09.05.19 10:47

Kunstausstellung lässt verborgene Orte auf dem Campus entdecken

"Campus Beautiful" - Die HHU als Ausstellungsfläche

Von: Redaktion / B.D.

Um die Campuslandschaft der Heinrich-Heine-Universität mit ihren zahlreichen Freiflächen und wechselnden Raumeindrücken als Ausstellungsfläche zu beleben, wurde ein intensiver Dialog zwischen Studierenden der Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität und der Kunstakademie Düsseldorf geführt. Die Künstler*innen erarbeiteten daraufhin Ideen und Projekte, die sich auch kritisch mit der derzeitigen Nutzung und Nutzbarkeit der Orte auseinandersetzen.

Logo: Campus Beautiful

Prägend fur die seit 1965 realisierte bauliche Struktur der Heinrich-Heine-Universität ist die aus dem angelsächsischen Raum übernommene Idee einer Campus-Universität. Ein wesentliches gestalterisches Element stellt der von dem Landschaftsarchitekten Georg Penker entworfene Freiraum zwischen den verschiedenen brutalistischen Universitätsgebauden dar. Dieser Raum ist als künstliche Deichlandschaft mit rotem Ziegelpflaster, begrünten Innenhöfen, Wasserbecken und amorphen Erdwallen gestaltet. Er zeugt von den demokratischen Strömungen der 1960er-Jahre.

Im Laufe der Zeit wurde das gestalterisch anspruchsvolle Konzept durch bauliche Eingriffe stark verändert. So konkurrieren die aus der Gründungsphase der Universität stammenden, nun zum Teil renovierungsbedürftigen Außenanlagen und Gebäudekomplexe mit Neubauten, die sich einer zeitgenössischen Architektursprache bedienen und das neue Gesicht der HHU prägen sollen. Heutzutage werden daher die ursprüngliche Idee und der hohe künstlerische Anspruch der Campusgestaltung von einem Großteil der Besucher verkannt und als geschmacklos abgetan.

Dieses Spannungsfeld ist Ausgangspunkt des Projektes Campus Beautiful. Es hinterfragt die verschiedenen ideologischen und ästhetischen Ansatze der Gebäude und Freiräume auf dem Campus und sucht nach Möglichkeiten, die aus dem kulturellen Bewusstsein der Studierenden und Bürger*innen verschwundene Idee des Campus wieder sichtbar zu machen.

Um die Campuslandschaft mit ihren zahlreichen Freiflächen und wechselnden Raumeindrücken als Ausstellungsfläche zu beleben, wurde ein intensiver Dialog zwischen Studierenden der Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität und der Kunstakademie Düsseldorf geführt. Die Künstler*innen erarbeiteten daraufhin Ideen und Projekte, die sich auch kritisch mit der derzeitigen Nutzung und Nutzbarkeit der Orte auseinandersetzen. Entstanden sind 11 verschiedene künstlerische Arbeiten, die so auf den Freiflächen des Geländes verteilt sind, dass sie zu einem Spaziergang über den Campus einladen und auf die Orte aufmerksam machen, die normalerweise nicht besucht werden oder im Verborgenen liegen.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 23. Mai 2019 und endet am gleichen Tag mit einer Finissage (ab 18 Uhr) im Roy-Lichtenstein-Saal (22.01). Zusätzlich zu den elf Arbeiten wird ein musikalisches Programm der Band Bucketlist geboten.

Weitere Rundgänge über den Campus finden in der nächsten Woche statt - unter anderem am Montag (13. Mai) ab 14:30 Uhr.

Mehr Informationen finden sich auf der undefinedHomepage.

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