09.07.2020 09:08

Abschied von der KHG

Jürgen Hünten verlässt nach 14 Jahren die Katholische Hochschulgemeinde

Von: Victoria Meinschäfer

Ende August verlässt Hochschulpfarrrer Jürgen Hünten nach 14 Jahren die Katholische Hochschulgemeinde Düsseldorf (KHG). Hünten übernimmt eine Stelle als leitender Pfarrer im Kölner Westen. Mit ihm beenden auch Gemeindereferent Peter Stamm und Pastoraleferentin Jessica Weiß ihre Arbeit in der KHG, die dann ab dem 1. September von Pfarrer Stefan Wisskirchen geleitet werden wird. Die Stelle des Pastoralreferenten übernimmt Nils Wiese.

Hochschulpfarrer Jürgen Hünten (rechts) verlässt die KHG. Mit ihm gehen auch Pastoralreferent Peter Stamm (Bildmitte) und Gemeindereferentin Jessica Klein, Foto: Lukas Stein

„Menschen an einem Wendepunkt begleiten“, so schildert Hünten seine Arbeit als Hochschulpfarrer, der nicht nur für die Universität, sondern auch für die anderen Düsseldorfer Hochschulen zuständig war. Auf rund 250 schätzt er die Zahl seiner Gemeindemitglieder, immer ist es klar, dass es nur Mitglieder auf Zeit sind. Das macht die Arbeit spannend und hält jung „jedes Wintersemester haben wir die Gemeinde wieder neu erfunden“, so Hünten. Er hat es stets als Privileg begriffen, mit jungen, denkenden Menschen Gott zu suchen, hat zudem viele Taufen, Hochzeiten gefeiert. Mit rund 60 regelmäßigen Besucher waren seine Sonntagsgottesdienste stets gut nachgefragt, „immer um 19 Uhr, das ist für die Studierenden eine gute Zeit.“ Danach gab es immer eine Veranstaltung, die Einladung, nach eine Zeit lang in den Gemeinderäumen an der Merowingerstraße zu bleiben. „Bologna und den Wechsel von G9 zu G8“, nennt Hünten als prägende Veränderungen in den 14 Jahren: „Die Studierenden wurden immer jünger und wir mussten ihnen eine Heimat bieten, sie beim endgültigen Erwachsenwerden begleiten.“ Dabei war es ihm immer wichtig, das Profil der KHG klar zu transportieren: „Wir sind ein Anbieter für religiöses Leben auf dem Campus.“ Ein Anbieter unter einigen -  die Zusammenarbeit nicht nur mit den evangelischen Kolleginnen und Kollegen, sondern auch mit der jüdischen und der muslimischen Hochschulgruppe, war immer eng.
Hünten hat stets auch den Anschluss an die Wissenschaft, den akademischen Diskurs gesucht. So hat er Veranstaltungen innerhalb des Studiums Universale angeboten oder zu Diskussionsabenden mit Wissenschaftlern verschiedener Fakultäten eingeladen.

 

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