11.06.18 14:36

Rohbau des Medizinischen Forschungszentrums I steht:

Richtfest für neues Forschungszentrum der Medizin

Von: Susanne Dopheide

11.06.2018 – Gut ein Jahr nach der Grundsteinlegung feiern Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf Richtfest für das Medizinische Forschungszentrum I. Im Jahr 2020 werden in dem Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft zur Medizinisch-Neurologisch-Radiologischen-Klinik (MNR-Klinik) des Universitätsklinikums Düsseldorf 14 forschende Einrichtungen auf 8.500 qm Nutzfläche ihre Tätigkeit aufnehmen.

Richtfest für das Medizinische Forschungszentrum I ein Jahr nach der Grundsteinlegung: (v.l.)Prof. Dr. Benedikt Pannen, Stv. Ärztlicher Direktor, Prof. Dr. Nikolaj Klöcker, Dekan, Torsten Rantzsch, Pflegedirektor UKD, Poliere Jörg Krieger und Wilfried Evers, verantwortlich für den Richtspruch, Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, Ekkehard Zimmer, Stv. Vorstandsvorsitzender des UKD

Das Gebäude wird durch das Medizinische Modernisierungsprogramm (MedMoP) der Landesregierung finanziert. Im Rahmen dieses Förderprogramms für Baumaßnahmen an Universitätskliniken investiert das Land 338 Mio Euro in den Standort Düsseldorf. Die Baukosten und die Ersteinrichtung für das Medizinische Forschungszentrum I betragen 80 Mio Euro. Etwa 400 Menschen können dort nach der für Anfang 2020 geplanten Fertigstellung arbeiten. In seinem Grußwort betonte der Staatssekretär des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, Dr. Jan Heinisch, die Bedeutung einer leistungsstarken Infrastruktur für die Forschung und Krankenversorgung: "Spitzenforschung und -Versorgung benötigen eine angemessene Ausstattung und Infrastruktur. Denn was nützen die besten Köpfe und Talente, wenn nicht adäquate Räume für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Ideen zur Verfügung stehen."

Mit den MedMoP-Mitteln ermöglicht das Land NRW Investitionsmaßnahmen, die eine "hochmoderne und patientenorientierte Krankenversorgung sowie die Stärkung der Forschungsinfrastruktur sicherstellen". An allen Universitätskliniken in NRW befinden sich Gebäude, die seit dreißig Jahren und länger in Betrieb sind und heutigen Standards an die Infrastruktur der Hochschulmedizin nicht mehr genügen. Das gilt insbesondere für Großbauten der siebziger und achtziger Jahre. Das Medizinische Forschungszentrum I wird die Flächen ersetzen, die durch die PCB-Belastung der Gebäude auf dem Campus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) langfristig nicht mehr genutzt werden können. Fast die Hälfte der Fläche (4.200 qm) des Forschungszentrums werden Labore neuesten Standards einnehmen.

Das neue Gebäude ist aber mehr als nur Ersatz. Prof. Dr. Nikolaj Klöcker, Dekan der Medizinischen Fakultät, erwartet durch die Zusammenlegung der Forschungsbereiche Entwicklungsimpulse: "Das neue Forschungszentrum wird für die medizinische Forschung ein Gewinn sein. Die räumliche Konzentration der Fächer und die unmittelbare Nachbarschaft zu den Kliniken kann man ohne Übertreibung als ideale Voraussetzungen für die Arbeit unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezeichnen."

Als zukunftsweisenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Universitätsmedizin sieht Ekkehard Zimmer, Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des Universitätsklinikums Düsseldorf, den Neubau: "Die Modernisierung des UKD, mitsamt der Einrichtungen für die Forschung, ist von höchster Priorität. Mit diesem Gebäude können wir kurze Wege für das Zusammenwirken von klinischer und wissenschaftlicher Tätigkeit in perfekter Weise umsetzen. Es ist eine wichtige Etappe für die dringend notwendige Modernisierung unseres Hochleistungsstandorts."

Der Neubau ist bereits das zweite Zentrum, in das Einrichtungen der Medizinischen Fakultät der HHU einziehen werden, die bislang auf dem Campus der Universität untergebracht sind. Bereits im Oktober 2016 war mit dem Bau des Medizinischen Forschungszentrums II an der Moorenstraße begonnen worden. Es ist mit 4.400 Quadratmetern ungefähr halb so groß wie das Forschungszentrum I und bietet Platz für theoretische oder computerbezogene Forschung sowie Seminarräume. Die Rohbauarbeiten an dem Gebäude sind bereits beendet, es wird im Frühjahr 2019 in Betrieb gehen.

Hintergrund:

Forschungseinrichtungen im Medizinischen Forschungszentrum I

  • Klinik für Anästhesiologie
  • Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie
  • Klinik für Dermatologie
  • Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Institut für Humangenetik
  • Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie
  • Institut für Molekulare Medizin III
  • Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Labor für umwelthygienische Diagnostik (LUHA)
  • Klinik für Nephrologie
  • Institut für klinische Neurowissenschaften und Medizinische Psychologie (IKN)
  • Institut für Statistik in der Medizin
  • Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
  • Klinik für Urologie
  • Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie und Aufnahme

 

Kontakt: Susanne Dopheide, Wissenschaftskommunikation, Dekanat der Medizinischen Fakultät, Tel.: 0211 / 81-04173, susanne.dopheide(at)med.uni-duesseldorf.de

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