausbildung im Bachelor-Studiengang "Kunstgeschichte" und im interfakultären Master-Studiengang "Kunstvermittlung und Kulturmanagement" soll durch ein innovatives didaktisches Blended Learning-Konzept restrukturiert werden. Dafür werden vielfältige digitale Lernmaterialien für die Seminare "Methoden- und Formenlehre I-III" (Spätantike und Mittelalter, Renaissance bis frühe Moderne und Moderne bis Gegenwart) erarbeitet, die systematisches Grundlagenwissen vermitteln.

In einer klaren Struktur führen diverse Themenfelder durch flexible Online-Phasen des Selbststudiums. In der Präsenzveranstaltung wird das Wissen an konkreten Fragestellungen angewendet und überprüft. Die digitalen Inhalte werden in diversen Lehr-/Lernumgebungen so konzipiert, dass sie modular für die Inhalte des Seminars und Anforderungsniveaus der beiden Studiengänge ausgerichtet und weiterentwickelbar sein werden. So entsteht ein digitales Maßnahmenpaket, das sich deutlich von den konventionellen Seminaren abhebt.

Weitere Informationen: undefinedhttps://www.stifterverband.org/digital-lehrfellows/2018/trinkert

PD Dr. Klaus Schaper, scheLM Challenge (spezielle chemische eLearning Module-Challenge)

Für den Lernerfolg ist es wichtig, sich regelmäßig semesterbegleitend und wiederholt mit der Materie auseinanderzusetzten. Leider ist es so, dass selbst viele exzellente Studierende dazu neigen, stattdessen den gesamten Stoff in den Tagen vor der Klausur in sich aufzunehmen. Daher stellt sich die Frage, wie es möglich ist, Studierende dazu zu bewegen, sich kontinuierlich und regelmäßig mit den Inhalten der Lehrveranstaltung zu befassen.

Im Rahmen dieses Projektes soll ein spielerischer Wettkampf, von der Spielidee angelegt an Quizduell, zwischen den Studierenden geschaffen werden. Zwei Studierende spielen in Duellen gegeneinander. Dabei gibt es nicht nur Multiple-Choice-Fragen, sondern auch andere chemiespezifische Testmodi, in denen zum Beispiel chemische Strukturen gezeichnet werden müssen. Jedes Duell hat einen Sieger, um den Wettkampfgedanken zu fördern. Zusätzlich bekommt der Sieger Bonuspunkte. Daraus ergibt sich eine Rangliste, die einen zusätzlichen Wettkampf generiert.

scheLM Challenge wird auf der eLearning Plattform scheLM (spezielle chemische eLearning Module) veröffentlicht werden. Dort sind bereits weitere Module, unter anderem scheLM i4 (gefördert durch das Fellowprogramm 2016) vorhanden: undefinedwww.scheLM.hhu.de

Weitere Informationen: undefinedhttps://www.stifterverband.org/digital-lehrfellows/2018/schaper

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