24.06.2020 10:40

Erfolgreiche Maßnahme

Hilfe für Lehrende kommt an

Von: Katrin Koster

Auch bei geöffneten KiTas und Schulen sind Lehrende mit Kindern weiterhin dreifach gefragt: zuhause, an der Uni und bei ihren Online-Veranstaltungen. Seit Mai unterstützt das Gleichstellungsbüro an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) kurzfristig Lehrende im digitalen Semester. Hilfe, die ankommt: 20 Anträge (von 14 Frauen und sechs Männern) wurden bewilligt, fast 16.500 Euro gezahlt.

Eine Sofortmaßnahme, die wirkt: Wissenschaftlich Beschäftigten mit Kindern wird bei der digitalen Lehre geholfen. (Foto: HHU/Ivo Mayr)

Die Maßnahme: Um die Mehrfachbelastungen von Dozierenden mit Kindern im Alter von bis zu 12 Jahren abzufedern, übernehmen das universitäre Zentrale Gleichstellungsbüro (GSB) und die HHU-Leitung zusätzliche Kosten für die digitale Lehre. Pro Person bis zu 1.000 Euro. Diese Soforthilfe konnte bis zum 19. Juni beantragt werden.

Erste Stimmen aus unterschiedlichen Bereichen zeigen, wie notwendig sie ist: „Diese schnelle und unbürokratische Hilfe stellt angesichts der gegenwärtigen Zusatzbelastung – gerade für eine Familie mit Kindern im Kindergartenalter – eine immense Erleichterung dar. Die Maßnahme des Gleichstellungsbüros ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie mit begrenzten Mitteln viel geleistet werden kann“, unterstreicht Dr. Dennis Sölch vom Institut für Philosophie.

“The corona crisis brought a drastic change in my life. Managing the project and teaching had to be done at home. Thanks to the support from GSB, I could get the software I need for home office and plan my work flexibly. Feels great to have support when times are difficult being a postdoctoral researcher and a mom at once”, sagt Dr. Jiyun Kim vom Institut für molekulare Physiologie.

Auch Dr. Dinah Baer-Henney vom Institut für Sprache und Information freut sich, „dass die Universität hier kurzfristige und unkomplizierte Unterstützung bietet, um den Alltag mit Homeoffice, digitaler Lehrvorbereitung neben der ganztägigen Kinderbetreuung ein wenig zu erleichtern.“

Und PD Dr. Vera Elisabeth Gerling vom Institut für Romanistik berichtet: „Im Sommersemester habe ich meine komplette Lehre kurzfristig auf Online-Formate umgestellt. Meine Hilfskraft unterstützt mich mit den zusätzlichen Stunden als Kurstutorin bei meinen Seminaren auf der ILIAS-Plattform, indem sie mir und vor allem den Studierenden mit Rat und Tat zur Seite steht – so fällt es leichter, die Technik nicht als Hürde zu sehen, sondern als Sprungbrett für die erfolgreiche Umsetzung neuer Lehr- und Lernszenarien.“

Die Soforthilfe zur Unterstützung der Digitalisierung der Lehre hat auch Dr. Melanie Sapp vom Institut für Populationsgenetik „sehr geholfen, unseren Studierenden umfassendes Kursmaterial in die Hand zu geben. Außerdem kann ich den digitalen Kontakt zu ihnen besser organisieren und so zum Teil kompensieren, dass keine Präsenzveranstaltung möglich ist.“

Weitere Schritte
Die HHU tut viel für ihre Angehörigen. „Auch während des Sommers muss der Alltag von Familien anders organisiert werden. Da uns das bewusst ist, haben wir kurzfristig eine Ferienfreizeit für Kinder zwischen sechs und 12 Jahren eingerichtet. Zudem gibt es ein virtuelles Ferienprogramm“, zählt die Gleichstellungsbeauftragte Dr. Anja Vervoorts auf. Auch wird die Kinderbetreuung während der Gremienarbeit an aktuelle Rahmenbedingungen angepasst. Studierende und Promovierende, die sich in Notlagen befinden, können weiter einen Nothilfefond nutzen. Und das Selma Meyer Mentoring bietet das digitales Coaching „Homeoffice meets Family“.

Weitere Informationen beim Zentralen Gleichstellungsbüro der HHU
Mehr zur Ferienfreizeit

 

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