www.uni-duesseldorf.de/home: News http://www.uni-duesseldorf.de/home/ News-Feed von Universität Düsseldorf de www.uni-duesseldorf.de/home: News http://www.uni-duesseldorf.de/home/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.uni-duesseldorf.de/home/ 18 16 News-Feed von Universität Düsseldorf TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 31 Jan 2020 09:00:00 +0100 „Von Düsseldorf nach New York – 40 Jahre Künstlerbücher der Kaldewey Press“ http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/von-duesseldorf-nach-new-york-40-jahre-kuenstlerbuecher-der-kaldewey-press.html Die Stadt Düsseldorf bildet einen besonderen Abschnitt in der Biographie des Buchkünstlers und -druckers Gunnar A. Kaldewey. Nach mehr als zehn Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Buchantiquar stellte er hier um 1980 die ersten Künstlerbücher her. Mittlerweile sind in der heute in New York beheimateten Kaldewey Press rund neunzig Werke erschienen. Eine repräsentative Auswahl ist ab dem 29. Januar im Foyer der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Düsseldorf zu sehen. Kaldewey kooperierte bei seiner Arbeit von Beginn mit amerikanischen Künstlern wie Jonathan Lasker und Richard Tuttle, aber auch mit deutschen – namentlich mit dem Düsseldorfer Mischa Kuball, mit dem er allein drei Buchprojekte realisierte. In seiner eigenen Druckwerkstatt auf dem Landsitz Poestenkill, New York, zu der auch eine eigene Papiermühle gehört, entstehen bis heute Bücher, darunter einige mit selbst verfassten Texten, andere mit Texten bekannter Autoren wie James Joyce, Paul Celan oder Seamus Heaney.

Die ULB Düsseldorf hat eine Vielzahl von Kaldeweys Werken in ihrem Bestand, hat sie doch als Landesbibliothek anknüpfend an Traditionen ihrer Vorgängereinrichtung die Pflege und den Ausbau des regional relevanten Bestandes zur Kunstgeschichte als Aufgabe. Bereits im Winter 1998/1999 hat die ULB eine Ausstellung mit und über den international angesehenen Buchkünstler gezeigt. Nun kehrt Gunnar A. Kaldewey 21 Jahre später erneut nach Düsseldorf zurück und präsentiert gemeinsam mit der ULB eine neue Ausstellung, die seine frühen Werke den jüngeren gegenüberstellt, sodass ein Überblick über die gesamte Breite seines Schaffens gewährt wird. Gezeigt werden insgesamt zwanzig Werke – darunter zehn aus dem Bestand der ULB.

Die Ausstellung wird am 29. Januar 2020 um 18 Uhr in Anwesenheit von Gunnar A. Kaldewey mit einem Vortrag von Dr. Johannes Pommeranz, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg eröffnet. Es spielen Dr. Bung-Chin Lam (Piano), mit der Kaldewey zahlreiche Buchprojekte realisiert hat, und Max Streicher (Flöte).

Im Anschluss an die Eröffnung ist die Ausstellung bis zum 13. April 2020 zu den Öffnungszeiten der ULB (Universitätsstr. 1, Geb. 24.41), montags bis freitags von 8 bis 24 Uhr und samstags/sonntags von 9 bis 24 Uhr, zu sehen.

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Newsticker Pressemeldungen Tue, 28 Jan 2020 14:49:00 +0100
Prof. Dr. Christoph Spörlein ernannt http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/prof-dr-christoph-spoerlein-ernannt.html Am 28. Januar 2020 hat Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck Dr. Christoph Spörlein zum W2-Professor für Soziologie ernannt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der sozialen Ungleichheit, speziell der Integration von Zuwanderern im Hinblick auf den Spracherwerb, die Integration in Bildungssystem und Arbeitsmarkt sowie Intergruppenkonflikte off- und online. Christoph Spörlein wurde 1985 in Bamberg geboren und studierte nach dem Abitur Sozialökonomik an der Universität Erlangen-Nürnberg und empirische Sozialforschung der Universität Utrecht. 2014 erfolgte die Promotion an der Universität zu Köln mit einer Arbeit über Migrationsverhalten und die Integration von Zuwanderern im internationalen Vergleich. Nach einer Tätigkeit als Juniorprofessor an der Universität Oldenburg habilitierte sich Spörlein im Januar dieses Jahres für das Fach Soziologie an der Universität Bamberg.

