16.01.2018 11:26

Campus

"Awareness Week": Universität und Studierendenschaft antworten auf Diskriminierung mit mehr Einsatz für Diversität

Von: Julius Kohl

In der Woche vom 8. bis 12. Januar 2018 fand an der HHU die erste "Awareness Week" der Studierendenschaft statt. Überschattet wurden die erfolgreichen Aktionen von Angriffen auf Büroräume mehrerer AStA-Referate. Die Hochschulleitung stellt sich demonstrativ an die Seite der Betroffenen und intensiviert ihre Unterstützung für mehr Toleranz und Diversität.

(Bild: AStA der HHU)

(Bild: AStA der HHU)

Die Aktionswoche, die vom AStA der HHU organisiert und von unterschiedlichen Einrichtungen und Gruppen der Studierendenschaft getragen wurde, hat mit einer Reihe von Veranstaltungen zu mehr Toleranz und Diversität aufgerufen. "Wir haben gezeigt, wie unterschiedlich die Studierenden dieser Universität sind und wie vielfältig das Zusammenleben und gemeinsame studieren hier ist. Außerdem haben wir ein eindeutiges Signal gegeben: Wie unterschiedlich ihr auch sein mögt, ihr seid hier willkommen! Wir als AStA haben den Betroffenen von Diskriminierung deutlich gemacht, dass wir sie unterstützen, dass sie eindeutig Teil dieser Universität sind. Auch wenn sie mit schiefen Blicken, Beleidigungen und Angriffen konfrontiert sind", sagt AStA-Vorsitzende Jennifer Voß. Die erfahrene positive Resonanz bestärkt die Organisatoren, sich auch künftig mit Angeboten und Aktionen gegen Diskriminierungen aller Art zu stellen.

Während der "Awareness Week" und danach wurden das gemeinsame Autonome Referat der Universität und der Hochschule Düsseldorf für bisexuelle und schwule Studierende und das LesBi-Referat der HHU auf unterschiedliche Weise mehrfach diskriminiert und angegriffen. Hierzu ermittelt auch der Staatsschutz. HHU-Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck hatte die Taten bereits in der vergangenen Woche als "Angriff auf die gesamte HHU, die sich seit längerer Zeit - auch von Seiten der Hochschulleitung - intensiv für Toleranz und Chancengerechtigkeit einsetzt" gewertet.

Auch der Prorektor für Chancengerechtigkeit Prof. Dr. Klaus Pfeffer fand anlässlich eines Besuchs bei den Betroffenen deutliche Worte: "Diese feigen Taten sind unerträglich und einer universitären Gemeinschaft unwürdig. Sie können nur eine Reaktion erfahren: Dass wir uns alle noch entschiedener und sichtbarer für eine liberale und weltoffene Gesellschaft einsetzen. Wer solche Taten ausführt oder gutheißt hat hier keinen Platz." Um künftig noch entschlossener für Diversität einzutreten, intensiviert der Prorektor den Dialog mit der Studierendenschaft und hat bereits die Unterstützung durch weitere Stellen wie der "Koordinierungsstelle Diversity" in der Universität veranlasst.

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