www.uni-duesseldorf.de/home: News http://www.uni-duesseldorf.de/home/ News-Feed von Universität Düsseldorf de www.uni-duesseldorf.de/home: News http://www.uni-duesseldorf.de/home/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.uni-duesseldorf.de/home/ 18 16 News-Feed von Universität Düsseldorf TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 29 May 2020 10:01:13 +0200 20 Jahre Hochschulradio http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/20-jahre-hochschulradio.html Wenn man 20 wird, hat man dann die wilden Jahre noch vor sich? Beim hochschulradio düsseldorf ist eine Antwort noch vielschichtiger als bei einem Menschen. Der Campussender feiert am 30. Mai seinen 20. Geburtstag mit zwei Live-Sendungen: am Freitag ab 21 Uhr und Samstag ab 19 Uhr. Auch wenn eine große gemeinsame Geburtstagsfeier derzeit nicht möglich ist, freut sich die Redaktion auf die Sondersendungen. Am 29. Mai wird ab 21 Uhr mit Party-Musik in den 20. reingefeiert. Am Samstag laufen ab 19 Uhr besonders gelungene Beiträge und die damaligen Autorinnen und Autoren kommen zu Wort. Ab 22 Uhr gibt es dann das eigene Hörspiel Rheinblut, eine Geschichte über den Vampir von Düsseldorf.

Seit Mai 2000 sendet hochschulradio düsseldorf täglich 24 Stunden im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet auf der Frequenz 97.1 oder im Stream. In den zwei Jahrzehnten kamen einige Promis zum Interview: etwa der Journalist und Autor Ulrich Wickert, Oberbürgermeister Thomas Geisel oder die Band Blond. Das Programm gestalten Studierende der vier Düsseldorfer Hochschulen. In der Redaktion können sie journalistische Arbeitsweisen erlernen und Ideen selbst umsetzen.

Erste journalistische Schritte

Viele Radiobegeisterte starteten hier ihren eigenen journalistischen Weg. Und tun es weiterhin – nach wie vor können interessierte Hochschulangehörige jederzeit mitmachen. Die Redaktion bietet erstmals wöchentlich eigene Webinare an. Ab Anfang Juni finden diese in Kooperation mit der Studierendenakademie der Heinrich-Heine-Universität statt: Erfahrene Radiomacherinnen und -macher sowie Medientrainerinnen und -trainer sprechen u.a. über Wissenschaftsjournalismus, journalistische Verantwortung oder wie sich Programminhalte in Instagram Stories umsetzen lassen. Studierende der HHU können sich die Teilnahme für ihr Studium anrechnen lassen.

Auch während der Corona-Pandemie macht der Sender weiter Programm – als eines von wenigen Campusradios in NRW. Gearbeitet wird vorrangig aus dem Homeoffice, nur eine Person ist jeweils im Studio.

Webseite des Hochschulradios

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INTRANET News Newsticker Fri, 29 May 2020 10:01:13 +0200
Neurologische Komplikationen bei COVID-19 http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/neurologische-komplikationen-bei-covid-19.html Die Fallberichte und -serien zunächst aus China, dann vor allem Italien, Spanien und den USA haben früh Hinweise dafür erbracht, dass COVID-19 Erkrankte eine Vielzahl neurologischer Komplikationen erleiden. Prof. Dr. Hans-Peter Hartung und Prof. Dr. Orhan Aktas, Klinik für Neurologie, fassen in einem Kommentar, online erschienen in Nature Reviews Neurology, die Berichte zusammen. Im Dezember 2019 wurde der erste Fall einer SARS-CoV-2 Infektion in Wuhan berichtet. Seither hat diese primär die Lunge befallende Erkrankung weltweit über 5,6 Millionen Menschen betroffen. In Deutschland waren es 181.300. Global hat COVID-19 etwa 350.800 Todesopfer gefordert, in Deutschland beinahe 8.400. (Johns Hopkins University Corona Virus Research Center, 27.05.2020).

Prof. Hans-Peter Hartung (Direktor der Klinik für Neurologie) und Prof. Aktas, (Leiter des MS-Zentrums an der Klinik für Neurologie und stellv. Direktor der Klinik) haben die Berichte über neurologische Manifestationen in einem gerade online erschienenen Kommentar in der Fachzeitschrift Nature Reviews Neurology zusammengefasst. 