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Newsticker Pressemeldungen victoria.meinschaefer@hhu.de Tue, 28 Jan 2020 14:06:00 +0100
601 Studienabschlüsse im Wintersemester http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/601-studienabschluesse-im-wintersemester.html 601 Absolventen der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität haben im vergangenen Semester ihr Bachelor- und Masterstudium abgeschlossen. Sie erhielten heute ihre Urkunden, zudem wurden bei der heutigen Examensfeier für das Wintersemester fünf Preise verliehen. Prof. Dr. Achim Landwehr, Dekan der Philosophischen Fakultät, beglückwünschte die erfolgreichen Absolventen seiner Fakultät und sagte: „Der Applaus gebührt Ihnen, liebe Absolventinnen und Absolventen! Sie haben in den vergangenen Jahren Ihres Studiums, das Sie nun erfolgreich abgeschlossen haben, nicht einfach nur Veranstaltungen absolviert und Prüfungen bestanden. Sie sind in Ihrem Studium zu neuen Persönlichkeiten geworden. Durch Lehrveranstaltungen, erste Forschungsprojekte und die Begegnung mit den vielen Menschen, die Sie an der Universität kennenlernen konnten, haben Sie sich verändert. Und nicht zu vergessen: Durch Sie hat sich auch die Universität verändert.“

Für die Absolventinnen und Absolventen sprach  Ines Lange, die ihren Abschluss im Institut für Kunstgeschichte gemacht hat. Insgesamt wurden in der Philosophischen Fakultät 400 Bachelor- und 201 Masterabschlüsse erreicht.

Fünf wissenschaftliche Preise wurden verliehen:

Der Carl-Wambach-Preis der ‚Heinrich Heine – Carl Wambach Stiftung’ für die sprachlich und inhaltlich beste Masterarbeit des Faches Germanistik erhielt Simon Bublitz aus den Händen von Prof. Dr. Ricarda Bauschke-Hartung.

Mit dem Verso-Preis für die beste Bachelorarbeit im Sozialwissenschaftlichen Institut (2019) wurde Carlotta Brüning ausgezeichnet. Für den ‚Verein der Freunde und Förderer des Sozialwissenschaftlichen Instituts“ überreichte Dr. Susanne Keunecke den Preis.

Die Förderpreise des Alumni-Vereins ‚FörderLink Düsseldorf e. V.‘ der Allgemeinen Linguistik gingen an Jannis Jakobs und Jule Pohlmann (beste Bachelorabschlüsse) und Corinna Langer (bester Masterabschluss). Die Preise übergab Jessica Nieder, die 1. Vereinsvorsitzende.

Den Förderpreis der Philosophischen Fakultät für Antisemitismusforschung 2018 ging an Janna Keberlein, Institut für Philosophie, der Preis wurde von Jun.-Prof. Dr. Ruben van de Vijver überreicht.

Mit den Heinrich-Heine-Journalismus-Preisen 2018 und 2019 für die besten Bachelorarbeiten aus dem Institut für Sozialwissenschaften wurden Christine Buse und Selina Dietel ausgezeichnet, die Preise überreichte Detlef Schlockermann.

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Pressemeldungen Schlagzeilen victoria.meinschaefer@hhu.de Mon, 27 Jan 2020 19:33:00 +0100
The regulators active during iron deficiency http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/the-regulators-active-during-iron-deficiency.html Iron deficiency is a critical situation for plants, which respond using specific genetic programmes. Biologists from Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU) and Michigan State University (MSU) used artificial intelligence methods to examine how to predict regulatory genetic sequences. They have now published the findings from their joint research work in the journal Plant Physiology. When a plant is lacking important nutrients, it cannot simply move to another location where it can get the nutrients it needs. Instead, it has to adapt to the situation by adjusting its metabolism. It does this by activating certain programmes incorporated in its genome.

Iron is one of those nutrients that is essential for plants’ growth and survival. It plays a role in photosynthesis and water regulation. Plants absorb iron through their roots, but the iron must be present in sufficient quantities and in a form that can be processed by the plant.

Past research has identified more than 1,000 genes in plant roots that can be active in regulatory processes responding to iron deficiency. ‘Cis-regulatory elements’ (CREs) coordinate the specific genetic response. A team of researchers working under Prof. Dr. Petra Bauer from the HHU Institute of Botany and Prof. Dr. Shin-Han Shiu from the Department of Plant Biology at MSU has developed a method for predicting candidates for these specific CREs. The team used an artificial intelligence method known as the machine learning approach.

The approach helped the researchers to identify roughly 100 CRE candidates in the model plant Arabidopsis thaliana (thale cress). They used this knowledge to determine transcription factors – specific CRE-binding proteins that trigger the response to iron deficiency and activate it in the root cells.

For optimised plant cultivation, it is important to know how the plant responds in situations of scarcity and whether any targeted cultivation measures can be taken to produce particularly robust plants. “Growers can use the CREs identified to increase iron uptake in new plant varieties in a targeted manner”, emphasises Prof. Bauer. Her staff member and first author of the study, Dr. Birte Schwarz, adds: “In this way, a better supply of iron can be ensured along with better adaptation of the plants to poor soil.”

