BAföG

undefinedInformationen des Studierendenwerk Düsseldorf

Anspruchsberechtigung

Zinslose staatliche Darlehen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) unterstützen Studieninteressierte dabei, dass sie eine ihrer Eignung und Neigung entsprechende Ausbildung absolvieren können.
Neben deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern sind grundsätzlich auch ausländische Studieninteressierte, die eine Bleibeperspektive in Deutschland haben und bereits gesellschaftlich integriert sind, förderungsberechtigt (§ 8 BAföG). Dies sind beispielsweise Personen mit einem Daueraufenthaltsrecht nach dem Freizügigkeitsgesetz/EU, einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG oder einer Niederlassungserlaubnis.
BAföG muss vor Vollendung des 30. Lebensjahres beantragt werden. Ausnahme: Absolventinnen und Absolventen des zweiten Bildungsweges, Berufstätige ohne formelle Hochschulzugangsberechtigung, die aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation an einer Hochschule eingeschrieben sind, oder Personen, die aus persönlichen (z.B. Krankheit) oder familiären (z.B. Kindererziehung) Gründen gehindert waren, ihr Studium vorzeitig aufzunehmen.

 

Auszahlungsphase

BAföG wird innerhalb der Regelstudienzeit zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als unverzinsliches Darlehen gezahlt. Der BAföG-Höchstsatz liegt derzeit bei 643,00 EUR. Bei der individuellen Berechnung der Höhe der Förderungsleistung wird in der Regel das Einkommen der Eltern angerechnet. Eigenes Vermögen der Studierenden ist bis auf einen Betrag von 5.200,00 Euro voll zur Finanzierung der Ausbildung einzusetzen. Für verheiratete Studierende bzw. Studierende mit Kindern erhöht sich der anrechnungsfreie Betrag sowohl für den Ehegatten als auch für jedes Kind jeweils um 1.800,00 Euro. Studierende und Auszubildende an Höheren Fachschulen und Akademien erhalten die Förderung grundsätzlich zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen.
Die Förderung nach dem BAföG wird beim jeweiligen Studentenwerk beantragt. Die Ausbildungsförderung wird bis zum Erreichen der Förderungshöchstdauer (Regelstudienzeit) ausgezahlt. Ab dem fünften Fachsemester erfolgt eine Förderung nur noch nach Vorlage eines Leistungsnachweises, der dokumentiert, dass die den jeweiligen Prüfungsordnungen entsprechenden Studienfortschritte gemacht wurden. Dazu zählen z.B. die bestandene Zwischenprüfung oder eine ausgestellte Bescheinigung der Hochschule darüber, dass die bei geordnetem Verlauf des Studiums bis zum Ende des jeweils erreichten Fachsemesters üblichen Leistungen erbracht worden sind (sog. 48-Bescheinigung).

Wichtig bei Urlaubssemestern
Während eines Urlaubssemesters wird die Auszahlung des Darlehens unterbrochen.

 

Tilgung

Staatsdarlehen, die für Ausbildungsabschnitte gewährt werden, die nach dem 28.02.2001 begonnen haben, müssen nur bis zu einem Gesamtbetrag von 10.000,00 Euro zurückgezahlt werden. Die Rückzahlung beginnt in der Regel erst fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer. Das Darlehen wird in monatlichen Raten von 105,00 Euro in einem Zeitraum von bis zu 20 Jahren zurückgezahlt. Bei Darlehensnehmer/innen, deren Einkommen 960,00 Euro bzw. ab dem 1. Oktober 2008 1.040,00 Euro monatlich nicht übersteigt, wird die Rückzahlung auf Antrag ausgesetzt; diese Einkommensgrenze erhöht sich noch, wenn ein Ehepartner oder Kinder mit zu versorgen sind.

Weitere Informationen finden Sie unter undefinedwww.das-neue-bafoeg.de

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