27.06.2019 10:58

HEINRICH – der Science Slam

Constantin Wurthmann aus der Politikwissenschaft gewinnt den HEINRICH 2019!

Von: Redaktion

HEINRICH – der Science Slam der Philosophischen Fakultät – endete am Dienstagabend mit einem großen Knall und in einem goldenen Konfettiregen. Nach einem spannenden Stechen setzte sich schließlich Constantin Wurthmann, Doktorand der Politikwissenschaft der Heine-Uni, mit seinem Slam „How to campaign … oder auch nicht“ gegen vier Kontrahentinnen und Kontrahenten überzeugend durch.

Dekan Prof. Dr. Achim Landwehr (links) und Organisatorin Dr. Simone Brandes gratulierten dem Preisträger Constantin Wurthmann herzlich, Foto: Medienlabor

Trotz Rekordhitze in Düsseldorf füllte sich das Haus der Universität bis auf auf den letzten Platz mit einem slamsüchtigen und begeisterten Publikum, das wissenschaftliche Unterhaltung auf höchstem Niveau genießen durfte. Jung und alt, von der Uni oder aus der Stadt, alle kamen zusammen, um gemeinsam einen wissensreichen, intelligenten und dazu amüsanten Abend zu erleben. HEINRICH – Der Slam hat sich zu einem erfolgreichen und beliebten Ereignis im akademischen Jahr etabliert, wo Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit viel Spaß an der wissenschaftlichen Vielfalt der Philosophischen Fakultät teilhaben.

Fünf Slammerinnen und Slammer aus unterschiedlichen Disziplinen der Philosophischen Fakultät stellten sich der Herausforderung, in gerade einmal zehn Minuten einen fesselnden wissenschaftlichen Vortrag allgemein verständlich und unterhaltsam zu präsentieren. Nico Hoffmeister führte gekonnt scharfzüngig und gewitzt durch den ausgelassenen Abend.

Während Kathi Sternke das Publikum in ihrem Slam „Wir treffen uns bei der Bank!“ – „Welche Bank?“ die Leistungen des Gehirns bei dem Gebrauch von Teekesselchen (Homophonen) aus psycho-linguistischer Perspektive erläuterte, entlarvte Alt-Dekan Ulrich Rosar in „Be pretty! Be handsome!“ die soziologischen Mechanismen von Attraktivität und wie wir sie bei der Partnerwahl einsetzen (können). Jasmin Grande, PostDoc der Kunstgeschichte, ließ in ihrem Slam „Glas-Galaxien“ die Faszination und Allgegenwart von Glas durchscheinen, während Constantin Wurthmann in „How to campaign … oder auch nicht“ die Unterschiede zwischen werbewirksamen und eher schädlichen Kategorien der medialen Inszenierung bei politischen Kampagnen bildreich und anschaulich darlegte. Süß geht immer, Hund und Kind funktionieren erfolgreich bei Demokratien, während Pferde im Zusammenspiel mit Autokraten durchaus gewollt unangenehme Macht demonstrieren. Den Abschluss bildete Nico Gaspers, Doktorand der Comicforschung, eindrucksvoll mit „Frauen in Kühlschränken“. Stereotype Heldenbilder und Frauen in sexualisierten Opferrollen in Geschichten von Männern geschrieben und gezeichnet fordern auf, über die Weiterentwicklungsmöglichkeiten dieses Genres nachzudenken.

Bei so hochkarätigen Slams konnte schließlich nur noch ein neutrales Ohrenkomittee über den Lärm des Publikums entscheiden. Unter tosendem Applaus setzte sich schließlich Constantin Wurthmann gegen Nico Gaspers durch und gewinnt HEINRICH 2019 und damit 400 Euro Preisgeld. Die Wandertrophäe zieht in diesem Jahr in das Institut für Politikwissenschaft. Die Organisation des Abends lag bei Simone Brandes, Nico Hoffmeister und Jutta Teuwsen.

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