06.03.19 15:22

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

MINT-Lehrerfortbildung an der HHU

Von: Carolin Grape

Am 14. März 2019 bietet die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) zum siebten Mal eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer und der Informatik (MINT-Fächer) an.

Prof. Dr. Petra Bauer, Institut für Botanik, präsentierte im Jahr 2017 Labortechniken in der Biologie. (Foto: Uli Oberländer)

Einen ganzen Tag lang informieren Professorinnen und Professoren aus den Bereichen Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik anhand von Vorträgen zu aktuellen Forschungsthemen und führen durch die Fach- und Schülerlabore der Universität. Infoveranstaltungen zu Berufsmöglichkeiten und Schüler-Wettbewerben im MINT-Bereich, sowie Informationen zu den Beratungsangeboten für Schüler/-innen an der Heinrich-Heine-Universität ergänzen das Vortragsangebot. Darüber hinaus geht es auch darum, welche Perspektiven ein Studium der MINT-Fächer bietet und welche Berufsfelder sich für Absolventen eröffnen.

Bereits seit 2013 lädt die HHU zusammen mit der Bezirksregierung Düsseldorf und der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf Lehrerinnen und Lehrer an die Universität ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren aus erster Hand, wie sich die Wissenschaft in ihren Fächern weiterentwickelt. Mit den Akteuren der Forschung können sie diskutieren, welche Implikationen diese neuen Erkenntnisse auch für den Unterricht haben und wie diese an der Schule vermittelt werden können.

Zu den Themen dieses Jahres zählt unter anderem die „Gen-Schere CRISPR/Cas“: PD Dr. Yvonne Stahl stellt diese erst vor wenigen Jahren entwickelte Methode vor, die die biologische Forschung revolutioniert hat, macht sie doch gezielte genetische Veränderungen einfach möglich. Dies hat Auswirkungen sowohl auf die Grundlagenforschung als auch für die grüne Biotechnologie bis hin zur Gentherapie.

Über die „Molekulare Evolution“ spricht der Biologe Prof. Dr. William F. Martin: Gene sind nicht unveränderlich, sie befinden sich seit dem Beginn des Lebens im ständigen Wandel durch den so unberechenbaren wie unaufhaltsamen Prozess der Mutation. Mutation erfordert Zeit. Je mehr Zeit vergangen ist, seit dem sich zwei Arten während der Evolution getrennt haben, umso mehr Mutationen sammeln sich jeweils in ihren Chromosomen an. Jedoch bleibt ein Grundprinzip gewahrt: Umso enger verwandt zwei Organismen miteinander sind, umso ähnlicher sind ihre Gensequenzen. Aber viel wichtiger ist der Umkehrschluss – umso ähnlicher die Gensequenzen sind, umso enger verwandt sind die Organismen. Daher ist es möglich, mit Hilfe leistungsfähiger Rechner aus Gensequenzen Stammbäume der Organismen zu konstruieren.

Jun.-Prof. Dr. Dorothea Baumeister stellt den Mikrocontroller Calliope Mini vor, der speziell für den Einsatz in Schulen konzipiert wurde. Um die Möglichkeiten des Mikrocontrollers kennen zu lernen, soll in Kleingruppen ein kleines Projekt auf  dem Calliope Mini mit grafischer Programmierung realisiert werden. Solche Projekte sind gerade für den Einstieg in die Programmierung sehr gut geeignet, da ohne viele Vorkenntnisse schnell sichtbare Erfolge erzielt werden können.

Mit dem Physiker Prof. Dr. Axel Görlitz begibt man sich auf die Suche nach Leben im All und erfährt, wie grundlegende mechanische und optische Prinzipien helfen, extrasolare Planeten zu entdecken. In den letzten Jahren wurden mit verschiedenen Techniken mehrere Tausend extrasolare Planeten in der Milchstraße entdeckt. Inzwischen ist es technisch auch möglich, nicht nur zu zeigen, dass ein Stern von einem extrasolaren Planeten umkreist wird, sondern auch die Existenz einer Atmosphäre nachzuweisen und deren Zusammensetzung zu bestimmen. Auch wenn die Untersuchung extrasolarer Planeten nur mit modernster Technik möglich ist, so lassen sich die Untersuchungsmethoden doch mittels einfacher physikalischer Prinzipien aus der Mechanik und Optik erklären.

Ziel der vom Studierendenservice der HHU organisierten eintägigen Fortbildung ist es, Schulen, Hochschulen und Wirtschaft zusammen zu bringen. Lehrkräfte bauen persönliche Kontakte zu Düsseldorfer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf, die auch für die weitere Arbeit in der Schule hilfreich sind. Durch den Austausch von neuen Ideen, Konzepten und Erfahrungen sollen mehr junge Menschen für mathematisch-naturwissenschaftliche Studienfächer begeistert und so auch dem Fachkräftemangel in den entsprechenden Berufsfeldern begegnet werden.

Jetzt anmelden, noch Plätze frei!

Die Teilnahme an der Fortbildung ist kostenlos, noch sind einige Plätze frei. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer aus Nordrhein-Westfalen können sich bis zum 10. März 2019 unter der Internetadresse

www.hhu.de/lehrerfortbildung  

für die Veranstaltung anmelden und dort das ausführliche Veranstaltungsprogramm abrufen.

 

Kontakt:
E-Mail: lehrerfortbildung@hhu.de

Nina Kep M.A.
Tel.: 0211 / 81 - 10161

Kathrin Wegner M.Sc.
Tel.: 0211 / 81 - 10373

Günay Muradova M.A.
Tel.: 0211 / 81 - 10719

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