01.07.2020 09:28

Haus der Universität

Gemeinsam Neues schaffen

Von: Katrin Koster

Dr. Heidrun Schnitzler ist neue Programmreferentin im Haus der Universität (HdU) und in der Stabsstelle Bürgeruniversität. Nach über zehn Jahren zog die Düsseldorferin zurück in ihre Heimat – in der sich viel verändert. Was wunderbar zu den Plänen der Geisteswissenschaftlerin passt: Sie möchte einiges bewegen, den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft weiter vertiefen.

Dr. Heidrun Schnitzler, die neue Programmreferentin am Haus der Universität. (Foto: HHU/Katrin Koster)

Mitte März. Corona ändert unseren Alltag grundlegend. Nicht der ideale Zeitpunkt, um einen neuen Job anzufangen. Für Heidrun Schnitzler war es trotzdem ein gelungener Start. Vom Homeoffice aus lernte sie schnell die Strukturen rund um die Bürgeruniversität und das HdU kennen. „Auch wenn das Gebäude geschlossen war: Hinter den Kulissen haben wir direkt über neue Formate und Wege nachgedacht. So ließ sich die Zeit bestmöglich nutzen“, berichtet die 38-Jährige.

Daraus entstanden ist etwa das neue Online-Format „Bürgeruniversität goes digital“: In diesem diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der HHU aktuelle Forschung rund um die Corona-Krise live mit dem Publikum. Inzwischen hat Heidrun Schnitzler ihr Büro im Herzen der Stadt bezogen und das komplette Team persönlich kennengelernt. Einzelne Veranstaltungen finden wieder vor Ort statt, wenn auch noch unter Corona-Bedingungen und mit deutlich weniger Publikum.

„Nun geht es darum, wie wir mit der Situation kreativ umgehen. Wir wollen darüber hinaus in die Zukunft blicken und überlegen, wie wir uns weiterentwickeln, etwa welche Kanäle wir regelmäßig bespielen“, beschreibt Schnitzler die nächsten Schritte. Sie denkt dabei an Social Media und an Livestreams, um die Zielgruppe des HdU zu vergrößern. Viel lernen könne man hier von den Düsseldorfer Kultureinrichtungen und deren Experimentierfreudigkeit.

Wie lässt sich das Profil des Hauses schärfen? Und welche Podiumsgäste ziehen das Publikum an? Das sind Fragen, auf die Schnitzler Antworten finden will. Ideen hat sie so einige, etwa Wissenschaft und Praxis stärker in Austausch zu bringen: „Spannend sind beispielsweise Konstellationen wie: Virologe trifft Journalistin oder Bildungsforscherin trifft Lehrer.“ So breit wie die Bürgeruniversität aufgestellt ist, so umfassend soll sich dies auch im Programm widerspiegeln.

Die Geisteswissenschaftlerin fährt viel Rad und ist regelmäßig am Campus. Sie schätzt die vielseitigen Fachkulturen und möchte gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern „Neues schaffen, ohne Formate überzustülpen“. Viele Fächer erlebt sie als sehr praxisnah und engagiert. Überhaupt sei die HHU bereits eng mit der Stadtgesellschaft verbunden, was sie als großen Vorteil ihrer Arbeit sieht.

Gutes aus beiden Welten
Heidrun Schnitzler kennt die Hochschulwelt selbst gut. Während sie an der FU Berlin Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte studierte, zog es sie auch nach Paris und Granada. Nach ihrer literaturwissenschaftlichen Promotion arbeitete sie über sechs Jahre als Referentin für das Präsidium der FU Berlin. Dort war sie in der Exzellenzinitiative tätig sowie später für die Antragstellung im Nachfolgeprogramm Exzellenzstrategie. Mit vielen unterschiedlichen Aufgaben, bei denen es auch darum ging, die Forschung und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und sichtbarer zu machen. Eine Erfahrung, die sie jetzt optimal in ihre neuen Aufgaben einfließen lassen kann. Denn Forschung braucht eine gute Kommunikation: nach innen und nach außen.

Kontakt: Heidrun.Schnitzler(at)hhu.de

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenStabsstelle Presse und Kommunikation