www.uni-duesseldorf.de/home: News http://www.uni-duesseldorf.de/home/ News-Feed von Universität Düsseldorf de www.uni-duesseldorf.de/home: News http://www.uni-duesseldorf.de/home/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.uni-duesseldorf.de/home/ 18 16 News-Feed von Universität Düsseldorf TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mon, 06 Jul 2020 14:54:41 +0200 Sprachenzentrum erhält finanzielle Unterstützung durch die Finnish National Agency for Education http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/sprachenzentrum-erhaelt-finanzielle-unterstuetzung-durch-die-finnish-national-agency-for-education.html Die Bewerbung des Sprachenzentrums der Studierendenakademie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) um eine finanzielle Förderung bei der Finnish National Agency for Education (EDUFI) war ein zweites Mal erfolgreich. Im Herbst 2019 hatte sich das Sprachenzentrum um die finanzielle Unterstützung zur Aufrechterhaltung und Ausbaus des Finnischunterrichts beworben und zu Beginn 2020 den Bescheid erhalten, dass die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf neben den Universitäten Brigham Young University (USA), Humboldt-Universität zu Berlin (D), Indiana University (USA), Universidad Nacional Autónoma de México (MEX), University of Edinburgh (GB) und University of Toronto (CAN) die Förderung erhält.

Das Kursangebot für Finnisch am Sprachenzentrum ist damit für die akademischen Jahre 2020-2022 gesichert. Eingerichtet werden kann ab dem Wintersemester 2020/2021 für insgesamt vier Semester zusätzlich ein Finnisch-Crashkurs in der vorlesungsfreien Zeit auf dem Niveau A1.

Zu den Kursangeboten

Zum Sprachenzentrum

]]>
Newsticker Lara.Mueller.16@hhu.de Mon, 06 Jul 2020 14:54:41 +0200
Stipendienprogramm «Chancen nutzen» – bis zum 31. August bewerben! http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/stipendienprogramm-chancen-nutzen-bis-zum-31-august-bewerben-1.html Studierende und Studieninteressierte aufgepasst: Noch bis zum 31.August läuft die Bewerbungsfrist für ein Deutschlandstipendium im Rahmen des «Chancen nutzen»-Programms der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Mit dem Förderprogramm des Bundes – dem sogenannten Deutschlandstipendium – werden begabte Studierende aller Fachbereiche in Bachelor- und Master- sowie Staatsexamen-Studiengängen einkommensunabhängig mit 300 Euro im Monat unterstützt. Die eine Hälfte des Betrags tragen Förderer wie Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen, die andere Hälfte der Bund.

Es gibt im Rahmen des HHU-Programms «Chancen nutzen» erweiterte Sonderkontingente für Studierende mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern, Leistungssportlerinnen und -sportler (Bundeskader des Deutschen Olympischen Sportbundes aus Olympischen und Paralympischen Sportarten) sowie Bildungsaufsteigerinnen und -aufsteiger, die die Berechtigung auf die BAföG-Höchstsumme des jeweiligen Bedarfssatzes haben.

Das Stipendium wird zunächst bis zu zwei Semestern gewährt. Eine Weiterförderung setzt die erneute Bewerbung im Folgejahr voraus und ist an eine erneute Leistungsüberprüfung gekoppelt.

Neben der finanziellen Unterstützung profitieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten von einer ideellen Förderung, beispielsweise durch die Universität organisierte Besuche kultureller Veranstaltungen in der Stadt oder bei Unternehmen.

Im Wintersemester 2019/2020 wurden 380 Studierende von 88 Stifterinnen und Stiftern gefördert. Jetzt die Chance nutzen und sich im Bewerberportal der Zentralen Universitätsförderung (Leitung: Janine Janus) bis zum 31.08.2020 bewerben. Erstsemester haben eine verlängerte Bewerbungsfrist bis zum 15.09.2020.