So kommt es zu Schlaganfällen unterschiedlicher Ursache (ischämisch, hämorrhagisch, im Rahmen einer Koagulapathie), Sinusvenenthrombosen, cerebralen Blutungen, Encephalopathie, Meningitiden, Encephalitiden, akute disseminierte Encephalomyelitis, Myelitis, aber auch zu neuromuskulären Erkrankungen wie Myasthenia gravis, Miller-Fisher- und Guillain-Barré-Syndrom.

Häufige neurologische Symptome sind eine Herabsetzung oder Aufhebung des Riechvermögens, eine Geschmacksstörung, Schwindel, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen.

Ob es sich um zufällige Assoziationen oder ursächliche Verknüpfungen handelt, ist weiter unklar. So ist zu bedenken, dass Patienten mit Schlaganfällen dieselben Risikofaktoren aufweisen, wie sie für schwer verlaufende COVID-19-Erkrankungen beschrieben wurden:  Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht. Allerdings gibt es auch Hypothesen, denen zufolge es bei COVID-19 zu einem sog. Zytokinsturm kommt, einer explosionsartigen Freisetzung entzündungsfördernder Immunmediatoren, welche u.a. die Gefäßwände schädigen und die Blutgerinnung erheblich verstärken können.

Die neurologischen Manifestationen könnten auch indirekte Folge anderer Effekte sein, die durch zytotoxische CD8 T-Lymphozyten des COVID-19 befallene Patienten, postinfektiöse kreuzreaktive Immunantworten (sog. Molekulares Mimikry) oder überwältigende entzündliche Reaktionen verursacht sind.

Neben diesen indirekten Kollateralschäden werden auch Folgen einer direkten Invasion des zentralen Nervensystems durch das Virus angenommen.

Unklar ist bislang, ob durch COVID-19 die Krankheitsaktivität von Autoimmunerkrankungen verstärkt wird bzw.  Patienten mit neuroimmunologischen Krankheiten besonders empfänglich für eine COVID-19 Infektion sind. Zu bedenken ist, dass solche Patienten durch eine Immuntherapie möglicherweise eine virale Infektion mit COVID-19 schlechter abwehren können. Insofern ergeben sich Konsequenzen im Management von neurologischen Autoimmunerkrankungen wie der Multiplen Sklerose oder von immun-vermittelten Neuropathien. Wichtig wird zu erforschen sein, ob die bei diesen Erkrankungen angewendeten Immuntherapien den Erfolg einer möglichen Vakzination gegen COVID-19 vermindern. In jedem Fall ist das therapeutische Management dieser Patienten an die COVID-19 Situation anzupassen.

Referenz: Hartung, H.-P., Aktas, O. (2020). COVID-19 and management of neuroimmunological disorders. Nature Reviews Neurology 22 May online.

Kontakt: Prof. Dr. Hans-Peter Hartung

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Forschung News Newsticker susanne.dopheide@med.uni-duesseldorf.de Thu, 28 May 2020 09:46:04 +0200
Virtuelle Abwechslung in den Ferien http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/virtuelle-abwechslung-in-den-ferien.html Die großen Schulferien nahen. Auch in Zeiten von Corona. Damit es abwechslungsreiche Tage werden, bietet das FamilienBeratungsBüro der HHU ein virtuelles Ferienprogramm für Schulkinder an, für das man sich ab sofort anmelden kann. Es ist gedacht für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren von Angehörigen der Heinrich-Heine-Universität und des Universitätsklinikums Düsseldorf. In den ersten drei Wochen der Sommerferien gibt es täglich drei Stunden Programm vormittags oder nachmittags (Montag bis Freitag, ab 9 bzw. 13 Uhr). Untergliedert in zwei Stunden virtuelle Kleingruppenarbeit und eine Stunde für größere Gruppen: Gemeinsames Lesen, Basteln, Singen sowie Bewegungsspiele gehören dazu.

Hinweis: Angebote der Düsselferien erscheinen voraussichtlich ab Juni. Durch CoViD-19 sind die öffentlichen Ferienfreizeiten der Stadt Düsseldorf auch sehr eingeschränkt. Mehr dazu unter www.duesselferien.info.

