13.05.2020 12:13

Bibliothek digital

Viel Service im Netz, schrittweise vor Ort

Von: Redaktion/Katrin Koster

Jetzt ist alles digital, oder? Für eine Bibliothek gilt das nur teilweise. So auch für die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) am Campus der Heinrich-Heine-Universität. Kommen doch normalerweise mehrere tausend Menschen täglich in das Gebäude. Seit dem 4. Mai ist es wieder geöffnet – mit besonderen Auflagen. Viele digitale Services tragen dazu bei, dass das Sommersemester reibungslos läuft.

Bis zum 3. Mai war die Universitäts- und Landesbibliothek geschlossen. Neben der schrittweisen Öffnung gibt es viele hilfreiche Angebote. (Foto: ULB/Agnes Lucas)

„Als erste Zentrale Einrichtung haben unsere Zentralbibliothek und die Fachbibliothek Rechtswissenschaft nun wieder geöffnet. Wir beachten alle Infektionsschutz-Auflagen, haben ein Hygienekonzept und unsere Beschäftigten entsprechend geschult“, hebt die Leitende Direktorin Kathrin Kessen hervor. Als am 14. März die ULB ihre Türen schloss, hieß das nicht, dass die Beschäftigten endlich Muße zum Bücherlesen hatten. „Es kamen extrem viele Anfragen über E-Mail, die digitale Auskunft und per Telefon, vor allem nach digitalen Angeboten“, berichtet Kessen. Auch wenn es zahlreiche E-Books, E-Journals und Fachdatenbanken bereits gab, wurde dieses Angebot weiter verstärkt. Beispielsweise ist nun die E-Lehrbuchsammlung aufgestockt.

Bereits seit dem 26. März gibt es den Campuslieferdienst: Für Forschung und Lehre bestellen Angehörige der HHU darüber kostenfrei Scans von Aufsätzen und Buchkapiteln aus Printmedien, die sich im Bestand der Bibliothek befinden. Zudem können Lehrende nach wie vor Elektronische Semesterapparate anlegen lassen. Etwa, indem sie Buchkapitel oder Zeitschriftenartikel selbst hochladen oder sich von der ULB Texte digitalisieren und einstellen lassen. Im Aufbau ist ein Campuslieferdienst für jene, die demnächst ihr Examen machen, denn nicht alle Standorte werden schnell genug wieder öffnen können.

Digitale Lehr- und Beratungsangebote

Präsenzformate werden im gesamten Sommersemester digital umgesetzt. Für Lehrinhalte, die curricular in einzelnen Studiengängen verankert sind, werden in Abstimmung mit den Instituten digitale Module und E-Tests entwickelt. Und bestehende E-Learning-Angebote wurden entsprechend optimiert.

Für Studierende, die noch nicht wissen, wie sie die digitalen Services am besten nutzen, wurde ein Online-Kit mit den wichtigsten Informationen erstellt. Es beantwortet auch die Frage, wie man all das von zuhause erreicht. Ein ULB-Kompass bietet E-Learning-Module: Sie vermitteln beispielsweise Feinheiten zur Recherche, was Suchergebnisse verbessert und für Hausarbeiten sehr hilfreich ist. Zudem gibt es Chat-Sprechstunden zur Literaturverwaltung und Recherche. Genauso für die gefragte Unterstützung bei Hausarbeiten, die sonst in Seminaren angeboten wird.

Ein Tipp für Lehrende: Sie können die bestehenden E-Learning-Angebote zur Informationskompetenz in ihre Lehrveranstaltungen integrieren. Lehreinheiten werden mit den Fachreferentinnen und Fachreferenten individuell abgestimmt. Sie kennen die passenden Tools zum Einbinden von Tutorials der ULB.

Schritt für Schritt werden viele Angebote erweitert. So sollen die Scanner bald wieder zugänglich sein, damit auch mit nicht ausleihbaren Beständen gearbeitet werden kann. Und wann öffnet der Lernraum mit den Arbeitsplätzen in der Bibliothek? „Das richtet sich danach, welche Erfahrungen wir in den nächsten Tagen machen und nach der gesamten Entwicklung auf dem Campus. Auch hier gibt es Auflagen wie die 1,5-Meter-Abstände an Lese- und Arbeitsplätzen“, sagt Kathrin Kessen.

Einen guten Überblick über den laufenden Prozess vermittelt die Homepage der ULB, dort ist auch ein FAQ zu den geöffneten Bereichen zu finden.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenStabsstelle Presse und Kommunikation