18.06.2020 11:29

Erste Präsenzveranstaltung im Haus der Universität

An der Sprache den Täter erkennen - Sprache als Indiz

Von: Redaktion

Straftaten haben mit Sprache zu tun: Geld erpressen, Geständnisse fingieren, Aussagen verfälschen … die Berührungspunkte sind vielfältig und oft verlangt kriminalistische Arbeit auch ein Gespür für Sprache. Professionell unterstützt werden Ermittler und Juristen von (forensischen) Sprachwissenschaftlern, die, mitunter im Rückgriff auf medizinische und psychologische Erkenntnisse, mögliche Sprach-Spuren der Täter oder Sprach-Indizien für Straftaten identifizieren können. Einige der wichtigsten Methoden zur Sprach-Beweissicherung sollen in der Veranstaltungsreihe vorgestellt werden.

Die Vorträge finden nach derzeitiger Planung als Präsenzveranstaltungen im kleinen Rahmen im Haus der Universität statt und beginnen jeweils um 18 Uhr. Aufgrund der behördlichen Auflagen können nur jeweils 25 Gäste eingelassen werden. Eine Anmeldung ist daher dringend empfohlen, per Mail: hdu(at)hhu.de oder telefonisch: 0211- 8110345.

 

26. Juni: Jan Seifert (Bonn)

Autorenerkennung und Sprachwandel: Überlegungen zur Validität potentieller 'Altersmarker' in der forensischen Linguistik.

10. Juli: Laurent Gautier (Dijon)

Beschimpfen, bedrohen, diskriminieren: Sprache als Verbrechen.

11. September: Andrew Hammel (Düsseldorf)

Wie verlässlich ist ein Geständnis? Überprüfung und Verwertung von Geständnissen aus juristischer Sicht.

23. Oktober  Eilika Fobbe (Wiesbaden)

Der Text als Spur. Was forensische Linguistik für die Täterermittlung leisten kann.

20. November: Gea de Jong-Lendle (Marburg)

Die Stimme der Täter – was forensische PhonetikerInnen machen.

27. November: Hans van Halteren (Nijmegen)

You will know them by their (linguistic) deeds! (Vortrag in englischer Sprache)

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