12.03.2020 15:21

Bis zum 20. März im Landtag von Nordrhein-Westfalen

Ausstellung:"Populistische Argumentation: ein hölzernes Eisen?"

Von: Carolin Grape

Die Ergebnisse eines gleichlautenden Lehrforschungsprojektes an der Heinrich-Heine-Universität zu den gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen populistischer Argumentation sind nun als Ausstellung im Landtag Nordrhein-Westfalen bis einschließlich 20. März 2020 zu sehen.

Landtagsvizepräsidentin Angela Freimuth eröffnete die Ausstellung gemeinsam mit Julian Pöhling (l., Institut für Philosophie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und Michael Angenendt (r., Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung der Heinrich Heine Universität Düsseldorf). (Foto: Landtag NRW)

Populismus im öffentlichen Diskurs: Ausstellung im Landtag zeigt Ergebnisse eines Lehrprojekts der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Foto: Michael Angenendt / HHU)

In Zeiten, in denen politische Debatten an Schärfe gewonnen haben und Populismus zunehmend Raum in der medialen Wahrnehmung einnimmt, sind Studierende der Heinrich-Heine-Universität (HHU) in dem Lehrforschungsprojekt „Populistische Argumentation: ein hölzernes Eisen? Philosophische und politikwissenschaftliche Perspektiven“ unter anderem der Frage nachgegangen, woran populistische Argumentation zu erkennen ist und wie und ob populistische Argumentation eine Gesellschaft verändert. Das Projekt widmet sich dem Populismus aus argumentationstheoretischer Perspektive. Das in den interdisziplinären HHU-Studiengang ‚Philosophy, Politics and Economics‘ eingebundene Lehrprojekt wird geleitet von den Dozenten Julian Pöhling (Institut für Philosophie) sowie Michael Angenendt (Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung /PRuF).

Das Projektziel: für die Verletzung argumentativer Standards im öffentlichen Diskurs durch populistische Rhetorik zu sensibilisieren und Argumentationskompetenz in der Bevölkerung zu fördern, um Populisten argumentativ entkräften zu können. Die Verbreitung von Argumentationskompetenz in der Bevölkerung soll Ansprüche für den politischen Diskurs hervorbringen, die zu einer Verbesserung der Debattenkultur und des politischen Klimas beitragen.

Dazu Politikwissenschaftler Michael Angenendt: „Die Studierenden erarbeiteten anhand konkreter Fallbeispiele einen Katalog von Handlungsregeln für gute Argumentation und ein Leitbild, dass diese Handlungsregeln mit Blick auf den gesamtgesellschaftlichen Kontext verankert. Als Projektleiter beschränkten wir uns in dieser abschließenden Phase darauf, die Studierenden bei Unsicherheiten zu unterstützen, ihnen im Rahmen des Workshops einen Erprobungsraum für ihre Vorträge zu bieten und bei der Bündelung der Ergebnisse auf Postern beratend zur Seite zu stehen. Es ist deshalb die Ausstellung der Studierenden, auf die sie sehr stolz sein können“.

Gegliedert ist das Lehrprojekt in ein Seminar, eine Vortragsreihe im Heinrich-Heine-Institut und in der VHS Düsseldorf , in einen Workshop sowie abschließend die Ausstellung der Workshop-Ergebnisse durch die Studierenden im Landtag NRW.

 „Zu einer lebendigen und wehrhaften Demokratie gehört neben einer kritischen Medienlandschaft auch die Auseinandersetzung mit anders denkenden Menschen. Hier sind wir als Demokraten gefordert mit Argumenten, sachlichen Dialogen und Klarheit eine deutliche Abgrenzung zu populistischen Parolen und Provokationen zu schaffen“, so Landtagsvizepräsidentin Angela Freimuth bei der offiziellen Ausstellungseröffnung am 10. März.  

Die Ausstellung ist noch bis zum 20.03.2020 in der Bürgerhalle des nordrhein-westfälischen Landtags zu besichtigen. Bei Interesse bittet der Landtag um eine vorherige Anmeldung unter veranstaltungen(at)landtag.nrw.de oder unter 0211/ 884-2129 bzw. -2422.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektseite: Direkt zur Wordpress Projektseite

 

 

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