28.03.19 09:58

Beauftragter für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung

Prof. Dr. Matthias Franz verabschiedet

Von: Redaktion

Nach mehr als 20 Jahren wurde Prof. Dr. Matthias Franz als Beauftragter für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung in einer Feierstunde von seinem Team, mehreren Studierenden und langjährigen Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter verabschiedet. Nach reiflicher Überlegung und gründlichem Abwägen sei es an der Zeit, das Ehrenamt in neue Hände zu geben, begründete er seinen Abschied.

Prof. Dr. Matthias Franz wurde nach zwanzig Jahren als Beauftragter für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung herzlich verabschiedet, Foto: Angelika Wuttke

Ilknur Aykurt, sehbehinderte Absolventin der juristischen Fakultät, ließ in ihrer Rede noch einmal ihre Erfahrungen Revue passieren und dankte Prof. Franz im Namen aller Studierenden für seine Unterstützung. Über die lange Zeit hinweg habe Prof. Franz die inhaltliche Gestaltung einer inklusiven Hochschule entscheidend vorangetrieben und sich der Kernthemen "Chancengleichheit" und "Barrierefreiheit" angenommen. Aus sehr bescheidenen Anfängen konnten zahlreiche professionelle und persönliche Beratungs- und Betreuungsangebote entwickelt werden, die von vielen Studierenden zum Teil über mehrere Jahre hinweg in Anspruch genommen werden.

Im universitären Alltag übernahm Prof. Franz eine zentrale Rolle, wenn es darum ging, die rechtlichen Grundlagen und Voraussetzungen zum Nachteilsausgleich für die Prüfungsausschüsse zu prüfen. In seiner Funktion hatte Prof. Franz in Zusammenarbeit mit dem Hochschulrat, dem Rektorat, dem Senat, den verschiedenen Dezernaten und Arbeitskreisen organisatorische und bauliche Standards erarbeitet, die es den Studierenden mit Behinderung oder chronischer Erkrankung zunehmend besser ermöglichen, ihr Studium ohne Barrieren zu absolvieren.

Annette Verbocket, Leiterin der Beratungsstelle des Beauftragten für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, und Prorektor Prof. Dr. Klaus Pfeffer würdigten den Einsatz von Prof. Franz und dankten auch im Namen des Rektorats für die engagierte und erfolgreiche Zusammenarbeit. Prof. Franz bedankte sich seinerseits für die lange und gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Für die Zukunft wünsche er für die Studierenden einen weiteren Ausbau barrierefreier Zugänge, insbesondere in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und im Geb. 28.02, die Weiterentwicklung der Beratungsstelle des Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung zur Clearingstelle und eine noch stärkere Berücksichtigung von Behinderung oder chronischen Erkrankungen in der Qualifizierung der Lehrenden. „Die obligatorische aktive Thematisierung eventueller Bedarfslagen und Angebote zur Unterstützung durch alle Lehrenden in jeder ersten Lehrstunde in jedem Semester, noch mehr Sensibilität in unseren Lehrveranstaltungen wäre gelebte public compassion – Empathie aller für alle. Zur Heinrich- Heine-Universität gehört es auch Gesicht und Herz zu zeigen, um das menschliche Antlitz unserer Universität noch deutlicher sichtbar zu machen.“

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenStabsstelle Presse und Kommunikation