The bioinformatics work was primarily carried out at MSU, with Dr. Schwarz making a key contribution to this work during her six-month stay in the USA as part of her doctoral studies. This international research collaboration is funded by the DFG (German Research Foundation) within the framework of the International Graduate Programme iGrad-Plant (https://www.igrad-plant.hhu.de).

The bioinformatics strategy developed is more versatile in use. It can also serve to find the authoritative regulation mechanisms for other stress factors, such as water scarcity or pathogen attack. 

Original publication

Birte Schwarz, Christina B Azodi, Shin-Han Shiu, Petra Bauer, Putative cis-regulatory elements predict iron deficiency responses in Arabidopsis roots, Plant Physiology, January 2020

DOI: 10.1104/pp.19.00760

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Auch in Englisch arne.claussen@hhu.de Mon, 27 Jan 2020 10:38:18 +0100
HHU-Chemiker Prof. Dr. Rainer Weinkauf geht in den Ruhestand http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/hhu-chemiker-prof-dr-rainer-weinkauf-geht-in-den-ruhestand.html Heute übergab Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), die Ruhestandsurkunde an Prof. Weinkauf aus der Chemie. Seit 1999 forschte und lehrte er in Düsseldorf im Bereich Physikalische Chemie. Rainer Weinkauf, geboren 1954 in Baunach in Oberfranken, studierte an der Ludwig-Maximilian-Universität München Mathematik und Physik auf Lehramt. Für seine Abschlussarbeit wechselte er an die Technische Universität München (TUM), darin befasste er sich mit metastabilen Zerfällen von Molekülen. Nachdem er die Qualifikationen für die Schullaufbahn abgelegt hatte, kehrte er in die Forschung zurück. Er promovierte 1990 an der TUM im Bereich Physikalische Chemie. Nach einem Forschungsaufenthalt in Berkeley in den USA habilitierte er sich im Jahr 1998, wiederum in München.

Im Jahr 1999 übernahm er eine C3-Professur für Physikalische Chemie an der HHU und die Leitung der Arbeitsgruppe Lasermassenspektroskopie. In Düsseldorf konzentrierte sich Prof. Weinkauf auf die Bereiche Massenspektrometrie und Laserspektroskopie, er kombinierte sie für biologisch und technisch relevante Anwendungen. So untersuchte er mit von ihm neu entwickelten Methoden unter anderem Oligopeptide und Proteine. In seinem Fachgebiet war er auch Mitinitiator und -organisator einer internationalen Konferenzreihe.

Sein besonderes Engagement galt auch der Lehre; Prof. Weinkauf zählte zu den beliebtesten Dozierenden in der Chemie, der die Studierenden zu begeistern wusste. Darüber hinaus war er in den 2000ern Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung Chemie der HHU. Zum 1. Februar 2020 scheidet Rainer Weinkauf aus dem Dienst aus, er bleibt der HHU durch Lehraufträge für die Mathematikausbildung für Studierende der Chemie weiter verbunden.

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Forschung Personalia Newsticker arne.claussen@hhu.de Thu, 23 Jan 2020 17:23:37 +0100
Politik gehört an die Unis http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/politik-gehoert-an-die-unis.html Über 700 Gäste begrüßte die Rektorin am 22. Januar zum Neujahrsempfang an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU): darunter hochrangige Vertreter aus Diplomatie, Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Kultur. Im Fokus ihrer mit viel Applaus bedachten Rede setzte sich Prof. Dr. Anja Steinbeck mit einer sensiblen Frage auseinander: Wie politisch muss eine Universität sein, wie neutral sollte sie sein? Die Rektorin bezog persönlich Stellung: Politische Debatten gehören an die Universitäten – nicht Mitspielen ist keine Lösung. In jüngerer Zeit wird an Hochschulen und im Wissenschaftsbetrieb – teils emotional – die Frage diskutiert, ob und worüber Politiker an einer Universität sprechen dürfen. Viele, auch namhafte Wissenschaftler, sehen den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn als zwingende Voraussetzung universitärer Tätigkeit. Sie lehnen Veranstaltungen mit parteipolitischer Ausrichtung unter Berufung auf das Neutralitätsgebot, dem Hochschulen unterliegen, grundsätzlich, ab: „Wissenschaft produziert Erkenntnisse, keine Meinungen!“.

Die Rektorin der HHU sieht das differenzierter: Man schieße über das Ziel hinaus, wenn man den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn zur zwingenden Voraussetzung universitärer Tätigkeit erklärt. Damit stelle man jeglichen Transfer von Wissen in die Gesellschaft in Frage.

