17.06.2020 13:33

„Brückenland Kilikien“

Virtuelle Ausstellung der Münzsammlung

Von: Victoria Meinschäfer

Das Institut für Geschichte und das damit verbundene Digitale Münzkabinett der Heinrich-Heine-Universität laden zum Besuch der Online-Ausstellung „Brückenland Kilikien“ ein. Kilikien ist eine antike Landschaft auf dem Gebiet der heutigen Türkei, die ein Bindeglied zwischen dem antiken Kleinasien und dem syrischen Kulturraum ist. Insbesondere auf einer religiösen Ebene von Gottheiten und ihren Kulten lassen sich enge (Kultur)Kontakte nachweisen, die sich auf den zahlreichen dort geprägten Münzen spiegeln.

Bronzemünze der Stadt Diokaisareia in Kilikien (HHU, Inv. Ls3539.27.04), Foto: Sebastian Lindermann. Zu sehen sind die römischen Kaiser Marcus Aurelius und Lucius Verus, die sich die Hand reichen; die griechische Aufschrift OMONOIA („Eintracht“) unterstützt die zeitlose Bildaussage. Meist zeigten die Münzrückseiten lokal relevante Themen, hier haben sich die Stadtväter darauf verständigt, Bezug auf die politischen Verhältnisse im fernen Rom zu nehmen. Die ohnehin enge Bindung ans römische Kaiserhaus, die sich schon im Namen der Stadt („-kaisareia“) findet, wird durch diese Motivwahl noch verstärkt.

Gemeinsam mit ihren Studierenden hat Kustodin Dr. Katharina Martin sich auf die Suche nach Kultur-Begegnungen und historischen Austauschprozessen gemacht. In ihrer Schau bringen sie Münzbilder zum Sprechen. So erfahren die Besucher etwas über diese alte Kulturlandschaft, über antike Münzen als Zahlungsmittel und wie diese mit ihren Bildern Geschichte(n) erzählen können. Ausgangspunkt aller Recherchen waren dabei die 93 kilikischen Objekte aus der etwa 8.000 Münzen umfassenden Sammlung der HHU.

Die Schau ist zu sehen unter https://www3.hhu.de/muenzkatalog/ikmk/eMuseum?exhibition_id=92

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