18.09.17 18:00

Über 7.000 € Preisgeld für forschende Schülerinnen und Schüler

Dr. Hans Riegel-Fachpreise 2017 verliehen

Von: Carolin Grape

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und die Dr. Hans Riegel-Stiftung haben am Montag, den 18. September 2017, die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für herausragende Facharbeiten verliehen. Prof. Dr. Axel Görlitz, Studiendekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, und Prof. Ingeborg Henzler, Vorstandsmitglied der Dr. Hans Riegel Stiftung zeichneten die Verfasser der besten Facharbeiten in den Unterrichtsfächern Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik aus.

Am 18. September wurden die besten 14 Facharbeiten in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern in der Region Düsseldorf mit dem Dr. Hans Riegel-Fachpreis 2017 ausgezeichnet (vordere Reihe, v.l.): Hiba Hadry (Biologie), Florian Bontke (Informatik), Linn Jansen (Biologie), Ilka Schreier (Chemie), Theresa Engels (Physik) sowie Hannah Vennen (Biologie) (hintere Reihe, v.l.): Jun.-Prof. Dr. Ilka Axmann, Maximilian Wiesmann (Mathematik), Veli Simsek (Mathematik), Prof. Dr. Immanuel Halupczok, Prof. Dr. Klaus Schaper, Prof. Dr. Ingeborg Henzler, Prof. Dr. Axel Görlitz, Prof. Dr. Georg Pretzler, Prof. Dr. Michael Schöttner, Jan Pütter (Chemie), Vincent Hilla (Informatik) sowie Niklas Hölter (Chemie) (alle Fotos: Alexander Schneider / HHU)

Die diesjährigen Preisträgerinnen in Biologie mit ihrer Laudatorin (v.l.): Jun.-Prof. Dr. Ilka Axmann, Hiba Hadry (2. Platz), Prof. Dr. Ingeborg Henzler, Linn Jansen (1. Platz) sowie Hannah Vennen (3. Platz).

Die diesjährigen Preisträger/innen in Chemie mit ihrem Laudator (v.l.): PD Dr. Klaus Schaper, Prof. Dr. Ingeborg Henzler, Niklas Hölter (1. Platz), Ilka Schreier (3. Platz) sowie Jan Pütter (2. Platz).

Die diesjährigen Preisträger in Informatik mit ihrem Laudator (v.l.): Prof. Dr. Michael Schöttner, Prof. Dr. Ingeborg Henzler, Florian Bontke (2. Platz) sowie Vincent Hilla (1. Platz). Der dritte Platz wurde nicht vergeben.

Die diesjährigen Preisträger in Mathematik mit ihrem Laudator (v.l.): Maximilian Wiesmann (1. Platz), Prof. Ingeborg Henzler, Prof. Dr. Immanuel Halupczok sowie Veli Simsek (3. Platz). Anna Hedwig Brönlund (2. Platz) konnte bedauerlicherweise nicht anwesend sein.

Die diesjährigen Preisträger/innen in Physik mit ihrem Laudator (v.l.): Prof. Dr. Ingeborg Henzler, Theresa Engels (2. Platz) sowie Prof. Dr. Georg Pretzler. Tobias Sinzig (3. Platz) und Mattis Ole Körner (1. Platz) konnten bedauerlicherweise nicht anwesend sein.

 

In diesem Jahr entschied sich die Jury unter den insgesamt 98 eingereichten Arbeiten für sechs Schülerinnen und acht Schüler, die mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten überzeugten. Die jungen Talente beschäftigten sich mit vielfältigen Themen wie beispielsweise dem Bienensterben und seinen Ursachen, der Frage, wie groß die Umweltbelastung durch den Abrieb von Autoreifen ist, der Bestimmung des Alkoholgehaltes in alkoholfreien Getränken oder aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz: der Implementierung einer Version des Spielprogramms „Minesweeper” in die Programmiersprache Java, so dass in diesem Fall der Computer selber spielt. 

Prof. Dr. Peter Westhoff, Prorektor für Forschung und Transfer, zeigte sich von den Leistungen der Preisträger beeindruckt: „Um sich in solch einem Feld durchzusetzen und der Begutachtung durch kritische Professoren standzuhalten, bedarf es besonderer Tugenden und Fähigkeiten: Ausdauer, Präzision und sicherlich auch Kreativität bei der Auswahl der wissenschaftlichen Fragestellung, die man verfolgt. Mich freut es ganz besonders, so viele begabte junge Nachwuchsforscher/innen und hoffentlich auch zukünftige Studierende an der Heinrich-Heine-Universität heute hier zu haben.“

Prof. Ingeborg Henzler ergänzte: „Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, welche Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im achten Jahr mit der HHU Düsseldorf die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen.“

Während der gymnasialen Oberstufe fertigen die Schülerinnen und Schüler sogenannte Facharbeiten selbstständig an. In denen erlernen sie Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und wie die Erkenntnisse optimal ausgewertet und präsentiert werden. Mit diesen Facharbeiten, die auch abiturrelevant sind, konnten sich die Schülerinnen und Schüler an der Universität Düsseldorf für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise bewerben.

Eine Fachjury, bestehend aus Professoren und Dozenten der Hochschule, begutachtete und bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien. Maßstäbe für die Prämierung waren dabei neben der Formulierung einer konkreten Forschungsfrage, bzw. eines klaren Themas, der Darstellung des Wissensstands zum jeweiligen Sachgebiet (über wikipedia hinaus), vor allem das eigene Experimentieren der Schülerinnen und Schüler sowie die kritische Auseinandersetzung mit praktischen Versuchen (z.B. Interviews, Befragungen, etc.).