Weitere Informationen und Bewerbung

]]>
INTRANET News Pressemeldungen Schlagzeilen Carolin.Grape@hhu.de Mon, 06 Jul 2020 13:38:00 +0200
Treffen wir uns im Netz! http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/treffen-wir-uns-im-netz.html „Wir müssen reden…“ So stellt sich ein neues Format an der Heinrich-Heine-Universität vor: der Blog der Bürgeruniversität. Mitglieder der HHU können den Kanal nutzen, um die Düsseldorfer u.a. über Aktivitäten auf dem Campus zu informieren. Die Macher freuen sich über Beiträge, Projektideen und vieles mehr. „Wir wollen noch stärker das Gespräch suchen und uns nach außen öffnen. Die Bürgeruniversität soll ein Ort des Dialogs sein, an dem Bürgerschaft und Wissenschaft gesellschaftliche Entwicklungen kritisch diskutieren und sich mit unterschiedlichen Sichtweisen auseinandersetzen. Das heißt: wir wollen reden – und zuhören!“, sagt Dr. Marcel Solar, Leiter der Stabsstelle Bürgeruniversität, zum Auftakt.

Sein Team bloggt künftig ebenso wie die Teams des Forschungsprojekts „Wer sind wir? – Fridays For Future meets Citizen Science“ und des Lehrprojekts „#WissKomm“, die Kurzform für Wissenschaftskommunikation im digitalen Raum. In diesem bloggen Studierende über Teilhabe, Partizipation und Zugang. Weitere Autorinnen und Autoren sind herzlich willkommen.

So will der Blog nicht nur Forschung und Lehre an der HHU vorstellen, sondern auch auf Veranstaltungen aufmerksam machen. Aktivitäten von Studierenden werden genauso aufgegriffen wie ungewöhnliche neue Projekte.

Zum Weiterlesen

]]>
INTRANET News Newsticker Mon, 06 Jul 2020 10:15:52 +0200
Millionen für die digitale Lehre http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/millionen-fuer-die-digitale-lehre.html Mit mehr als 2,5 Millionen Euro fördert das Land NRW die digitale Lehre in Vorhaben, an denen die Heinrich-Heine-Universität beteiligt ist. In den vier Projekten entstehen E-Learning-Formate wie Online-Kurse, Lern-Videos oder virtuelle Labore. Die neuen Inhalte sollen zügig über das Portal ORCA.nrw (Open Ressources Campus NRW) verfügbar sein. Insgesamt sind in der Förderlinie „OERContent.nrw“ (Open Education Ressources) 18 Konzepte, in denen immer mindestens drei Hochschulen zusammenwirken. An der HHU gibt es insgesamt vier Projekte: OER.DigiChem.nrw (unter Konsortialführung der HHU), Digital.Histo.nrw, Digitale Materialien in der Stochastik-Lehre für Präsenzveranstaltungen und Selbststudium.nrw sowie Decision.Master.2020.nrw (alle unter Beteiligung der HHU).

Ziel des Projekts OER.DigiChem.nrw sind E-Tutorien, die dazu beitragen, Kompetenzen für digitale Werkzeuge in der Chemie zu entwickeln. Es wird mit 500.000 Euro gefördert. Software zu nutzen, ist ein Softskill, das meist nicht direkt zum Lehrplan gehört, doch handelt es sich in unserer digitalisierten Welt um eine Schlüsselkompetenz. Die Vorkenntnisse der Studierenden sind sehr unterschiedlich, auch wenn ihre Generation als „digital natives“ bezeichnet wird. Unter der Leitung von PD Dr. Klaus Schaper (Organische Photochemie) und Dipl.-Ing. Bert Zulauf (ZIM) entsteht eine interaktive Lehrplattform, die sich den Bedürfnissen Einzelner anpasst. Standardsoftwareprodukte wie MS Office werden ebenso abgedeckt wie chemiespezifische Software. Videotutorials und Onlineübungen festigen das Erlernte und helfen, die eigenen Fähigkeiten besser einschätzen zu können. Förderhöhe: insgesamt 500.000 Euro.

Vielseitige Vorhaben
Das zweite Projekt ist Digital.Histo.nrw; das Kürzel steht für Digitale Histologie in der Hochschulmedizin, Bio- und Gesundheitswissenschaften in NRW. An der Initiative haben sich sieben NRW-Hochschulen beteiligt. Es entsteht eine gemeinsame interaktive digitale Lernplattform für Studierende im Fach Anatomie, das für die medizinische Ausbildung zentral ist. Den Studierenden werden digitalisierte histologische, histopathologische und embryologische Präparate zur Verfügung gestellt – sowohl für den Peer-Teaching Kleingruppenunterricht als auch für (Mini-) Forschungsprojekte. Der Synergieeffekt ergibt sich durch das gemeinsame Nutzen wertvoller Präparate und der vielfältigen Expertise. Förderhöhe: insgesamt 1,6 Mio. Euro.