Das Gebot der politischen Neutralität bedeute im Kern Chancengleichheit  – keine politische Partei dürfe einseitig benachteiligt oder bevorzugt werden, solange sie nicht als verfassungswidrig eingestuft sei. Es bedeute eben nicht, dass Hochschulen politikfrei sein müssten. Allerdings räumte sie ein: „Die Beantwortung gleicht einem Drahtseilakt, das Balancieren auf dem Seil der Politik ist wacklig, aber herunterspringen keine überzeugende Strategie.“

Die Universität müsse einen Ausgleich finden zwischen der „reinen Wissenschaft“ und ihrem Anspruch, die Studierenden zu Persönlichkeiten, zu kritischen und wachen Bürgern und Bürgerinnen heran zu bilden: „Dieses Ziel können wir nur erreichen, indem wir Studierende mit Politik konfrontieren und ihnen Gelegenheit dazu geben, den politischen Diskurs mit offenem Visier zu üben. Wer nach dem Studium in eine verantwortungsvolle Position kommt, sollte gelernt haben, sich auch mit dem auseinanderzusetzen, was die Welt jenseits seines Faches bewegt“.

Und in Richtung Politik: „Wenn wir möchten, dass Politikerinnen und Politiker unsere wissenschaftliche Ergebnisse ernst nehmen und zur Grundlage ihres politischen Handelns machen, dann sind wir gut beraten, den Dialog mit ihnen zu führen – und zwar auch in unseren eigenen Räumen. “

Gerade für Austausch von kontroversen Meinungen und umstrittenen Thesen  – insbesondere in Zeiten zunehmender Polarisierung  – sei die Universität „keine Zensurbehörde“, sondern der Ort, um fatale Ideologien zu analysieren, zu entlarven und argumentativ zu bekämpfen: „Es ist ein Gebot der rhetorischen Logik, dass ich Ansichten nur dann entgegentreten kann, wenn ich ihre Argumente kenne. Wenn an einer Institution, an der ich beteiligt bin, Leute eingeladen werden, deren Haltungen mir nicht passen, verlangt es die Toleranz nicht, dass ich mir meinen Widerspruch verkneife. Aber sie verlangt, dass ich andere, unbequeme Positionen nicht unterbinde. Verweigerung ist keine Strategie gegen den Sirenengesang, egal on von rechts oder von links.“

Allerdings gebe es für den Dialog klare Grenzen: Die hochschulpolitische Öffentlichkeit dürfe nicht für Wahlkämpfe und Meinungskampagnen missbraucht werden. Deshalb plädierte die Rektorin für ein Verbot von politischen Veranstaltungen vier bis acht Wochen vor einer Wahl. Die Grenze des Zulässigen sei erreicht, wenn eine Universität Bedrohungsszenarien antizipieren könne, also Gefahren für die Sicherheit der Teilnehmer oder unbeteiligter Dritte. Dann müsse die Veranstaltung abgesagt werden. Gleiches gelte, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass Inhalte und Thesen vertreten werden, die verfassungsfeindlich sind.

Anja Steinbecks persönliches Fazit: Eine Universität ist ohne politische Debatten nicht denkbar.

In ihrem Jahresrückblick 2019 erinnerte die Rektorin an die Einführung des neuen Logos sowie an herausragende Veranstaltungen, wie die Nacht der Wissenschaft mit ca. 10.000 Besuchern, das 25jährige Jubiläum der Juristischen Fakultät, den Einzug in das Medizinische Forschungszentrum II sowie die feierliche Einweihung der baulichen Erweiterung des oeconomicums. Auch die kurzfristig aus Brandschutzgründen notwendig gewordene Räumung eines Campusgebäudes, in dem überwiegend Angehörige der Philosophischen Fakultät untergebracht waren, konnte dank der Zusammenarbeit aller Beteiligten schneller als gedacht erfolgen.

Ausblick auf 2020: Eines der zentralen Themen ist ‚Nachhaltigkeit‘. Die Hochschulleitung arbeite mit allen Hochschulgremien an Strukturen, die sicherstellten, dass die Thematik fest in Forschung und Lehre verankert werde. Zudem stellte die Rektorin für Frühsommer den Relaunch der Webseite in Aussicht. Als letzten Höhepunkt stellte die Rektorin den neuen Heinrich-Heine-Gastprofessor vor: Der Schauspieler Klaus Maria Brandauer wird im März und April diesen Jahres in drei Veranstaltungen über „Heinrich Heine – Liebe, Revolution, Europa“ sprechen.

Nach ihrer Rede zeichnete die Rektorin Univ.-Prof. Dr. Andrea von Hülsen-Esch (Prorektorin für Internationales von 2014 bis 2019) sowie Univ.-Prof. Dr. Martin Mauve (Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät von 2015 bis 2019) in Anerkennung ihrer Verdienste mit der Ehrenmedaille der Universität aus.

