29.10.18 14:37

Manchot Graduiertenschulen „Molecules of Infection”

Karrierewege für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler

Von: Arne Claussen

In der international besetzten Manchot Graduiertenschule „Molecules of Infection“ (MOI) forschen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) zu unterschiedlichen Aspekten der Infektionsforschung. Die Graduiertenschule befindet sich bereits in der dritten Förderperiode; zwei Generationen von Promovenden und Promovendinnen haben sie erfolgreich durchlaufen. Die ehemaligen und aktuellen MOI-Mitglieder waren nun zu einem Alumniworkshop eingeladen, bei dem sie wertvolle Tipps für erfolgreiche berufliche Karrieren erhielten und austauschten.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Alumniworkshops der MOI-Graduiertenschule am 26. Oktober 2018 in Schloss Mickeln. (Foto: HHU / Jochen Müller)

„Die Promovierten, die unsere Graduiertenschule verlassen, sind fachlich hervorragend qualifiziert und interdisziplinär aufgestellt“, betont MOI-Sprecher Prof. Dr. Johannes Hegemann. „Doch sie benötigen neben ihren wissenschaftlichen Kompetenzen auch weitere Fähigkeiten“. Solche ‚Soft Skills‘ beziehungsweise Transferable Skills‘ werden daher bereits im Rahmen des umfangreichen Curriculums von MOI vermittelt. „Darüber hinaus gewinnt der Aufbau eines wissenschaftlichen sowie beruflichen Netzwerkes in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Das MOI-Alumni-Meeting ist daher ein wichtiger Baustein in unserem strukturierten Graduiertenprogramm und dient vor allem der Vernetzung“, so Prof. Hegemann weiter. „Hierbei schafft ein Alumnitreffen von Absolventinnen und Absolventen der ersten und zweiten MOI-Generation mit den aktuell Promovierenden der dritten Generation und allen Projektleitern einen Spannungsbogen, von dem alle profitieren. Die Mitglieder der MOI-Graduiertenschule und die Universität danken der Manchot Stiftung sehr für deren kontinuierliche Förderung.“

Nach einem ersten MOI-Alumni-Meeting im Jahr 2015 fand am 26. Oktober auf Schloss Mickeln das zweite Treffen statt. In diesem Alumniworkshop ging es, neben der Vernetzung, insbesondere um Selbstpräsentation und um Prioritätenmanagement. Unter Anleitung eines professionellen Moderators und Trainers diskutierten die Teilnehmer außerdem, wie berufliche Netzwerke wie zum Beispiel LinkedIn oder Xing optimal für die Karriereplanung eingesetzt werden können.

„Die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler lernen während ihrer Promotion, ihre Forschungsthemen auf nationalen und internationalen Konferenzen vor ihren Fachkollegen und -kolleginnen vorzustellen“, so Prof. Dr. Klaus Pfeffer, stellvertretender Sprecher von MOI. „Doch gerade für die Bewerbungen nach der Promotion, egal ob für Jobs in der Wirtschaft oder an einem anderen Forschungsinstitut, müssen zusätzlich zum Fachwissen und zur wissenschaftlicher Integrität weitere Fähigkeiten erworben werden. Vor allem muss man wissen, wie man sich selbst und seine Fähigkeiten gekonnt vorstellen und sich optimal präsentieren kann.“

Dies trainierten insgesamt 32 Alumni und Promovierende der MOI Graduiertenschule in Diskussionsformaten und praktischen Übungen – teilweise vor der Kamera – sehr intensiv und kreativ. Darüber hinaus vernetzten sie sich während des Workshops untereinander: So entstehen berufliche Netzwerke, die für die weitere Karriere von großer Bedeutung sind.

Den Abschluss des Workshops bildete ein kommunikativer Rahmen, bei dem auch Prorektor Prof. Dr. Peter Westhoff,  der HHU-Ehrensenator und Vorsitzenden der Manchot Stiftung Thomas Manchot sowie der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung Thomas Kramer dabei waren. Ihre Teilnahme dokumentiert das besondere Interesse der Manchot-Stiftung an der weiteren Entwicklung der geförderten ehemaligen MOI-Doktoranden und Doktorandinnen und die Verbundenheit zur HHU. „Es ist überaus interessant zu sehen, welche unterschiedlichen Richtungen die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach ihrer Promotion eingeschlagen haben und wir freuen uns sehr, mit unseren Stipendien und unserer Förderung junger Talente den Grundstein für diese Karrieren gelegt zu haben“, so Thomas Manchot.

Manchot Graduiertenschulen „Molecules of Infection“

Bereits seit 2009 fördert die Jürgen Manchot Stiftung die Graduiertenschule MOI. Sie bietet ihren Mitgliedern ein dreieinhalbjähriges Stipendium, ein breites Forschungsspektrum und ein strukturiertes Graduiertenausbildungsprogramm. Ihre Mitglieder – Stipendiatinnen und Stipendiaten und assoziierte Kollegiatinnen und Kollegiaten – sind in ein umfangreiches, englischsprachiges Curriculum eingebunden, wozu Fachvorlesungen, Seminare, Symposien und ein Weiterbildungsprogramm gehören. Darin werden insbesondere auch berufsrelevante Soft Skills und Transferable Skills vermittelt.

Die MOI-Mitglieder forschen an verschiedenen Instituten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und der Medizinischen Fakultät. Sie arbeiten an einem breiten Spektrum biologischer wie medizinischer Fragestellungen aus der Infektionsforschung mit dem übergeordneten Ziel der Entschlüsselung komplexer Wirt-Erreger-Interaktionen.

Die Graduiertenschule wird von ihrem Sprecher Prof. Dr. Johannes Hegemann (Institut für Funktionelle Genomforschung der Mikroorganismen) und dem stellvertretender Sprecher Prof. Dr. Klaus Pfeffer (Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene) geleitet. Ein internationaler wissenschaftlicher Beirat unterstützt die Arbeit und strategische Ausrichtung.

Weitere Informationen: undefinedWebseiten der MOI

Jürgen Manchot Stiftung

Die Jürgen Manchot Stiftung hat ihren Sitz in Düsseldorf. Vorsitzender des Kuratoriums ist Thomas Manchot, Ehrensenator der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die Stiftung fördert seit 2009 die Manchot Graduiertenschulen „Molecules of Infection“. Im Oktober 2016 begann die dritte Förderrunde (MOI III).

 

 

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