20.09.2019 14:58

24. September im Haus der Universität

Gentherapie - Symposium des Biologisch-Medizinischen Forschungszentrums (BMFZ)

Von: Redaktion

Am 24. September 2019 fand im Haus der Universität im Rahmen des diesjährigen internationalen Symposiums des BMFZ eine öffentliche Vorlesung zum Thema „Die ethische Debatte zur Gentherapie: Eine moralische und historische Vermessung“ statt.

In einer öffentlichen Vorlesung erläutert Prof. Dr. Heiner Fangerau, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, welche ethischen Debatten in der Geschichte und Gegenwart mit Fragen der Gentherapie verbunden waren und sind. So diskutiert er die moralischen Debatten um gentherapeutische Verfahren, als diese noch eine Utopie darstellten, und schildert die Chancen und Risiken, die in den 1980er Jahren den Diskurs bestimmten. Er erläutert auch die aktuelle ethische Debatte. Die Vorlesung ist Teil des diesjährigen Internationalen Symposiums des BMFZ an der HHU. Unter dem Titel „Gen Therapy“ werden auf dem Kongress die neuesten Forschungsergebnisse und Entwicklungen zum Thema präsentiert und diskutiert.

Derzeit werden mehr als 370 registrierte Gentherapie-Studien durchgeführt. Seit der ersten genehmigten Gentransferstudie im Jahr 1989 ist das Feld enorm gewachsen. In der damals richtungsweisenden Studie wurden Lymphozyten mit der Absicht modifiziert und re-infundiert, ihre Fähigkeit die Tumorregion zu infiltrieren zu erhöhen. Seitdem hat die gentherapeutische Behandlung mehrerer primärer Immundefekte, der Hämophilie B, der angeborenen Leber‘schen Amaurose und der X-chromosomal vererbten Adrenoleukodystrophie (X-ALD) den Weg für viele andere Krankheiten geebnet. In jüngster Zeit haben die Krebsimmuntherapie mit den CAR-T-Zellen, die Genkorrektur von Hämoglobinopathien und die neuen methodischen Möglichkeiten der Genom-Editierung durch das CRISPR/Cas-System große Beachtung gefunden. Die Gentherapie ist heute ein hochinteressantes Feld für Grundlagenforscher, klinische Wissenschaftler und die Pharmaindustrie.

In dem Rahmen des BMFZ-Meetings werden auch der mit 5.000 Euro dotierte Ulrich-Hadding-Forschungspreis 2019 verliehen sowie der MTZ-Award 2019 der gleichnamigen MTZ-Stiftung. Beide Preise fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs.

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