Ebenfalls bereits gute Tradition:
Zum Abschluss des Neujahrsempfangs entführten zwei kurzweilige Vorträge in die aktuelle Forschung: So hielt Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Dr. Svenja Caspers (Institut für Anatomie I an der HHU; Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM –1) am Forschungszentrum Jülich) den Vortrag ‚Das wahre Alter spielt sich im Kopf ab‘. Sie überraschte mit neuen Erkenntnissen zur Gehirnalterung und zu den Einflüssen aus Umwelt und Genetik. Viele haben es geahnt: Altern ist sehr individuell.

Den Philosophen Prof. Markus Schrenk (Philosophie III, Metaphysik und Sprachphilosophie) interessierte, ob es Kunstwerke gibt oder geben kann, die die Propriozeption zum Wesenskern haben. Er hinterfragte diese Wahrnehmung des eigenen Körpers und der Vorgänge in ihm (Körperbewegung und  –lage im Raum, des Gleichgewichts, der Muskelspannung und  –dehnung, Schmerz, Temperatur, Energie – und Stresslevel etc.). Der nächste Museumsbesuch bekommt so eine neue Dimension.

Neu: der komplette Redetext der Rektorin als pdf-Dokument
Hier können Sie den Redetext herunterladen (pdf)

 

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HdU News INTRANET Titelmeldung Pressemeldungen Titelmeldung1 Carolin.Grape@hhu.de Thu, 23 Jan 2020 13:37:00 +0100
Winterkonzerte vom HHU Universitätsorchester mit russischen Komponisten - 3 x 2 Karten für Tonhallentermin zu gewinnen! http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/winterkonzerte-vom-hhu-universitaetsorchester-mit-russischen-komponisten-3-x-2-karten-fuer-tonhallen.html Ausgelassen und tänzerisch, im nächsten Moment voller Trauer und schmerzhafter Erinnerungen: Das HHU Universitätsorchester spielt in diesem Wintersemester vielseitige Werke der russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch und Sergej Rachmaninow - Termine: 31. Januar (Stadthalle Ratingen) und 1. Februar 2020 (Tonhalle Düsseldorf. Für letzteres Konzert werden 3 x 2 Eintrittskarten verlost. Im ersten Teil des Konzertprogramms vom Winter 2020 wird das 1. Violinkonzert in a-Moll, op. 77 von Dmitri Schostakowitsch (1906 bis 1975) aufgeführt. Das viersätzige Werk stellt höchste Ansprüche an das Orchester unter der Leitung von AMD Silke Löhr sowie an die Solistin Clara-Saeko Burkhardt, die zugleich Konzertmeisterin des Orchesters und Studentin der Humanmedizin an der Universität Düsseldorf ist. Musikalisch verbinden sich in Schostakowitschs Werk Elemente aus der jüdischen und russischen Volksmusik. Darin verwoben kehren Motive wieder, die an Gewalt und Tod und damit an die politisch schwierigen Zeiten erinnern, in denen das Stück komponiert wurde.

Im zweiten Teil des Konzerts spielt das Universitätsorchester die Symphonische Tänze, op. 45, das letzte vollendete Werk von Sergej Rachmaninow (1873-1943). In diesem sehr persönlichen Werk hält der Komponist Rückschau auf sein Leben. Es ist durchzogen von zahlreichen musikalischen Zitaten – aus eigenen früheren Werken sowie von anderen Komponisten. Trotz einer eher pessimistischen Grundstimmung, endet das Werk dennoch mit einem Halleluja, einem Lob auf Gott, und einem triumphalen musikalischen Abschluss.


Konzertkarten-Verlosung
Für das Konzert in der Düsseldorfer Tonhalle am 1.2.2020 werden insgesamt 3x2 Eintrittskarten verlost. Um an diesem Gewinnspiel auf der HHU-Website teilzunehmen, senden Sie einfach bitte bis zum (einschl.) 29. Januar 2020 eine E-Mail mit Namen und Telefonnummer (für Gewinnbenachrichtigung) und dem Betreff: "Uniorchester Tonhalle 2020" an: kommunikation@hhu.de
Unter allen Einsendungen werden die drei Gewinne verlost - der Rechtsweg ist ausgeschlossen; nicht teilnehmen können Mitarbeiter der HHU Stabsstelle Presse und Kommunikation.

Konzerttermine:

Freitag, 31. Januar 2020, 20 Uhr

Stadthalle Ratingen, Schützenstraße 1, 40878 Ratingen

Eintritt: 12 €, ermäßigt 8 €

Tickets sind an der Abendkasse erhältlich oder im Vorverkauf
bei Eventim unter diesem Link.
 

Samstag, 1. Februar 2020, 20 Uhr

Tonhalle Düsseldorf, Ehrenhof 1, 40479 Düsseldorf

Eintritt: 23 €, 18 € und 13 € (ermäßigt 18 €, 13 € und 8 €)

Tickets sind an der Tonhallen Abendkasse oder im Vorverkauf unter
https://www.tonhalle.de/reihen/reihe/Komet/Universitaetsorchester-Duesseldorf/ erhältlich.