Weitere Informationen zum HHU-Angebot

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INTRANET News Newsticker Katrin.Koster@hhu.de Thu, 28 May 2020 09:06:04 +0200
Wege am Botanischen Garten werden repariert http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/wege-am-botanischen-garten-werden-repariert.html Starke Regenfälle beschädigten im Winter die Wege rund um den Botanischen Garten. Nun hat der Eigentümer, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB NRW), mit Instandsetzungsarbeiten begonnen, die am 19. Juni abgeschlossen sein sollen. Repariert werden Unebenheiten an der Nordseite des Botanischen Gartens (vom Brückerbach zum Nordeingang) sowie an der Südseite (vom Brückerbach zur Studierendenwohnanlage sowie zum Haupteingang). Die Wege sind derzeit nicht verkehrssicher und bleiben noch drei Wochen für den kompletten Durchgangsverkehr gesperrt.

Apropos Wege: Google Maps verweist derzeit kurioserweise auf einen Ausgang, der schon seit Jahren geschlossen ist, was regelmäßig für Verwirrung sorgt. Es wird daran gearbeitet, diese Falschinformation zu berichtigen.

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INTRANET News Newsticker Katrin.Koster@hhu.de Wed, 27 May 2020 14:22:22 +0200
„Schule ist mehr als eine Lernfabrik“ http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/schule-ist-mehr-als-eine-lernfabrik.html „Elektronisch verschickte Lückentexte und Arbeitsblätter, mit denen Eltern, Schülerinnen und Schüler alleine gelassen werden – das ist kein Homeschooling, das ist noch nicht einmal Fernunterricht. Das ist eine bildungspolitische Bankrotterklärung und eine pädagogische Zumutung!“, so der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Heiner Barz, der seit vielen Jahren zu Bildungsinnovation forscht. Und außerdem: „Schule und die Gemeinschaft der Gleichaltrigen stellen äußerst wichtige Sozialisationsinstanzen dar, die kein noch so gut gemachtes Online-Tutorial je ersetzen könnte.“ Barz sieht mit zunehmender Sorge, wie schnell Eltern plötzlich zu Heimunterricht wechseln mussten, einer Beschulung, die noch bis vor einem halben Jahr an der Grenze zur Illegalität stand. Die Überforderung trifft dabei Eltern wie Kinder gleichermaßen: „Selbst, wenn die Mütter oder Väter nichts Anderes zu tun hätten, als ihre Kinder in den eigenen vier Wänden zu unterrichten, wäre es eine Überforderung – denn dafür sind sie weder fachlich noch didaktisch ausgebildet. Und wenn dann in den höheren Klassen auch noch erwartet wird, dass die Schülerinnen und Schüler sich die Inhalte im Selbststudium erarbeiten, sie übend anwenden und dann das Problemlösen und den Lerntransfer selbstständig hinbekommen – um anschließend über entsprechende fachliche und überfachliche Kompetenzen zu verfügen … dann frage ich mich, ob eigentlich die gesamte Bildungsforschung der letzten Jahrzehnte und sämtliche Lehrerbildungskurse nur Selbstzweck gewesen sind – denn offenbar geht Schule auch ganz ohne all das.“

Diverse Untersuchungen belegen, dass zudem die Angebote, die die Schulen machen, nur von einem sehr begrenzten Teil der Schülerinnen und Schüler überhaupt genutzt werden. Nur etwa sieben Prozent der Kinder nehmen nach einer Studie der Vodafone Stiftung im April täglich an digitalem Unterricht teil, so Barz.

Er bedauert, dass zudem ein ganz anderer Aspekt derzeit in der öffentlichen Diskussion meist zu kurz kommt: „Jenseits der Bewertung eventueller gesundheitlicher Gefahren, denen Kinder oder ihre Angehörigen laut Virologen im normalen Schulbetrieb möglicherweise ausgesetzt sind, kommt aber eine Dimension in der aktuellen Diskussion zu kurz: Schule ist mehr als die Wissensvermittlung, von der man glaubt, dass sie durch digitale Endgeräte übernommen werden könnte. Aus Sicht der Bildungssoziologie ist sonnenklar, dass die Schule eben nicht nur ein Ort des Kenntniserwerbs ist, sondern ein sozialer Organismus, der in der Gesellschaft aber auch für die einzelnen Heranwachsenden ganz bestimmte Funktionen erfüllt, die weit über darüber hinaus gehen.“

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 wirft zahlreiche Fragen nicht nur zu den gesundheitlichen, sondern auch zu wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Folgen auf. Die Wissenschaft liefert hier entscheidende Fakten und Antworten. Viele Forscherinnen und Forscher der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) aus unterschiedlichen Disziplinen sind durch ihre Arbeit aktuell gefragte Gesprächspartner der Medien oder auch direkt in das Pandemie-Krisenmanagement eingebunden. Die HHU möchte ihre wissenschaftliche Expertise in die öffentliche Diskussion einbringen, um so zur Einordnung und Bewältigung der Corona-Krise beizutragen.