Beim Vorhaben Digitale Materialien in der Stochastik-Lehre für Präsenzveranstaltungen und Selbststudium.nrw geht es um Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik. Unter Konsortialführung der Ruhr-Universität Bochum werden beispielsweise Online-Aufgaben für den Einsatz in verbreiteten Lehrplattformen wie Ilias und Moodle entwickelt. Zusätzlich sollen mit Videotutorials und interaktiven Anwendungen komplexe stochastische Sachverhalte anschaulich aufgearbeitet werden. Zur Zielgruppe gehören nicht nur Studierende der Mathematik, sondern auch der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Seitens der HHU wird das Projekt von Prof. Dr. Axel Bücher und Prof. Dr. Peter Kern vom Mathematischen Institut geleitet. Förderhöhe: insgesamt knapp 500.000 Euro.

Im Decision.Master.2020.nrw wird hinterfragt: Wie trainieren wir künftige Ärztinnen und Ärzte in ihrer Entscheidungsfindung? Decision.Master führt Medizinstudierende an konkreten Fällen der Pädiatrie an ein komplexes klinisches Management heran. Jeder Schritt wird rational und mit bester klinischer Evidenz begründet. Dabei wird der Inhalt des neuen Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin (NKLM) umgesetzt. Das digitale Lehrformat wird auch als Blaupause für andere Fächer entwickelt. Förderhöhe: rund 100.000 Euro.

Weitere Informationen: https://www.mkw.nrw/pesse/OERContent

]]>
INTRANET Titelmeldung Schlagzeilen Fri, 03 Jul 2020 12:36:38 +0200
Entscheidungen beeinflussen das assoziative Gedächtnis http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/entscheidungen-beeinflussen-das-assoziative-gedaechtnis.html Gedächtnisinhalte beeinflussen Entscheidungen und diese wiederum beeinflussen Gedächtnisinhalte! In einer Studie an der Heinrich-Heine-Universität haben Prof. Dr. Gerhard Jocham und Doktorand Lennart Lüttgau gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Magdeburg gezeigt, dass nicht nur – wie bisher angenommen – Reize, die mit angenehmen Erfahrungen verbunden sind, öfter gewählt werden. In der Studie, die in Nature Communications erschienen ist, weisen die Psychologen stattdessen nach, dass es auch einen Einfluss in die genau gegenteilige Richtung gibt: Eine Option, die öfters gewählt wird, wird in der Zukunft (gegenüber einer objektiv gleichwertigen Option) bevorzugt. Dagegen wird eine Option, die häufig abgelehnt wurde, auch in der Zukunft eher abgelehnt (wiederum verglichen mit einer gleichwertigen Option). In den Alltag übertragen, würde dies beispielsweise bedeuten, dass man Produkte im Supermarkt eher erneut kauft, einfach nur weil man sie in der Vergangenheit gekauft hat, unabhängig davon als wie gut sie sich erwiesen hatten.

In der Studie mit rund 200 Probanden mussten diese zunächst eine Verbindung zwischen (ihnen völlig unverständlichen) japanischen Schriftzeichen und Bildern von Süßigkeiten erlernen. Anschließend wurde den Probanden mehrfach eine Auswahl zwischen zwei Zeichen dargeboten - hier wählten die Teilnehmenden wie zu erwarten überwiegend das Symbol, das mit der für sie angenehmeren Süßigkeit verbunden war. In einem finalen Präferenztest nach dieser Auswahlsituation bevorzugten die Probanden das zuvor gewählte Symbol - verglichen mit einem eigentlich gleichwertigen Symbol. Umgekehrt war die Auswahltendenz für das zuvor präsentierte aber nicht gewählte Symbol vermindert.

Warum ist das so? "Das beobachtete Entscheidungsverhalten legt nahe, dass das häufigere Auswählen zu einem besseren Erinnern an die mit der Option verknüpfte Belohnung führt", so Lennart Lüttgau. Dies wurde mit funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) überprüft. Dabei konnten die Psychologen mithilfe des fMRT-Adaptationseffektes zeigen, dass die reine Auswahl einer Option auf neuronaler Ebene dazu führt, dass im Hippocampus (einer Schlüsselstruktur für assoziatives Gedächtnis) die Verknüpfung der Option mit ihrer Belohnung gestärkt wird, während das Nicht-Auswählen einer Option die Verknüpfung mit ihrer Belohnung schwächt.

