25.03.19 17:17

Amtsantritt bei der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft

HHU-Neurobiologin Prof. Dr. Christine R. Rose zur Vizepräsidentin der NWG gewählt

Von: Arne Claussen

Bei der Göttinger Jahrestagung der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft (NWG) trat am 23. März das neu gewählte Präsidium seinen Dienst an. Prof. Dr. Albert Ludolph vom Universitätsklinikum Ulm ist neuer Präsident, Prof. Dr. Christine Rose vom Institut für Neurobiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist neue Vizepräsidentin der Gesellschaft. Sie wird damit satzungsgemäß in zwei Jahren die Präsidentschaft übernehmen.

Prof. Dr. Christine Rose vom Institut für Neurobiologie der HHU trat am 23. März 2019 die Funktion der Vizepräsidentin der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft an. (Foto: HHU / Karl Kafitz)

Die NWG zählt über 2.100 Mitglieder und vertritt die Interessen von Forschenden, die sich mit der Entwicklung und Funktionsweise sowie mit Störungen des Gehirns und des Nervensystems beschäftigen. Ziel der Fachgesellschaft ist die Förderung der Neurowissenschaften in Forschung und Lehre. Die Vorstandswahl der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft fand bereits im Januar statt.

Weitere Informationen: undefinedWebseite der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft

Zur Person

Christine R. Rose (geb. 1965 in Saarbrücken) studierte in Konstanz Biologie. Im Jahr 1993 promovierte sie im Bereich Zoologie an der Universität Kaiserslautern. Nach Postdoc-Stationen an der Yale University School of Medicine, der Universität des Saarlandes sowie am Physiologischen Institut der TU und LMU München habilitierte sie sich an der LMU im Jahr 2002. Nach drei weiteren Jahren als Gruppenleiterin in München übernahm sie Ende 2005 die Leitung des Instituts für Neurobiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Roses wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt im Bereich der zellulären Neurobiologie, so sie sich unter anderem mit Funktion der Gliazellen im Gehirn beschäftigt. Die Gliazellen und insbesondere die Signalübertragung zwischen diesen Zellen und die Interaktion mit Neuronen stehen auch im Fokus des DFG-Schwerpunktprogramms 1757, welches Prof. Rose seit 2014 als Sprecherin zusammen mit Kollegen aus von der Universität des Saarlandes leitet. Seit Beginn diesen Jahres ist Prof. Rose Sprecherin der DFG-Forschungsgruppe 2795 „Synapsen unter Stress“. Hauptziel dieses Konsortiums ist es, die frühen zellulären Veränderungen, die bei Energiemangel im Gehirn zum Beispiel in Folge eines Schlaganfalls auftreten, zu erforschen. 

Mit ihren Forschungen rückt die Bedeutung der Gliazellen – die lange Zeit im Wesentlichen als passive Stützstrukturen des Gehirns angesehen wurden – in den Fokus der Neurowissenschaften und auch der Medizin. Ihre Forschungsergebnisse erschienen in namhaften Zeitschriften wie etwa Nature, Nature Communications oder Cell Stem Cell.

Prof. Rose erhielt für ihre Forschungsarbeit eine Reihe von Auszeichnungen, so unter anderem ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Sie übernahm zahlreiche Funktionen in verschiedenen Kommissionen, so unter anderem im Fachkollegium Neurowissenschaften der DFG. Im März 2019 übernahm sie das Amt der Vizepräsidentin der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft. Darüber hinaus engagiert sie sich für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

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