21.09.18 17:10

„Die Sprache der Objekte“ wird erforscht

Insgesamt rund 940.000 Euro für kunsthistorisches Forschungsprojekt

Von: Victoria Meinschäfer

Mit 456.000 Euro wird das BMBF-Verbundprojekt „Bürgerlicher Aufstieg im Spiegel der Objektkultur des 18. Jahrhunderts“ von Dr. Julia Trinkert (Institut für Kunstgeschichte) in zwei Teilprojekten an der HHU gefördert. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Ausschreibung 'Die Sprache der Objekte', die vom Bundesministerium für Wissenschaft und Bildung mit rund 940.000 Euro gefördert wird. Auch die Gesamtprojektleitung hat die Düsseldorfer Kunsthistorikerin.

Dr. Julia Trinkert leitet das Forschungsprojekt, Foto: Nina Grützmacher

Hierbei untersucht ein Forschungsverbund von Heinrich-Heine-Universität, der Hochschule Fresenius – AMD Akademie Mode & Design Berlin, dem Deutschen Textilmuseum Krefeld, des Museums Burg Linn und des Hetjens – Deutsches Keramikmuseum in den nächsten Jahren Objekte und deren identitätsstiftende und selbstvergewissernde Bedeutungszuschreibungen im 18. Jahrhundert. Ein Beispiel sind etwa Stadtpalais und ihre Raumausstattungen, Porträts, Möbel, Seidengewebe oder Trinkgeschirre aus Porzellan.

Insgesamt läuft das Forschungsvorhaben über vier Jahre. Nach der einjährigen Vorlaufphase, die der Erschließung der projektrelevanten Sammlungen und ihrer Digitalisierung dient, werden die Wissenschaftler über drei Jahre arbeiten. Als Abschluss ist eine Ausstellung in allen drei beteiligten Städten 2023 geplant.

Die Kunsthistoriker, Historiker und Textilwissenschaftler untersuchen u.a., wie sich spezifische Repräsentationsstrategien sozialer Aufsteiger und ihre Investitionen in soziales Kapital durch ästhetische Ökonomie als Besonderheit nachweisen lassen.

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