Somit ist deutlich, dass Entscheidungen nicht nur durch Gedächtnisinhalte beeinflusst werden, sondern dass Entscheidungen selbst wiederum das assoziative Gedächtnis umformen können.

Luettgau, L., Tempelmann, C., Kaiser, L.F. et al. Decisions bias future choices by modifying hippocampal associative memories. Nat Commun 11, 3318 (2020), doi.org/10.1038/s41467-020-17192-7

https://www.nature.com/articles/s41467-020-17192-7


]]>
Forschung News Pressemeldungen Schlagzeilen Fri, 03 Jul 2020 11:00:00 +0200
White Spots im Jurastudium - Impulse zur Black Lives Matter-Bewegung http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/white-spots-im-jurastudium-impulse-zur-black-lives-matter-bewegung-1.html Die Black Lives Matter-Bewegung hat auch in der deutschen Öffentlichkeit hohe Wellen geschlagen. Dabei stehen Alltagsdiskriminierung und Polizeigewalt häufig im Vordergrund. In einer Diskussion mit zwei Wissenschaftlern wollen wir darüber nachdenken, was Black Lives Matter für Jura-Studierende bedeutet. Am Dienstag um 18:30 Uhr hat Prof. Dr. Rupprecht Podszun dafür zwei Gesprächspartner im Zoom-Talk zu Gast: Prof. Dr. Michael Grünberger ist Hochschullehrer an der Universität Bayreuth. Sein Forschungsschwerpunkt liegt unter anderem im Europäischen Gleichbehandlungs- und Nichtdiskriminierungsrecht. Amadou Korbinian Sow ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Grundlagen des Rechts an der Bucerius Law School. Sein Beitrag auf Verfassungsblog "Was weiße Rechtswissenschaft jetzt tun kann" fand überwältigende Resonanz.

Die Anmeldung zum Zoom-Meeting ist bei LSF (Juristische Fakultät - sonstige Veranstaltungen) oder per E-Mail an ls.podszun@hhu.de möglich.

]]>
Newsticker Pressemeldungen Fri, 03 Jul 2020 08:11:37 +0200
Virtuell lustwandeln http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/virtuell-lustwandeln.html duesselbotanica – das ist der Name eines lesenswerten neuen Blogs, der durch den Botanischen Garten der HHU führt. Die Themen sind so vielfältig wie der Garten selbst: von „Was wächst denn da?“ bis hin zu Portraits von fleißigen Engagierten. Was zugleich deutlich macht, dass ein Ehrenamt ganz individuell gestaltet werden kann. Es ist der Blog einer begeisterten Pflanzen- und Gartenamateurin, die selbst ehrenamtlich im Botanischen Garten Düsseldorf arbeitet: Angela Eckert-Schweizer hat als Düsseldorferin ihre Kindheit und Jugend in der Nähe der weitläufigen Anlage verbracht. Im Ruhestand zieht es die Diplom-Kauffrau nun zurück.

„Ich möchte meine Freude an der Natur mit anderen Gartenenthusiasten teilen und habe überlegt, wo und wie ich meine privaten Neigungen sinnvoll einbringen könnte“, sagt Angela Eckert-Schweizer. Sie fotografiert meistens selbst und schreibt über all das, was sich vor Ort tut. Eine frische Inspiration für den nächsten Ausflug. Und zugleich perfekt für jene, die vielleicht nicht an den Campus kommen können und virtuell durch den Garten wandeln möchten.