Auf dem HHU Campus sind Konzertkarten bei lehmanns media erhältlich (normal und ermäßigt für Konzert Ratingen sowie normal für Konzert Tonhalle).

Ausführende:

Universitätsorchester der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Leitung: AMD Silke Löhr
Solo-Violine: Clara-Saeko Burkhardt

 

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HdU News INTRANET News Pressemeldungen Schlagzeilen joswig@hhu.de Thu, 23 Jan 2020 11:34:00 +0100
Das Land Nordrhein-Westfalen feiert 2021 den 100. Geburtstag von Joseph Beuys http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/das-land-nordrhein-westfalen-feiert-2021-den-100-geburtstag-von-joseph-beuys.html Joseph Beuys gehört zu den weltweit bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. »beuys 2021. 100 jahre joseph beuys« ist ein Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Träger. Schirmherr des Jubiläumsjahres ist Ministerpräsident Armin Laschet. Joseph Beuys - faszinierend wie umstritten
Heute vor 34 Jahren ist Joseph Beuys gestorben, doch seine Ideen sind hochaktuell. Sein 100. Geburtstag im Jahr 2021 bietet Anlass für rund 20 Museen und Kulturinstitutionen des Landes Nordrhein-Westfalen, den im Rheinland geborenen Künstler, sein komplexes Wirken und seine internationale Ausstrahlung zu würdigen, neu zu entdecken und kritisch zu befragen.

"Joseph Beuys hat von Nordrhein-Westfalen aus weltweit Kunstgeschichte geschrieben. Er zählt zu den bekanntesten Kunstschaffenden Deutschlands und hat als Bildhauer, Aktionskünstler und Zeichner den Kunstbegriff revolutioniert. Der 100. Geburtstag von Joseph Beuys ist ein hervorragender Anlass, um zurückzublicken auf einen einflussreichen Künstler, der begeistert und inspiriert, der hinterfragt und zum Nachdenken anregt, der Kunst unabdingbar mit dem Leben, mit der Philosophie und Wissenschaft verbunden hat. Mit ›beuys 2021‹ wollen wir den ›Mann mit dem Filzhut‹ und sein Werk würdigen, ihn neu entdecken und seine Denkanstöße in die heutige Zeit übersetzen," so Schirmherr Ministerpräsident Armin Laschet.

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft: "Joseph Beuys hat mit einem progressiven Kunstbegriff und seinen Ideen von Demokratie und Freiheit etwas riskiert und bewegt. Seine Impulse beeinflussen bis heute den künstlerischen und gesellschaftlichen Diskurs. Zu Beuys’ 100. Geburtstag werden wir seinem komplexen Werk in zahlreichen ihm gewidmeten Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekten nachspüren, um es aus heutiger Sicht neu zu befragen."

Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: "Der Anspruch von Joseph Beuys, Kunst und Leben zu verbinden, ist bis heute beeindruckend. Sein Denken und Arbeiten war geprägt von einer interdisziplinären Haltung, die alle Bereiche der Wissenschaft einbezogen hat. Dieser Idee fühlt sich die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Bürgeruniversität eng verbunden."

Das Jubiläumsprogramm »beuys 2021. 100 jahre joseph beuys«
Eine Vielzahl von Ausstellungen, Aktionen und Performances, Theater-, Musik- und Lehrveranstaltungen erkunden über das Jahr 2021 hinweg die faszinierenden wie umstrittenen Ideen einer der weltweit einflussreichsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Besucherinnen und Besucher aus dem Inund Ausland werden dazu eingeladen, die Bedeutung von Beuys für die gegenwärtige internationale Kunst wie für die Gesellschaft zu ergründen und über die brennenden Fragen unserer Zeit zu diskutieren: wie Demokratie und Freiheit zu verstehen sind, wie sich Wirtschaft und Umwelt bedingen oder wie das Verhältnis von Politik und Kunst heute aussehen kann.

Künstlerische Leitung des Projekts »beuys 2021«
Das Projekt »beuys 2021« wird von Prof. Dr. Eugen Blume und Dr. Catherine Nichols geleitet und ist bei Prof. Dr. Timo Skrandies am Institut für Kunstgeschichte der HHU angesiedelt. Projektmitarbeiterinnen sind Anne-Marie Franz und Inga Nake. Eugen Blume ist Kurator der Sammlung Marx in Berlin sowie Honorarprofessor an der Kunsthochschule in Braunschweig. Bis 2016 war er Leiter der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin. Catherine Nichols ist Kunst- und Literaturwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin. Sie promovierte 2001 an der University of New South Wales in Sydney. Sie hat eine Vielzahl von kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen kuratiert, zuletzt »Shine on Me. Wir und die Sonne« (2018) für das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden. Gemeinsam haben Eugen Blume und Catherine Nichols zahlreiche Ausstellungen realisiert, darunter mehrere zu Joseph Beuys. 2008 kuratierten sie die umfassende Retrospektive »Beuys. Die Revolution sind wir« in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin.