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Corona-Expertisen Pressemeldungen Titelmeldung2 Wed, 27 May 2020 13:58:42 +0200
Bürgerinnen und Bürger forschen mit http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/buergerinnen-und-buerger-forschen-mit.html Citizen Science – das Schlagwort steht für ein Ziel: die Bürgerschaft stärker an Forschungsprojekten zu beteiligen. Auch die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) widmet sich dem Thema und schreibt zum 2. Mal einen internen Fonds aus. Mit insgesamt 140.000 Euro werden Vorhaben gefördert, bei denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der HHU mit Bürgerinnen und Bürgern zusammenarbeiten. Promovierte aus allen Fachdisziplinen können Anträge in zwei Förderlinien stellen. „Wir wollen damit unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der HHU helfen, in ihren Forschungsprojekten die Beteiligung von Bürgerschaft und Zivilgesellschaft auszubauen“, sagt Isabel Strauß von der Stabsstelle Bürgeruniversität. Vorstellbar ist ein breites Spektrum der Zusammenarbeit: etwa gemeinsam Projektanträge erarbeiten, Projekte durchführen oder Ergebnisse in die Anwendung bringen. So unterschiedlich die gewählten Ansätze auch sind, sie alle sollen einen echten Mehrwert für die Forschung haben. Einsendeschluss für Anträge ist der 13. September 2020.

Das Programm hat zwei Förderlinien: In Förderlinie 1 werden Personal- und Sachkosten gefördert – mit einer maximalen Fördersumme über 60.000 Euro pro Projekt und einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren. Bei Förderlinie 2 geht es um die Anschubfinanzierung von Drittmittelanträgen (max. 15.000 Euro pro Projekt für max. 12 Monate). Hier werden in der Antragsphase Bürgerinnen und Bürger einbezogen, um gemeinsam eine Forschungsfrage zu entwickeln. Dies kann die Erfolgsausschichten bei Anträgen steigern, z. B. beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder im EU-Forschungsrahmenprogramm.

Finanziert wird der Förderfonds von der Bürgeruniversität. So sucht die HHU aktiv den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft in Forschung, Lehre sowie Wissens- und Erkenntnistransfer. In der ersten Ausschreibungsrunde im Jahr 2019 wurden beispielsweise Projekte gefördert, die einen Dialekt in Thüringen analysierten oder die Arbeitsweise der lokalen Fridays for Future-Bewegung. Mehr dazu unter https://www.buergeruni.hhu.de/schnelluebersicht/mitmachen-bei-der-buergeruniversitaet/gefoerderte-projekte/gefoerderte-projekte-in-der-forschung/2019.html

Informationen zur aktuellen Ausschreibung

Bei weiteren Fragen: Isabel Strauß, Stabsstelle Bürgeruniversität, isabel.strauss@hhu.de, Tel. 0211 81-10989

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INTRANET News Schlagzeilen Titelmeldung1 Tue, 26 May 2020 08:31:00 +0200
Zwei Publikationen zur Gerste http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/zwei-publikationen-zur-gerste.html Forscherinnen und Forscher der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), die Mitglieder des Exzellenzclusters CEPLAS sind, haben zwei Arbeiten in der Zeitschrift Plant Physiology veröffentlicht. In einer Arbeit geht es um die innere Uhr des Gerstengetreides, im zweiten um die Sproßarchitektur, die die Erträge der Gerste beeinflusst. Die „zirkadiane Uhr“ ist ein komplexer molekularer Mechanismus, mit deren Hilfe sich Organismen auf tägliche wiederkehrende Umweltveränderungen wie Sonnenaufgang und -untergang oder warme Tage und kühle Nächte einstellen.

Diese Uhr besteht aus untereinander verbundenen Regelkreisen, bei denen unterschiedliche Abschnitte des Genoms abgelesen und ausgeführt werden (Transkription). Diese regulieren sich gegenseitig sowie zahlreiche andere Zielgene. Bei Nutzpflanzen steuert die zirkadiane Uhr verschiedene, für den Ernteertrag wichtige Merkmale.