Zum Blog

]]>
INTRANET News Newsticker Katrin.Koster@hhu.de Thu, 02 Jul 2020 14:59:45 +0200
Wie Medien und andere Faktoren zur gefühlten Integration und Spaltung beitragen http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/wie-medien-und-andere-faktoren-zur-gefuehlten-integration-und-spaltung-beitragen.html Dr. Marc Ziegele, Juniorprofessor für politische Onlinekommunikation, untersuchte mit Partnern der Universität Mainz das Gemeinschaftsgefühl im Höhepunkt der Corona-Krise. Zwischen dem 24. und 26. März 2020 wurden 2.038 Personen befragt: Wie erleben sie das gesellschaftliche Miteinander, welchen Eindruck haben sie von der öffentlichen Debatte, welche Informationen ziehen sie zu Rate? Mit der Corona-Pandemie begegnet uns eine Krise historischen Ausmaßes, die nicht nur politische Entscheidungsträger vor eine Herausforderung stellt, sondern ganz unmittelbar jedem Einzelnen Opfer zugunsten der Gemeinschaft abverlangt: Solidarität wird zur übergreifenden Handlungsmaxime des deutschen Krisenmanagements.  „Kann das gut gehen?“, fragen sich viele – werden doch seit einigen Jahren die Warnungen lauter, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt bröckelt. Die vielfältigen Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung des Einzelnen und die damit einhergehende Pluralisierung von Interessen, Positionen und Perspektiven gelten inzwischen als Ausdruck eines zunehmenden Egoismus in der Gesellschaft.

Ziel: Momentaufnahme des Gemeinschaftsgefühls im Höhepunkt der Krise

Ziel unserer Studie war es, eine Momentaufnahme dieses Gemeinschaftsgefühls anzufertigen und außerdem zu fragen: Wo rührt es her? Zentral erschien hierfür, wie die Menschen das Krisengeschehen wahrnahmen, das heißt, worüber sie sich darüber informierten und welche Perspektive auf das Krisengeschehen sie dort erhalten haben. Auf Grundlage einer zweiwelligen repräsentativen Umfrage zwischen dem 24. und 26. März 2020 - die Bundesregierung hatte soeben die scharfen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der individuellen Freiheitsrechte zur Reduktion sozialer Kontakte verkündet - wurden 2.038 Personen befragt, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren sind. Im Fokus der Umfrage standen die Informationsquellen der Bürgerinnen und Bürger und die Frage, wie die Nutzung von verschiedenen Nachrichtenangeboten die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Diskussion rund um die Corona-Krise beeinflusst. Vertrauen sie der Politik, den Medien, vor allem aber auch ihren Mitmenschen, dass sie gemeinsam die aktuelle Krisensituation meistern werden?

Öffentliche Debatte zu Corona: Wenig Drama, dafür besonnen und lösungsorientiert

Wenngleich Krisen oft mit Drama und Alarmismus assoziiert werden, lässt sich das für den Eindruck, den viele Deutsche von der öffentlichen Debatte hatten, nicht bestätigen: Knapp 40 Prozent hatten nicht den Eindruck, dass in besonderem Maße dramatisiert werde. Ihnen standen nur 25 Prozent der Deutschen gegenüber, die durchaus Dramatisierung wahrgenommen haben. Übergreifend hatten viele Befragte den Eindruck, dass in der öffentlichen Debatte zur Corona-Pandemie ein besonnener und konstruktiver Ton herrschte. Auch den politischen Entscheidungsträgern wurde ein gutes Zeugnis ausgestellt – und das, obwohl sie gerade erst weitreichende Einschränkungen verkündet hatten: 41 Prozent der Deutschen attestierten den Politikern, in der Krise gute Arbeit zu leisten. Nur ein Fünftel der Deutschen teilte diese Sichtweise nicht.

Trotz starkem Gemeinschaftsgefühl: Die Perspektiven von Jung und Alt driften auseinander

Fast die Hälfte der Befragten hatte zudem den Eindruck, dass die Menschen in der Krise zusammenrücken. Ein kleinerer Anteil von 20 Prozent sah das nicht so. Jedoch zeichneten sich durchaus früh auch Schatten auf dem sonst so sonnigen Bild der gesellschaftlichen Eintracht. Diese Spannungen offenbarten sich vor allem, wenn man auf diejenigen Bevölkerungsgruppen blickt, die in der öffentlichen Diskussion immer wieder hervorgehoben wurden: Jung und Alt. Während die Älteren ein höheres Risiko haben, einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden, sollen sich die jüngeren solidarisch zeigen, um das Infektionsrisiko für die gefährdeten Gruppen zu minimieren. Tatsächlich dominierte bei den über 55-jährigen mit 50 Prozent klar der Eindruck, dass die gesellschaftliche Debatte um Corona lösungsorientiert ist. Dagegen teilte nur ein Drittel der Befragten zwischen 18 und 35 Jahren diesen Eindruck. Diese unterschiedlichen Perspektiven setzten sich beim Gemeinschaftsgefühl fort: Während unter den über 55-jährigen die Hälfte wahrnahm, man rücke in Krise zusammen, sahen das unter den Jüngsten (18 bis 24 Jahre) nur 37 Prozent so.