2013 folgte »Das Ende des 20. Jahrhunderts. The Best is Yet to Come«, die vom gleichnamigen Werk von Beuys ausgehend sich mit Topoi der Zukunft befasste. Anlässlich des 2014 vom Sammler Erich Marx erworbenen und der Nationalgalerie als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellten Schlüsselwerks »DAS KAPITAL RAUM 1970–1977« von Beuys präsentierten sie 2016 die experimentelle Annäherung »Das Kapital. Schuld – Territorium – Utopie«, die das erweiterte Denken in den Mittelpunkt stellte. Im Rahmen des Jubiläumsprogramms »beuys 2021« erarbeiten sie mit Isabelle Malz für die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die Ausstellung »Jeder Mensch ist ein Künstler«, die sich auf die universellen und kosmopolitischenKonzepte und Fragen im Werk von Beuys konzentriert.

Über Joseph Beuys
Joseph Beuys (geboren 1921 in Krefeld, aufgewachsen in Kleve, gestorben 1986 in Düsseldorf) war Zeichner, Bildhauer, Aktions- und Installationskünstler, Lehrer, Politiker, Aktivist. Neben Marcel Duchamp, John Cage und Andy Warhol zählt er zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Das Wesen, die Materialität, die Sprache, die Wahrnehmung der Grenzen und Aufgaben der Kunst veränderte er grundlegend. Beuys setzte sich in seinem universell angelegten Werk mit Fragen des Humanismus, der Sozialphilosophie und der Anthropologie auseinander. Seine Kriegserfahrungen als Soldat hatten einen wesentlichen Einfluss auf seine Werkentwicklung, die sich eine radikale Demokratisierung der Gesellschaft zum Ziel setzte. So hob er 1964 die Trennung zwischen seiner Biografie und seiner künstlerischen Arbeit auf: Sein Leben betrachtete er fortan als ein zu formendes Material. Dieses Modell bildete den Ausgangspunkt seiner plastischen Theorie, die 1982 mit seinem sozial-ökologischen documenta-Beitrag »7000 Eichen« ihren Höhepunkt erreichte. Bis heute ist sein Einfluss in künstlerischen und politischen Diskursen zu spüren:

Joseph Beuys im 21. Jahrhundert
Joseph Beuys hat wie kein anderer Künstler seiner Zeit die Kunst mit gesellschaftlichen Prozessen verbunden, sie in einem universellen Anspruch der Politik, der Wissenschaft, der Philosophie und der Wirtschaft als schöpferische, verändernd wirkende Kraft angeboten. Seine weitreichenden Ideen sind auch heute aktuell. Sein frühes, mit der Frage nach den ökonomischen Verhältnissen verbundenes Engagement für die Umwelt ist nur ein Beispiel für seine Weitsicht. Als prägende Lehrerpersönlichkeit an der Düsseldorfer Kunstakademie hat er die Frage nach der Bildung neu gestellt. Das durch die Kunst erweiterte Denken und Handeln war sein zentrales Anliegen. In dem Satz »Jeder Mensch ist ein Künstler« hat er eine universelle Weltgesellschaft angesprochen.


Weitere Informationen
finden Sie unter www.beuys2021.de



 

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HdU News Pressemeldungen Schlagzeilen joswig@hhu.de Thu, 23 Jan 2020 10:34:59 +0100
Augen zu! http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/augen-zu.html Am Donnerstag, den 30.01.2020 findet die zweite Ausgabe des Sound Cinema Düsseldorf statt. Der Recorded-Audio-Wettbewerb für experimentelle Musik und Klangkunst startet um 19 Uhr im Cinema Filmkunstkino. Zu hören sind neun Produktionen aus den Kategorien Acoustic Stories (erzählerische Formate, etwa Hörspiele und Podcasts), Abstract Sounds (Klangkollagen) und Musical Compositions (sehr weit gefasste musikalische Kompositionen). Die Beiträge werden durch eine Fachjury und das Publikum bewertet und anschließend im Salon des Amateurs ausgezeichnet. Der dunkle Kinosaal erzeugt hierbei einen Wahrnehmungsraum, in dem das Publikum sich komplett auf das Akustische einlassen kann. Anders als im Kino üblich, verzichtet das Sound Cinema auf visuelle Reize und stellt die Tonaufnahme in den Mittelpunkt. Wahrnehmungsroutinen und Hörgewohnheiten werden zum einen durch diesen besonderen Präsentationsrahmen und zum anderen durch die experimentellen Produktionen herausgefordert und in Frage gestellt.

