12.09.18 14:11

Skulptur im Zentrum für Synthetische Lebenswissenschaften / The Riesner Building der HHU

Heinz Mack: „Großer Steinkeil – Rhythmus des Wachstums“

Von: Susanne Dopheide

Mit der Einweihung des Zentrums für Synthetische Lebenswissenschaften / The Riesner Building im Juli 2018 fand auch die Skulptur des international renommierten Bildhauers und Malers Heinz Mack „Großer Steinkeil – Rhythmus des Wachstums“ ihren Platz auf dem Campus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Sie steht als Dauerleihgabe des Ehepaares Prof. Dr. Hannelore und Prof. Dr. Dr. h.c. Detlev Riesner im lichtdurchfluteten Foyer des neuen Forschungsgebäudes.

Heinz Mack mit seiner Skulptur, die er zum ersten mal an ihrem neuen Standort im Foyer des ZSL / The Riesner Buildings sieht.

Pressetermin mit Maler und Bildhauer Heinz Mack: (v.l.) Prorektor Prof. Dr. Klaus Pfeffer, Ute Mack, Heinz Mack, Prof. Dr. Dr. h.c. Detlev Riesner und Prof. Dr. Hannelore Riesner, Fotos: Wilfried Meyer

Eine persönliche Verbindung aus Schulzeiten zwischen Prof. Dr. Dr. h.c. Detlev Riesner und dem Düsseldorfer Künstler Heinz Mack sowie das Engagement des Ehepaars Riesner ermöglichten es, die knapp zwei Meter hohe Skulptur für das moderne neue Forschungsgebäude zu gewinnen. Das Ehepaar Riesner wurde jüngst in Anerkennung großer Verdienste um die HHU zu Ehrensenatoren der Universität und Namenspaten des Zentrums für Synthetische Lebenswissenschaften ernannt.

Heinz Mack fertigte mehrere monumentale Skulpturen für öffentliche Räume. Die von ihm im Jahr 1977 entworfene Skulptur „Großer Steinkeil“ wurde 1986 aus einem hellen türkischen Muschelkalk realisiert. Muschelkalk entstand vor über 235 Mio. Jahren und ist ein Gestein organischen Ursprungs. „Das Material zeigt dem Betrachter die vielfältige Schönheit der Natur sowie die erstaunlichen Gestaltungsphänomene, die diese im Lauf der Zeit hervorbringt“, heißt es in einer Beschreibung aus dem Atelier Mack. Durch Material und elementare Formsprache stellt die Skulptur mit dem Beinamen „Rhythmus des Wachstums“ eine direkte Beziehung zum Gebäude her. Das Kunstwerk im Foyer des neuen Zentrums für Synthetische Lebenswissenschaften / The Riesner Building“ könne kaum besser stehen als an einem Ort, der die Erforschung der Lebensvorgänge in den Mittelpunkt stellt, so der Künstler.

Heinz Mack wurde mit bedeutenden Preisen und Kunstpreisen ausgezeichnet. Dazu gehören der Verdienstorden des Landes NRW (1987) und das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland als Erstauszeichnung in Anerkennung für sein Werk und sein Wirken als Botschafter der Kulturen (2004). 2011 folgt das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland. Die Stadt Düsseldorf verlieh Heinz Mack 2016 den Jan-Wellem-Ring. Im Jahr darauf erhielt er die Moses Mendelssohn Medaille und wurde als Düsseldorfer des Jahres 2017 für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Heinz Mack ist Ehrenmitglied der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Er stellte in Deutschland und international in Museen und Galerien aus, darunter die ZERO-Ausstellung, die 2014 im Solomon R. Guggenheim Museum in New York eröffnet wurde. Noch bis zum 30.09.2018 ist im Düsseldorfer Goethe-Museum die Sonderausstellung „Taten des Lichts: Mack & Goethe“ zu sehen.

Die Skulptur von des Bildhauers und Malers Heinz Mack bereichert die Vielzahl bemerkenswerter Kunstwerke zeitgenössischer Künstler, die die Universität seit dem Ende der 60er Jahre auf ihrem Areal vereinigt. Weitere berühmte Künstlerpersönlichkeiten sind neben anderen Roy Lichtenstein, Ulrich Erben, Michael Irmer und Cristián Salineros.

Hintergrund:

Zu Heinz Mack: Der Künstler und Bildhauer (*1931) besuchte von 1950 bis 1953 die Staatliche Kunstakademie Düsseldorf und studierte darüber hinaus Philosophie an der Universität zu Köln. 1957 gründete Mack zusammen mit Otto Piene die berühmte ZERO Gruppe in Düsseldorf, zu der später auch Günther Uecker hinzukam. Neben der Teilnahme an der Documenta II (1959) und der Documenta III (1964) vertrat Heinz Mack auch die Bundesrepublik Deutschland auf der XXXV. Biennale in Venedig (1970). Im selben Jahr erhielt er eine Professur in Osaka, Japan, und wurde ordentliches Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, der er bis 1992 angehörte.

Über das ZSL: Das Zentrum für Synthetische Lebenswissenschaften / The Riesner Building wurde am 13. Juli 2018 eröffnet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters CEPLAS und des Biologisch Medizinischen Forschungszentrums (BMFZ) und werden dort ab dem Wintersemester 2018/19 arbeiten. Neben der Pflanzenforschung im Rahmen von CEPLAS werden vor allem die beiden Zentrallaboratorien des Biologisch-Medizinischen Forschungszentrums in das Gebäude einziehen.

 

 

 

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