Informationsquellen: Etablierte Medien stärkten, alternative Medien schwächten das Gemeinschaftsgefühl

Aktuelle Informationen zum Coronavirus erhielten die Deutschen vor allem über einen Mix aus etablierten Medien, privaten Kontakten und offiziellen Quellen: Die Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wurden von 66 Prozent der Deutschen täglich und häufiger genutzt. Auch private Kontakte waren für die Deutschen eine wichtige Informationsquelle: Sowohl im persönlichen Gespräch, beispielsweise über das Telefon, aber auch über WhatsApp-Nachrichten oder Messaging-Dienste erhielten jeweils etwas mehr als die Hälfte mindestens täglich Informationen. Ähnlich bedeutsam waren die offiziellen Informationen von Behörden, Forschungseinrichtungen und aus der Politik.

Auch soziale Medien waren für viele Deutsche ein unverzichtbarer Begleiter in der Corona-Krise: Inhalte von Freunden und Bekannten, die über die Chroniken und Newsfeeds in sozialen Netzwerken geteilt wurden, wurden von gut einem Drittel der Befragten regelmäßig konsumiert. Aber auch jeweils gut ein Drittel informierte sich regelmäßig über alternative Nachrichtenseiten auf Facebook, Twitter und Co. 

Insbesondere diese beiden letztgenannten Quellen trugen nun auch dazu bei, dass ein eher negativer Eindruck von der öffentlichen Debatte und dem Gemeinschaftsgefühl in Zeiten von Corona entstand. Regressionsanalysen unter Kontrolle anderer Einflussfaktoren wie Alter und Bildung zeigen: je häufiger Menschen auf die Informationen alternativer Nachrichten im Internet oder auf die geteilten und verbreiteten Inhalten von Freunden im Newsfeed zurückgriffen, umso weniger hatten sie den Eindruck einer konstruktiven und lösungsorientierten öffentlichen Debatte. Das Gemeinschaftsgefühl litt insbesondere unter einer häufigen Nutzung alternativer Medien. Das Gegenteil war der Fall, wenn Menschen häufig die Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie Informationen von Lokal- und Regionalzeitungen nutzten. 

In der Summe offenbaren die Befunde eine nach vorn gerichtete und konstruktive Stimmung in der Gesellschaft. Mit Blick auf die sozialen, ökonomischen und politischen Herausforderungen der Krise ist das auch ein wichtiges Polster. Nichtsdestotrotz sollte diese Mehrheitsperspektive nicht über die spannungsreichen Konfliktpotenziale hinwegtäuschen, die sich für bestimmte Teilgruppen offenlegen ließen. Vor allem die Informationen, die in einigen nicht-journalistischen Informationsquellen verbreitet wurden, nagen am Krisenpolster der Gesellschaft. Gelingt es nämlich, eine laute Minderheit zu mobilisieren, so kann sich eine konstruktive Stimmung schnell und plötzlich in eine destruktive Welle verwandeln.  

Dr. Marc Ziegele, Juniorprofessor für politische Onlinekommunikation an der Heinrich-Heine-Universität, hat die Studie gemeinsam mit Dr. Christina Viehmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin, und Dr. Oliver Quiring, Professor für Kommunikationswissenschaft, beide am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz durchgeführt.

Kontakt:

marc.ziegele@hhu.de
Christina.Viehmann@uni-mainz.de
quiring@uni-mainz.de

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 wirft zahlreiche Fragen nicht nur zu den gesundheitlichen, sondern auch zu wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Folgen auf. Die Wissenschaft liefert hier entscheidende Fakten und Antworten. Viele Forscherinnen und Forscher der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) aus unterschiedlichen Disziplinen sind durch ihre Arbeit aktuell gefragte Gesprächspartner der Medien oder auch direkt in das Pandemie-Krisenmanagement eingebunden. Die HHU möchte ihre wissenschaftliche Expertise in die öffentliche Diskussion einbringen, um so zur Einordnung und Bewältigung der Corona-Krise beizutragen.