Organisiert wird das Projekt aus einem Zusammenschluss von Studierenden und Dozierenden des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Gefördert wird das Sound Cinema Düsseldorf u.a. durch die Bürgeruni.

30.01.2019 || Beginn 19:00 Uhr || Cinema Filmkunstkino, Schneider-Wibbel-Gasse 5 || Eintritt 8€, Ermäßigt 4€

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Pressemeldungen victoria.meinschaefer@hhu.de Thu, 23 Jan 2020 08:22:00 +0100
Klaus Maria Brandauer spricht ab 19. März 2020 an der Universität Düsseldorf http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/klaus-maria-brandauer-spricht-ab-19-maerz-2020-an-der-universitaet-duesseldorf.html Besonderes Gastspiel eines großen Künstlers: Klaus Maria Brandauer übernimmt die Heinrich-Heine-Gastprofessur 2020. Sie führt den bekannten Schauspieler für zwei Termine an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Die renommierte Professur, die vor Brandauer bereits Persönlichkeiten wie Marcel Reich-Ranicki, Richard von Weizsäcker, Juli Zeh oder zuletzt Alt-Bundespräsident Joachim Gauck innehatten, steht für besondere Vorlesungen und einen offenen Dialog mit Publikum und Studierenden. Seit 1972 ist Klaus Maria Brandauer Ensemblemitglied und Regisseur am Wiener Burgtheater. Die große Präsenz und das Charisma Brandauers kommen beim anspruchsvollen klassischen Stoff auf den Theaterbühnen ebenso zum Vorschein wie im Kino. Im Film gab er unter anderem den Gegner von James Bond in „Sag niemals nie“. Mit seiner Darstellung komplexer Charaktere hat er wesentlich dazu beigetragen, dass auch „Jenseits von Afrika“ oder „Das Rußland-Haus“ zu Welterfolgen wurden. Den filmischen Durchbruch erzielte der Österreicher 1981 mit seiner Darstellung eines Abbilds des Düsseldorfer Schauspielers und Intendanten Gustaf Gründgens in „Mephisto“. In Düsseldorf war Brandauer zuletzt 2017 bei einer Lesung aufgetreten.

Brandauer zitiert Heine mit den Worten „Ich bin ein deutscher Dichter“ und konstatiert dazu: „So richtig Heinrich Heine mit dieser Selbstzuschreibung auf jeden Fall liegt, so sehr geht er auch fehl. Denn er ist viel mehr als das: ein Denker, ein Schwärmer, ein Spötter, ein Poet, ein Liebender, ein Liebhaber, ein Revolutionär, ein Gelehrter, ein Feuilletonist, ein Emigrant, ein Migrant, ein Chronist, ein Ironiker von Gottes Gnaden und gerade deshalb auch gnadenlos gegen alle und alles, sich selbst eingeschlossen. Das macht ihn bis heute unvergleichlich und zum vielleicht originellsten Dichter deutscher Zunge.“

Die erste Vorlesung Brandauers an der HHU findet am 19. März 2020 um 16:30 Uhr statt. Zur zweiten Veranstaltung im Rahmen der Heine-Gastprofessur 2020 wird Brandauer am 22. April traditionsgemäß zuvor ein Seminar für Studierende an der Philosophischen Fakultät abhalten sowie gleichfalls um 16:30 Uhr eine Heine-Lesung mit einem Publikumsgespräch anschließen. Die Veranstaltungen laufen unter dem Titel „Heinrich Heine – Liebe, Revolution, Europa“. Sie sind öffentlich, kostenfrei und finden in Hörsaal 3A, Gebäude 23.01 auf dem Campus der HHU statt. Neben den Studierenden und Angehörigen der Universität sind auch die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität: „Klaus Maria Brandauer hat als Schauspieler, Dozent, einfühlsamer Rezitator sowie als TV- und Filmstar die Kultur des Dramas geprägt und auch gefördert wie sonst kaum jemand im deutschsprachigen Raum. Viele von uns sind, so wie ich, mit seiner markanten Stimme aufgewachsen. Nun freuen wir uns auf das, was sie uns erzählen wird. Dass er dem Namenspatron unserer Universität ein verbales Denkmal setzt, ist ein Glücksfall, den wir mit Spannung erwarten. Klaus Maria Brandauer wird, davon bin ich überzeugt, Heinrich Heine alle Ehre machen.“

Die Heinrich-Heine-Gastprofessur ist ein Geschenk des Landes Nordrhein-Westfalen an die Universität zu ihrer Namensgebung im Jahr 1988. Vor Klaus Maria Brandauer waren u. a. Helmut Schmidt, Wolf Biermann, Siegfried Lenz, Joschka Fischer, Antje Vollmer, Karl Kardinal Lehmann, Ulrich Wickert und Joachim Gauck Heine-Gastprofessoren.

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