28.05.19 12:58

Koordination: Lehrstuhl für BWL, insb. Arbeit, Personal und Organisation

BMBF-Verbundprojekt DigiWerk: Die digitale Zukunft im Handwerk gestalten

Von: Lena Evertz, Redaktion

Zum 01.05.2019 ist das BMBF-Verbundprojekt DigiWerk mit einer Förderung von insgesamt 2 Mio Euro für drei Jahre bewilligt worden. Ziel des Verbundprojekts ist die Entwicklung, Erprobung und Implementierung eines anwendungsorientierten betrieblichen Handlungskonzepts für Kleine und Mittlere Unternehmen des Handwerks zur Gestaltung ihrer digitalen Zukunft.

Das Verbundprojekt fokussiert exemplarisch das Sanitär-Heizung-Klima-Gewerbe, das größte Baunebengewerbe. Foto: Adobe Stock, © Kadmy

Wissenschaftlich ist die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf federführend im Projekt DigiWerk. Konkret wird das Projekt durch den Lehrstuhl für BWL, insb. Arbeit, Personal und Organisation, das Institut für Medizinische Soziologie und das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin sowie den Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Arbeitspsychologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bearbeitet. Die Universität zu Köln ist mit dem Stiftungslehrstuhl für BWL, insbesondere Managementlehre für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler an dem interdisziplinären Projekt beteiligt. Koordiniert wird das Projekt durch den Lehrstuhl für BWL, insb. Arbeit, Personal und Organisation von Professor Dr. Stefan Süß und Lena Evertz an der HHU.

Das Verbundprojekt fokussiert exemplarisch mit dem Sanitär-Heizung-Klima-Gewerbe das größte Baunebengewerbe. Gemeinsam mit drei mittelständischen SHK-Handwerksbetrieben (Paul Jacobs GmbH (Düsseldorf), Schöllgen Haustechnik GmbH (Alfter), Stamos GmbH (Grevenbroich), dem Fachverband Sanitär Heizung Klima NRW, der Kommunikationsberatung K12 Agentur für Kommunikation und Innovation GmbH sowie dem Softwarehaus Label Software Gerald Bax GmbH werden im Rahmen des stark aus der Unternehmenspraxis getriebenen Projekts zentrale Fragestellungen zur Arbeitsorganisation, Kommunikation und Wettbewerbsfähigkeit bearbeitet.

Zu den Fragestellungen zählen die unter Digitalisierungsaspekten häufig nicht optimal gestalteten Arbeitsabläufe und z.B. Prozessvereinfachungen werden oft unzureichend genutzt. Dies gilt sowohl im Betrieb als auch beim Kunden im Rahmen der Fehlerdiagnose oder in Form von "Augmented Reality", der digitalen Vorschau von Handwerksleistungen.
Suboptimale Softwareangebote, die nicht nutzungsfreundlich gestaltet und leicht erlernbar sind, sowie hohe Anwendungshürden bergen, schaffen weitere Hindernisse. Nur wenige Unternehmen nutzen bislang die Digitalisierung für interne und externe Kommunikation, insbesondere mit Kunden für Auftrags- und Kundenmanagement, Informationsbereitstellung über Websites und Online-Terminvereinbarung. Die Nutzung digitaler Technologien wird als essentiell für Produktivität, Qualität und den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit angesehen.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Zukunft der Arbeit" (02L18B020) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

Kontakt: undefinedLena Evertz, Lehrstuhl für BWL, insb. Arbeit, Personal und Organisation, HHU

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