Weitere Beiträge 'Corona im Fokus: HHU-Expertise zur Pandemie'

Direkt zur Übersichtsseite

 
Beitrag zuletzt aktualisiert am 06.07.2020
]]>
Corona-Expertisen Pressemeldungen Titelmeldung2 Carolin.Grape@hhu.de Thu, 02 Jul 2020 13:37:00 +0200
Vielfältige Lehre kompetent gestalten http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/vielfaeltige-lehre-kompetent-gestalten.html Sie ist so farbenfroh wie die universitäre Lebenswelt: Die neue HHU-Handreichung zur diversitysensiblen Lehre. Unter dem Titel „Vielfalt leben, Zukunft gestalten“ liefert die Koordinierungsstelle Diversity augenöffnende Anregungen. Denn nicht alle wissen beispielsweise, wie sie barrierefreier unterrichten können oder mit verschiedenen Nationalitäten umgehen. Um solche lebensnahen Themen geht es in der neuen „Handreichung für die diversitysensible Lehre“. Vielfalt zeigt sich etwa in Lebensentwürfen, der Sprache, familiären oder religiösen Hintergründen. Ein Beispiel: Wenn jemand als erste/r in der Familie studiert, hat diese Person ganz andere Bedarfe, als jemand aus einem akademischen Elternhaus. Unterschiede gibt es beispielsweise in Lehr- und Lernstilen, in der sozialen Interaktion und Kommunikation. Ähnlich ist es, wenn Studierende Angehörige pflegen oder selbst chronisch krank sind. Den Einzelnen sieht man meist nicht an, welche Herausforderungen sie neben dem Studium bewältigen. Lehransätze, die Diversity-Aspekte stärker beachten, helfen dabei, der Vielfalt und dem darin liegenden Potenzial gerecht zu werden.

„Diversity-Kompetenzen werden in der Wissenschaft insgesamt immer wichtiger – etwa beim Wettbewerb um Drittmittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und anderer Förderorganisationen,“ erläutert Prof. Dr. Klaus Pfeffer, Prorektor für Strategisches Management und Chancengerechtigkeit. Obwohl Vielfalt in den meisten Universitäten längst zum Alltag gehöre, werde sie beim Planen und Durchführen von Lehre oft nicht genügend reflektiert und berücksichtigt. Wenn bewusster mit alters-, geschlechts- oder kulturbedingten Differenzen umgegangen werde, führe dies zu einem anderen Lehr- und Lernklima: In dem sich alle wahrgenommen und anerkannt fühlen und ihre Potenziale besser entfalten können.

„Wir möchten mit unserer Handreichung zu einem Perspektivwechsel einladen. Diese unterstützt Lehrende bei einer diversitätssensiblen Lehre mit praktischen Tipps und vielen exemplarischen Beispielen“, sagt Dr. Inge Krümpelbeck, Leiterin der Koordinierungsstelle Diversity. Ziel sei es, in Lehrveranstaltungen eine wertschätzende Atmosphäre zu schaffen.

Checkliste und hilfreiche Tipps
Die 34-seitige Broschüre ist übersichtlich gestaltet. Sie setzt sich aus vier Teilen zusammen:
-    eine Checkliste zum Selbsttest
-    allgemeine Rahmenbedingungen für diversitätssensible Lehrveranstaltungen
-    praktische Tipps und Anregungen mit Blick auf die Diversity-Dimensionen der HHU
-    weiterführende Informationen zu Anlauf- und Beratungsstellen

All das soll zum Hinhören, Nachfragen und Handeln anregen. Erstellt wurde der Leitfaden von der Diversity-AG „Qualifizierung“, der Beschäftigte der Koordinierungsstelle Diversity und Mitglieder verschiedener Statusgruppen der HHU angehören. Derzeit wird die Handreichung ins Englische übersetzt und ist in Kürze digital verfügbar. Download der deutschen Version unter:
www.diversity.hhu.de/diversity-in-der-lehre/Handreichung-für-diversitysensible-lehre

