14.09.18 10:00

Felix Bloch-Vorlesung für Düsseldorfer Biophysiker

Dr. Manuel Etzkorn für Forschungen zu NMR-Spektroskopie ausgezeichnet

Von: Redaktion / Arne Claussen

Dr. Manuel Etzkorn vom Institut für Physikalische Biologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist mit der Felix Bloch-Vorlesung geehrt worden. Der Forscher nahm die Auszeichnung am 10. September 2018 im Rahmen der größten Fachtagung zu Magnetischer Resonanzspektroskopie im deutschsprachigen Raum, dem FGMR Discussion Meeting in Leipzig, entgegen.

Dr. Manuel Etzkorn. (Foto: Yvonne Etzkorn)

Dr. Etzkorn während der ersten Felix-Bloch-Vorlesung im Paulinum der Universität Leipzig. (Foto: Christian Hüller)

Manuel Etzkorns Forschungsteam vor dem 900 MHz NMR Spektrometer des gemeinsamen Biomolekularen NMR-Zentrums der HHU und des Forschungszentrums Jülich. (Foto: Sabine Schriek)

Manuel Etzkorn forscht an der neuronalen Zell-Kommunikation, insbesondere von Membransystemen, und deren Analyse mithilfe der sogenannten Kernspinresonanz-Spektroskopie (kurz NMR für englisch Nuclear Magnetic Resonance). Mit dieser Methode, bei der extrem starke Magnetfelder zum Einsatz kommen, lässt sich die molekulare Zusammensetzung und Dynamik biologischer Moleküle in extrem hoher Auflösung sichtbar machen. Solche Einblicke sind von größter Bedeutung, um etwa die Signalprozesse zwischen dem Zellinneren und der Außenwelt, oder die molekularen Ursachen von Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder Diabetes mellitus besser zu verstehen. Mit seinem Team arbeitet der Forscher zudem intensiv an der Weiterentwicklung von NMR-Methoden und konnte über die letzten Jahre eine Reihe von Innovationen zum Methoden-Repertoire der molekularen Biowissenschaften beitragen.

Für diese Forschungen wurde Dr. Etzkorn nun von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) mit der Felix Bloch-Vorlesung ausgezeichnet.

Felix Bloch-Vorlesung

Die Vorlesung wird jährlich von der Fachgruppe Magnetische Resonanzspektroskopie der GDCh an herausragende Wissenschaftler im Feld der Magnetresonanz verliehen. Namensgeber des Preises ist der Physiker Felix Bloch, der 1952 zusammen mit Edward Mills Purcell den Nobelpreis für Physik für die Entdeckung der Kernspinresonanz erhielt. Die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung ist mit vier Gastvorträgen verbunden, für die die GDCh die Reisekosten übernimmt. Die erste dieser „Felix Bloch Vorlesungen“ des Preisträgers mit dem Titel: “Insights into complex systems using tailored NMR-based approaches“, erfolgte direkt im Anschluss an die Preisverleihung und eröffnete die Tagung.

Zur Person

Dr. Manuel Etzkorn studierte Physik an der Universität Göttingen, wo er 2004 sein Diplom erhielt. Er promovierte bis 2008 am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen und arbeitete anschließend von 2009 bis 2012 als Postdoktorand an der Harvard Medical School in Boston und am MIT/Harvard Center of Magnetic Resonance in Cambridge. Seit 2013 ist Manuel Etzkorn Leiter einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Emmy Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Physikalische Biologie.

Für seine wissenschaftlichen Erfolge erhielt er 2017 den Ulrich-Hadding-Preis des Biologisch-Medizinischen Forschungszentrums der HHU. Neben dem Emmy Noether-Programm wird die Forschung von Dr. Etzkorn ebenfalls durch die EU im Bereich der Krebsforschung finanziell unterstützt. Im April 2018 erhielt er eine weitere Förderung der DFG für ein Projekt zur undefinedErforschung katalytischer Funktionen von DNA.

 

 

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