Die Komponenten und Interaktionen der zirkadianen Uhr bei Nutzpflanzen und ihre Auswirkung auf die Genexpression – also die Steuerung, welche Gene im Genom konkret ausgelesen werden und damit in Funktion treten – sind, trotz ihrer Bedeutung, wenig bekannt. Ein Team um Prof. Dr. Maria von Korff Schmising vom HHU-Institut für Pflanzengenetik hat nun die Transkriptome von einer Gerstensorte und Mutanten für bestimmte Uhrgene – bei denen die Funktion der Uhr verändert oder eingeschränkt ist – untersucht, um die Komponenten der zirkadianen Uhr und ihren Einfluss auf das globale Transkriptom der Gerste zu identifizieren.

Sie konnten zeigen, dass etwa ein Viertel aller Gerstengene durch die innere Uhr kontrolliert wird. Das basiert auf der Annahme, dass die durch die Uhr regulierten Gene oszillierende Expressionsmuster über mehrere Tage aufrechterhalten, selbst wenn die äußeren Signale (Tag/Nacht) fehlen („free-running“). Unter Tag-Nacht Bedingungen konnte jedoch die Expression dieser zirkadian-kontrollierten Gene in den Mutanten wiederhergestellt werden, was die nicht-funktionierende innere Uhr kompensiert.

Aus diesen Ergebnissen kann eine mögliche Struktur der inneren Uhr der Gerste und neue Interaktionen zwischen ihren Komponenten vorhergesagt werden. Die natürliche Variation in der zirkadianen Uhr kann möglicherweise dafür genutzt werden, um die Produktivität von Nutzpflanzen zu verbessern.

Prof. Dr. Maria von Korff Schmising und Dr. Agatha Walla (Institut für Pflanzengenetik) untersuchten in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Rüdiger Simon (HHU-Institut für Entwicklungsgenetik) die Sprossarchitektur der Gerste, die maßgebend für den Ertrag von Nutzpflanzen ist. Sie wird bestimmt durch die Entwicklung verschiedener sogenannter Sprossmeristeme, die die Anzahl der Blätter, Seitentriebe, Blüten und Körner kontrollieren. Es ist von großem Interesse, solche Gene und genetische Variation zu identifizieren, die die Entwicklung der Sprossmeristeme und damit die Anzahl an Blättern und Körnern der Pflanze beeinflussen.

In der Publikation in Plant Physiology wird das MANY NODED DWARF1 (HvMND1)-Gen als ein wichtiger Regulator der Sprossarchitektur in Gerste beschrieben. Anhand von Untersuchungen an Mutanten wurde gezeigt, dass HvMND1 den Übergang vom vegetativen Wachstum – bei dem sich die Pflanze als solche entwickelt und in die Höhe wächst – zum reproduktiven Wachstum – die Ausbildung von Blüten und Körnern – fördert. Damit ist es für das Verhältnis von Blüten und Körnern zu Blättern und Halmen mit verantwortlich. Dies geschieht, indem HvMND1 die Anweisungen für den Aufbau einer Acyl-CoA N-Acyltransferase kodiert, welche wiederum die Expression wichtiger Entwicklungsgene und mikroRNAs kontrolliert.

Das Projekt innerhalb von CEPLAS bietet neue Einblicke in die Mechanismen der Pflanzenentwicklung und deren Einfluss auf den Ertrag in der Nutzpflanze Gerste. Die gewonnenen Erkenntnisse sind sowohl für die Grundlagenforschung an Entwicklungsprozessen wichtig, als auch für die Pflanzenzüchtung zur Verbesserung des Ertrags von Getreide.

