04.04.19 15:53

Publikation in Stem Cell Research and Therapy

MSCs aus iPS-Zellen von älteren Personen erlangen eine Verjüngungs-Signatur

Von: Adjaye, J., Wruck, W., Redaktion

Die Nutzung primärer mesenchymaler Stammzellen (MSCs) ist mit einigen alterungsbedingten Einschränkungen, wie etwa begrenzter Expansionsfähigkeit (Fähigkeit zur Vermehrung) und früher Alterung, die auch mit funktionellen Verlusten einhergeht (Seneszenz) assoziiert. Spitzhorn et al. konnten in ihrer Publikation in Stem Cell Research and Therapy zeigen, dass jedoch MSCs, die aus humanen induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) gewonnen werden, eine klinisch relevante Quelle von MSCs sind, die alterungsbedingte Limitierungen umgehen.

Graphische Darstellung des Prozesses

Die Ergebnisse, über die in dem o.g. Beitrag berichtet wird, werden unterstützt durch eine erfolgreiche undefinedklinische Studie, die durch Cynata Therapeutics und dem National Health Service- UK durch geführt wurde. Sie zeigt sich u.a. in einer erfolgreichen klinischen Studie der Phase 1 für die Behandlung von Graft-versus-host-Reaktion, eine Phase 2 Studie ist für 2019 geplant.

Eine gemeinschaftliche Studie unter der Leitung des Instituts für Stammzellforschung und Regenerative Medizin (Prof. Dr. James Adjaye) untersuchte nun die Erlangung von Merkmalen der iMSCx. Beteiligt waren die Abteilung der Pädiatrischen Stammzelltherapie aus der Klinik für Kinder-Onkologie, -Haematologie und -klinische-Immunologie (Prof. Dr. Roland Meisel) des Universitätsklinikums Düsseldorf, das Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika (PD Dr. Rüdiger Sorg), Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie die Knochen- und Gelenk-Forschungsgruppe des Zentrums für menschliche Entwicklung, Stammzellen und Regeneration der Universität Southampton (Prof. Dr. Richard Oreffo). Die Arbeit wurde aktuell im Fachmagazin Stem Cell Research and Therapy publiziert. https://stemcellres.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13287-019-1209-x

Dafür hat das Team die zellulären Eigenschaften sowie Transkriptom- und Sekretomdaten von iMSCs aus embryonalen Stammzellen (ESCs-H1) und iPS-Zellen, entweder von fötalen MSCs oder MSCs von alten Spendern, analysiert. Unabhängig von der Quelle, aus der die iMSCs stammten, zeigten sie typische MSC-Charakteristika und Dendrogramm Analysen zeigten, dass sie eine Gruppe mit den primären MSCs bildeten, die unabhängig von den pluripotenten Stammzellen war.

Unabhängig vom Spenderalter und initialem Zelltyp, haben iMSCs eine 50 Gene umfassende Verjüngungs-Signatur angenommen, die ebenfalls von pluripotenten Stammzellen, jedoch nicht von den primären MSCs exprimiert wird.

iMSCs haben zudem ein Sekretom ähnlich zu dem von primären MSCs gezeigt. Ihre Fähigkeit der parakrinen Wirkungsweise in der Zellumgebung ist für die regenerative Medizin von großem Interesse.

Das iMSC Konzept könnte es möglich machen, die Hürden, die mit der Verwendung von adulten MSCs assoziiert sind, zu überwinden und stellt somit einen vielversprechenden Ansatz für den zukünftigen Einsatz in verschiedenen klinischen Szenarien dar.

Publikation: Spitzhorn LS, Megges M, Wruck W, Rahman MS, Otte J, Degistirici Ö, Meisel R, Sorg RV, Oreffo ROC, Adjaye J. Human iPSC-derived MSCs (iMSCs) from aged individuals acquire a rejuvenation signature. Stem Cell Res Ther. 2019 Mar 18;10(1):100. doi: 10.1186/s13287-019-1209-x. PubMed PMID: 30885246.

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