04.10.18 16:03

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Prof. Dr. Gunnar Schröder zum W2-Professor für rechnergestützte Strukturbiologie ernannt

Von: Carolin Marie Schneider

Am 27. September 2018 ernannte Prof. Dr. Peter Westhoff, Prorektor für Forschung und Transfer, Prof. Dr. Gunnar Schröder zum W2-Professor für rechnergestützte Strukturbiologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Prof. Schröder leitet zugleich eine Arbeitsgruppe am Forschungszentrum Jülich.

Gunnar Schröder wurde am 27. September 2018 zum W2-Professor für rechnergestützte Strukturbiologie an der HHU ernannt. (Foto: HHU / Jochen Müller)

Der Biophysiker studierte von 1995 bis 2001 Physik an den Universitäten Göttingen und Caen in Frankreich. Anschließend promovierte er 2004 am Max-Planck-Institut für biophysikalische Physik in Göttingen, wo er danach ein weiteres Jahr als Post-Doktorand weiterforschte. Es folgte ein weiterer Post-Doktorandenaufenthalt an der Stanford Universität in USA, dort in der Abteilung für Strukturbiologie. 2009 kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitet seitdem als Gruppenleiter am Forschungszentrum Jülich in der Abteilung „Computational Structural Biology“. Mit Wirkung zum 1. Oktober wird er zum W2-Professor in der Physik der HHU ernannt.

In Jülich forscht Prof. Schröder an der Bestimmung der dreidimensionalen Strukturen von Proteinen mit Hilfe der Kryo-Elektronenmikroskopie. Seine Arbeitsgruppe befasst sich dabei vorrangig mit sogenannten amyloiden Proteinen, die häufig bei neurodegenerativen Erkrankungen, wie beispielsweise der Alzheimer-Demenz, eine entscheidende Rolle spielen. Ziel ist es unter anderem, die atomaren Strukturen der Ablagerungen im Gehirn von Patienten zu untersuchen, da diese zum Verständnis der molekularen Mechanismen dieser Erkrankungen beitragen und als Grundlage für die Entwicklung neuer Wirkstoffe dienen können. Beispielhaft für seine Forschungen ist eine Veröffentlichung in der Zeitschrift Science aus dem Jahr 2017 (undefinedzur Pressemitteilung), in der über die bisher am höchsten aufgelöste Darstellung von Alzheimer-Fibrillen berichtet wird.

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