Originalpublikationen

Müller LM, Mombaerts L, Pankin A, Davis SJ, Webb AAR, Goncalves J, von Korff M (2020) Differential effects of day-night cues and the circadian clock on the barley transcriptome. Plant Physiology
DOI: 10.1104/pp.19.01411

Walla A, van Esse GW, Kirschner G, Guo G, Brünje A, Finkemeier I, Simon R, von Korff M (2020) An acyl-CoA N-acyltransferase regulates meristem phase change and plant architecture in barley. Plant Physiology
DOI: 10.1104/pp.20.00087

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Forschung News Newsticker Pressemeldungen Schlagzeilen arne.claussen@hhu.de Mon, 25 May 2020 17:22:39 +0200
Gemeinsam weitergehen http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/gemeinsam-weitergehen.html Seit einigen Wochen läuft erfolgreich das Online-Sommersemester. Sehr kurzfristig wurden alle Veranstaltungen in digitale Formate umgewandelt. Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck würdigt dies in ihrer neuen Videobotschaft. Sie zeigt, wie viel sich bewegt und dass es lohnt, optimistisch zu bleiben. Ihr großer Dank richtet sich an alle, die täglich zu einem erfolgreichen Semester beitragen. „Sei es, indem sie die Veranstaltungen mit viel Engagement durchführen, sei es, dass sie die technischen Möglichkeiten stetig erweitern. Ich danke allen, durch die im Hintergrund der gesamte Universitätsbetrieb weiterläuft. Und ich danke unseren Studierenden, dass Sie sich auf diese neuen Formate so gut einstellen“, so Anja Steinbeck.

Aus Sicherheitsgründen, und damit man verlässlich planen könne, werde es in diesem Semester für klassische Vorlesungen keinen Präsenzbetrieb geben. Denn größere Veranstaltungen seien weiterhin nicht möglich. „Nehmen wir als Beispiel einen Hörsaal mit 100 Plätzen – wenn Sie ausreichend Abstand wahren wollen, haben hier nur 15 Personen Platz.“ Es falle trotzdem nichts aus. Im Gegenteil: „Ich versichere Ihnen, dass wir alles versuchen, um faire und flexible Studienbedingungen und eine Prüfbarkeit für alle erbrachten Studienleistungen sicherzustellen“, betont die Rektorin.

Einigen gehen die Schutzmaßnahmen zu weit, anderen die Lockerungen. Die Hochschulleitung und die Taskforce Lehre bewegen sich auf einem möglichst angemessenen Mittelweg. „Mit besonnenen und bedachten Schritten. Immer das Wohlergehen aller im Blick.“ Niemand wisse derzeit, wie das Wintersemester aussehen werde. Es gäbe erste Ideen, wie insbesondere Erstsemester hin und wieder auf den Campus kommen könnten. Doch noch sei es zu früh, um hierzu belastbare Aussagen zu treffen.

Steinbeck ruft dazu auf, gemeinsam weiterzugehen und das Beste aus der Situation zu machen. „Ich wünsche uns allen, dass wir gesund bleiben und dass wir nicht so töricht sind und anfangen, neben dem Virus uns auch noch gegenseitig zu bekämpfen.“

Videobotschaft der Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zum Sommersemester 2020

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INTRANET Titelmeldung Schlagzeilen Katrin.Koster@hhu.de Mon, 25 May 2020 13:42:59 +0200
Diversity-Tag wird virtuell http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/diversity-tag-wird-virtuell.html Flagge zeigen für eine bunte Welt: Der 26. Mai 2020 ist der 8. Deutsche Diversity-Tag. Diesmal ist einiges anders als sonst. Die Koordinierungsstelle Diversity der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) erstellt ein virtuelles Programm – über das Diversity-Portal und soziale Netzwerke. Beispielsweise können Interessierte ihr Wissen spielerisch testen bei einem Quiz auf Instagram mit Fragen wie „Welches Land führte als erstes die gleichgeschlechtliche Ehe im Jahr 2001 ein?“. Auch wenn die Präsenzveranstaltungen entfallen, möchte die Koordinierungsstelle Diversity interaktive digitale Alternativen anbieten. Bereits ab dem 25. Mai starten zwei Onlineaktionen: Bundesweit zeigt die Charta der Vielfalt mit dem Hashtag #VielfaltVerbindet, wie Diversität verbindet – auch in Zeiten von Social Distancing. Zudem sind mittels einer Instagram-Story Studierende und Beschäftigte aufgefordert, die Follower an ihrem vielseitigen Studium, Arbeitsalltag oder ihrer Freizeitgestaltung teilhaben zu lassen. Die Koordinierungsstelle freut sich auf viele individuelle Beiträge aus allen Bereichen der HHU.