Weitere Informationen im Diversity-Portal

]]>
INTRANET News Newsticker Thu, 02 Jul 2020 11:48:44 +0200
HHU erhält rund 3,2 Millionen Euro für den Ausbau ihrer Gründungsaktivitäten http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/hhu-erhaelt-rund-32-millionen-euro-fuer-den-ausbau-ihrer-gruendungsaktivitaeten.html Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erhält eine Förderung in Höhe von 3,18 Millionen Euro aus Landesmitteln, um ihre Rahmenbedingungen für die Entwicklung von neuen Ideen hinzu tragfähigen Geschäftsmodellen weiter zu verbessern. Am 1. Juli übergab NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart im oeconomicum, dem Sitz der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, den Zuwendungsbescheid an Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck. Die Zuwendung ermöglicht den Ausbau sowie die Weiterentwicklung der gründungsbezogenen Unterstützungsangebote am Center for Entrepreneurship Düsseldorf (CEDUS) sowie der Gründungslehre an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

Die Förderung der HHU in den kommenden vier Jahren ist eine begleitende Maßnahme der Initiative „Exzellenz Start-up Center“, mit der die Landesregierung die Zahl von Gründungen aus den Hochschulen deutlich steigern möchte.

Rektorin Steinbeck: „Die HHU hat das Thema Gründung fest in ihrem Leitbild verankert, deshalb freuen wir uns sehr über die Förderung. Damit werden wir die individuelle Gründungsberatung und das Scouting ausbauen und so unsere Gründungskultur nachhaltig weiter stärken. Ziel ist es, die Zahl und das Erfolgspotenzial unserer Gründungen zu erhöhen. Die Aktivitäten der HHU im Bereich der Gründungsförderung werden wir über die Förderphase hinaus fortführen.“

Minister Pinkwart: „Hochschulen und Forschungseinrichtungen spielen weltweit in den erfolgreichen Start-up Ökosystemen eine herausragende Rolle und sind eine wichtige Quelle innovativer Start-ups. Unsere Förderung zielt darauf ab, dass Exzellenz in der Forschung schneller den Weg in den Markt findet. Die Heinrich-Heine-Universität hat bereits zahlreiche große Unternehmen hervorgebracht und eine große Bedeutung für die Start-up Region Düsseldorf. Mit der Förderung erreicht die Düsseldorfer Gründungsunterstützung ein neues Niveau.“

Das geförderte HHU-Konzept sieht folgende Maßnahmen in der Gründerunterstützung vor:

  • Das bestehende CEDUS, die zentrale Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründer, wird personell verstärkt, um Gründungsinteressierte auf ihrem Weg zum eigenen Unternehmen bedarfsorientiert zu unterstützen: ausgebaut wird die individuelle Gründungsberatung sowie das Scouting-Programm.
  • In der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ist das Thema Entrepreneurship, unter anderem über die Professur für Entrepreneurship und Finanzierung, Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Eva Lutz, bereits verankert. Studierende haben dort Zugang zu einem breit aufgestellten, curricularen Veranstaltungsangebot. Um alle Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anzusprechen sowie Gründungspotenziale hochschulweit zu erschließen, wird eine zusätzliche Lehrkraft in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät eingestellt. Sie soll das Thema Gründung im Studium Universale und bei den Fortbildungsangeboten stärken.
  • An der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät haben insbesondere die Bereiche Informatik/Digitalisierung wie auch die Biologie ein besonders hohes Gründungspotenzial. Deshalb wird dort eine zusätzliche W2-Professur für Entrepreneurship und Innovationsmanagement eingerichtet. Ferner soll ein verpflichtendes Entrepreneurship-Modul in die Graduiertenausbildung der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät integriert werden.
  • Der Umzug des CEDUS in neue Räume in zentraler Lage auf dem Campus (Gebäude 25.02 und 25.12) wird die Ausstrahlungskraft der Gründungsinitiative steigern.

Die Jury zum Wettbewerb „Exzellenz Start-up Center“ hat im Januar 2019 empfohlen, über die sechs im Wettbewerb erfolgreichen Universitäten (Aachen, Bochum, Dortmund, Köln, Münster, Paderborn) hinaus auch innovative Einzelprojekte der weiteren Bewerber zu fördern. Zu diesem Kreis zählt die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die seit Jahren eine aktive Gründungsunterstützung betreibt.

]]>
INTRANET News Pressemeldungen Titelmeldung1 Carolin.Grape@hhu.de Wed, 01 Jul 2020 15:43:00 +0200