20.11.18 10:09

Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V.

Düsseldorfer Forschungspreis für Kinder- und Jugendmedizin an Dr. med. Viviane Klingmann und Dr. rer. nat. Daniel Hein

Von: Susanne Dopheide

Der Düsseldorfer Forschungspreis für Kinder- und Jugendmedizin der Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V. ging in diesem Jahr zu gleichen Teilen an Frau Dr. med. Viviane Klingmann, Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie, und Dr. rer. nat. Daniel Hein, Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und Klinische Immunologie des Universitätsklinikums Düsseldorf. Kinderärztin Dr. Viviane Klingmann wurde für ihre Forschung und Publikation zu 2 mm großen Minitabletten als alternative Darreichungsform für Säuglinge ab sechs Monaten bis zu fünfjährigen Kleinkindern ausgezeichnet. Dr. Daniel Hein aus der Klinik für Kinderonkologie erhielt den Preis für seine Forschung und Publikation zu Leukämievorläuferzellen, ihren Nachweis und deren Einfluss auf eine spätere Erkrankung. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird seit dem Jahr 2010 durch die Elterninitiative Kinderkrebsklinik e. V. gestiftet und wurde am 14. November 2018 im Rahmen einer Feierstunde mit einem Festvortrag von Herrn Prof. Dr. Dr. Dietrich Reinhardt aus München übergeben.

Verleihung des Düsseldorfer Forschungspreises für Kinder- und Jugendmedizin (v.l.): Prof. Dr. Ertan Mayatepek, die Preisträger Dr. med. Viviane Klingmann und Dr. rer. nat. Daniel Hein, sowie Gabriele Hänsel und André Zappey, Vorstände der Elterninitiative Kinderkrebsklinik e. V. (Foto: Nicole Kesting, UKD)

Die Forschung zu alternativen, zu schluckenden Darreichungsformen von Medikamenten für Kinder ist weltweit von großem Interesse. Dr. Viviane Klingmann hat sich auf diesem Gebiet trotz ihrer noch jungen Karriere zu einer international beachteten Wissenschaftlerin entwickelt. Sie erforscht Akzeptanz und Schluckbarkeit auch im Vergleich zu anderen Applikationsformen, wie z.B. Saft. Mehrere wissenschaftliche Publikationen sind dazu von ihr bereits erschienen. Aufgrund der kooperativen Forschung zwischen dem Institut für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie besteht zukünftig für pharmazeutische Unternehmen in bestimmten Fällen die Option Medikamente schneller für eine zuverlässigere und für Kinder akzeptablere Dosierungsweise zu entwickeln, sagt die Jury in ihrer Begründung für die Auszeichnung.

Für seine Arbeit zur Entstehung der akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL) des Kindesalters hatte die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Dr. Daniel Hein den Doktortitel verliehen. Hein entwickelte eine Technik, mit deren Hilfe es erstmals möglich ist, die fünf häufigsten Veränderungen an Chromosomen, die zu einer Prädisposition für Leukämie führen, auf DNA-Ebene nachzuweisen. Seine Ergebnisse zeigen, dass zwar eine hohe Zahl von Neugeborenen eine solche Prädisposition aufweist, für die tatsächliche Leukämieentstehung aber noch andere Faktoren notwendig sein müssen. Damit würde die Bedeutung umweltbedingter oder spontan auftretender onkogener Veränderungen weiter steigen und ggf. Möglichkeiten der Prävention eröffnen oder erweitern. Die Jury lobte Heins vielversprechende Forschung zur Leukämieentstehung, „die er in den Nutzen der Wissenschaft und der Patienten stellt.“

Kontakt

Prof. Dr. Ertan Mayatepek, Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-17640, mayatepek(at)med.uni-duesseldorf.de

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