Prof. Dr. Axel Görlitz, Studiendekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät: “Eingereicht wurden 36 Arbeiten in Biologie, 15 in Chemie, 9 in Informatik, 17 in Mathematik und 21 in Physik. Viele Einsendungen waren von sehr guter Qualität, so dass es für die Jury schwer war, nur drei Sieger/innen pro Fach zu nominieren. Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise sind ein wertvolles Instrument zur Motivation junger Menschen für die MINT Fächer. Ich danke der Dr. Hans Riegel-Stiftung, dass sie unsere schulische Bildung wirksam unterstützt und leistungsfähige Nachwuchskräfte fördert.“

Die Fachpreise sind in jedem Fach dotiert mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz. Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro. „Dies verbinden wir mit dem Wunsch, diejenigen zu ehren und langfristig zu fördern, die für die talentierten Preisträger/innen verantwortlich sind: Lehrkräfte und Schulleitungen.

Mithilfe von zusätzliche Ausstattung für den naturwissenschaftlichen Unterricht unterstützen wir indirekt viele Talente bereits in der Schule“, so Prof. Ingeborg Henzler.

In Nordrhein-Westfalen verleiht die Stiftung die Dr. Hans Riegel-Fachpreise neben Düsseldorf an vier weiteren Standorten (Bonn, Köln, Bochum, Münster) in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Universitäten.

 

Die diesjährigen Preisträgerinnen in Biologie:

1. Platz: Linn Jansen vom Mariengymnasium in Essen-Werden mit dem Thema „CRISPR/Cas, ein Segen für die Gentechnik? Vergleich und Bewertung von Methoden der klassischen Gentechnik und der CRISPR/Cas Methode“

2. Platz: Hiba Hadry vom Städtischen Mädchengymnasium in Essen mit dem Thema „Untersuchung zu Eulen und Greifvögeln unter besonderer Beachtung der Beute- und Nahrungsverwertung“

3. Platz: Hannah Vennen vom Albertus-Magnus-Gymnasium in Viersen Dülken mit dem Thema „Maßnahmen gegen das Bienensterben unter besonderer Berücksichtigung individueller Maßnahmen und solcher von Umweltverbänden“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Mariengymnasium in Essen-Werden.

 

Die diesjährigen Preisträger/innen in Chemie:

1. Platz: Niklas Hölter vom Mariengymnasium in Arnsberg mit dem Thema „Entwicklung eines Syntheseweges für Polyethylenterephthalat (PET) mit Mitteln eines Labors“

2. Platz: Jan Pütter vom Städt. Gymnasium Adolfinum in Moers mit dem Thema „Beurteilung der ökotoxikologischen Belastung durch Reifenabriebe und den darin enthaltenen Schwermetallen“

3. Platz: Ilka Schreier vom Maximilian-Kolbe-Gymnasium in Wegberg mit dem Thema „Qualitative Untersuchung des Alkoholgehalts bei Getränken, die als  alkoholfrei deklariert worden sind“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Mariengymnasium in Arnsberg.

 

Die diesjährigen Preisträger in Informatik:

1. Platz: Vincent Hilla vom Michael Ende Gymnasium in Tönisvorst mit dem Thema „Implementierung einer künstlichen Intelligenz am Beispiel von Minesweeper“

2. Platz: Florian Bontke vom Mariengymnasium in Essen mit dem Thema „Verhaltensstrukturen am Beispiel des Spiels "Schiffe versenken" - Künstliche Intelligenz oder simpler Programmcode?“

3. Platz: nicht vergeben

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Michael Ende Gymnasium in Tönisvorst.

 

Die diesjährigen Preisträger / innen in Mathematik:

1. Platz: Maximilian Wiesmann vom Gymnasium St. Wolfhelm in Schwalmtal mit dem Thema „Einführung in die Quanteninformatik am Beispiel des Deutsch-Jozsa-Algorithmus“

2. Platz: Anna Hedwig Brölund vom Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg in Neuss mit dem Thema „Tropische Geometrie - Untersuchungen tropischer Parabeln dritten Grades“

3. Platz: Veli Simsek vom Konrad-Heresbach-Gymnasium in Mettmann mit dem Thema „Das Banach-Tarski Paradoxon und wie die Physiker den Mathematikern die Weltrettung ruinieren“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Gymnasium St. Wolfhelm in Schwalmtal.

 

Die diesjährigen Preisträger/innen in Physik:

1. Platz: Matthis Ole Körner vom Gymnasium Marienschule in Krefeld mit dem Thema „Physikalische Betrachtung der Tonerzeugung am Saxofon“

2. Platz: Theresa Engels vom Norbert Gymnasium in Knechtsteden mit dem Thema „Die Einordnung von Gamma-Cassiopeia in das Hertzsprung Russel-Diagramm“

3. Platz: Tobias Sinzig vom Gymnasium Marienschule in Krefeld mit dem Thema „Aerodynamik an Flugzeugflügeln - Messung und Auswertung des Auftriebs von unterschiedlichen Profilauslegungen im selbstgebauten Windkanal“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Gymnasium Marienschule in Krefeld.

 

Weitere Informationen:

www.hans-riegel-fachpreise.com

www.hhu.de/DrHansRiegelFachpreise 

 

Kontakt:

Dr. Hans Riegel-Stiftung
Alexander Kukla
Tel.: 0228-227 447 25
alexander.kukla(at)hans-riegel-stiftung.com

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Yvonne Appler
Tel.: 0211-81-15482
yvonne.appler(at)uni-duesseldorf.de 

 

 

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