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INTRANET News Schlagzeilen Mon, 25 May 2020 08:51:11 +0200
Sozioökonomische Faktoren beeinflussen Lebensqualität nach einer Herzoperation http://www.uni-duesseldorf.de/home//home/nc/startseite/news-detailansicht-inkl-gb/article/soziooekonomische-faktoren-beeinflussen-lebensqualitaet-nach-einer-herzoperation.html Gemeinsam haben Psychologinnen und Psychologen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) mit Medizinerinnen und Medizinern des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) untersucht, welche Faktoren zur Lebensqualität postoperativer Herzpatienten beitragen. In der Fachzeitschrift „International Journal of Surgery“ berichten sie, dass neben somatischen Beschwerden auch sozioökonomische Faktoren eine wichtige Rolle spielen, die bei einer Nachsorge der Patienten berücksichtigt werden sollten. Kardiovaskuläre Operationen sollen die Lebensqualität von Patienten verbessern, so dass diese nach dem Eingriff im besten Fall wieder ein normales Leben führen können. Doch auch nach einem medizinisch erfolgreichen Eingriff sind manche Patienten immer noch beeinträchtigt.

Ein Forschungsteam um Dr. Nora Schaal vom Institut für Experimentelle Psychologie der HHU und um Prof. Dr. Alexander Albert von der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie des Klinikum Dortmund (ehemals Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie am UKD und Herzzentrum Lahr/Baden) hat eine großangelegte Studie mit 6.099 Patientinnen und Patienten aufgelegt, um die Faktoren für die Lebensqualität nach einer Herz-OP zu identifizieren.

Diese Patienten füllten sechs Monate nach der Operation einen sogenannten „Nottingham Health Profile“ aus. Dies ist ein international standardisierter Fragebogen zur Einschätzung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Er besteht aus 38 Fragen, die die Bereiche Energieverlust, Schmerz, emotionale Reaktion, Schlafprobleme, soziale Isolation und Mobilitätsverlust abdecken. Auch wurden sozioökonomische Daten erhoben.

Es zeigte sich, dass klassische Beschwerden der Herzpatienten wie Atemnot und Brustschmerzen die postoperative Lebensqualität besonders schwer beeinflussen, wenn bestimmte sozioökonomische Faktoren hinzukommen. Männer, jüngere Patienten, Alleinstehende und Personen ohne geregelte Arbeit zeigen ein erhöhtes Risiko, dass ihre Lebensqualität postoperativ eingeschränkt ist im Vergleich zu denen nach Alter und Geschlecht vergleichbaren Gruppen der Allgemeinbevölkerung.

Das Forschungsteam entwickelte darüber hinaus einen ersten Ansatz für ein Screening-Werkzeug. Wenn es sich in weitergehenden Prüfungen bewährt, kann es im klinischen Alltag eingesetzt werden, um solche Patienten zu identifizieren, bei denen ein hohes Risiko für eine eingeschränkte spätere Lebensqualität besteht. Erste Ergebnisse dieses Werkzeuges zeigen, dass sozioökonomischen Faktoren ebenso wie medizinischen Einschränkungen berücksichtigt werden sollten.

Dazu Prof. Albert: „Mich hat immer interessiert, wie es unseren Patienten auch Monate nach der Operation geht. Daher habe ich bereits vor 20 Jahren angefangen, systematisch Fragebögen Monate nach der Operation zu versenden. Die aktuellen Auswertungen bestätigen eindrucksvoll meine Beobachtungen, nämlich, dass Patienten unter Beschwerden, die vom Herzen oder nach einer Operation immer noch bestehen, besonders dann leiden, wenn zusätzlich noch andere seelische Probleme hinzukommen.“ Dr. Schaal ergänzt: „Diesen Menschen kann dann frühzeitig zusätzliche sekundäre Hilfe angeboten werden, neben den routinemäßigen Rehabilitationsmaßnahmen. Hier wären zum Beispiel neben intensiverer medizinischer Betreuung psychologische Unterstützungen denkbar.“

Originalpublikation

Nora K. Schaal, Alexander Assmann, Jenny Rosendahl, Wolfgang Mayer-Berger, Andrea Icks, Sebastian Ullrich, Artur Lichtenberg, Payam Akhyari, Martin Heil, Jürgen Ennker, Alexander Albert, Health-related quality of life after heart surgery – Identification of high-risk patients: A cohort study, International Journal of Surgery 76 (2020) 171–177

DOI: 10.1016/j.ijsu.2020.02.047

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Forschung News Pressemeldungen Schlagzeilen arne.claussen@hhu.de Fri, 22 May 2020 12:16:34 +0200