16.05.19 16:03

Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste

Akademie begrüßt Prof. Dr. Dr. h.c. Detlev Riesner und Prof. Dr. Wolfram Trudo Knoefel als neue Mitglieder der Akademie

Von: Redaktion

2019 begrüßt die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste zwölf weitere herausragende Forscherinnen und Forscher sowie Künstlerinnen in ihren Reihen. Akademiepräsident Professor Dr. Wolfgang Löwer überreichte den neuen Mitgliedern im Rahmen der Jahresfeier am 15. Mai 2019 die Aufnahmeurkunden.

v.l.:Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Klaus Kaiser, Prof. Dr. Wolfram Trudo Knoefel, Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der HHU, Prof. Dr. Dr. h.c. Detlev Riesner, Akademiepräsident Prof. Dr. Wolfgang Löwer

Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Sies (3.v.l.) wird die Ehrennadel der Akademie verliehen. Fotos: Andreas Endermann

In der Klasse für Naturwissenschaften und Medizin wurden Professor Dr. Dr. h. c. Detlev Riesner, emeritierter Professor für Physikalische Biologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Mitgründer des Biotech-Unternehmens Qiagen, sowie Professor Dr. med. Wolfram Trudo Knoefel, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf und Inhaber des Lehrstuhls Allgemeine und Viszeralchirurgie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf aufgenommen. Die Ehrennadel der Akademie erhielt auch Prof. Dr. Helmut E. Sies, heute Senior Scientist am Leibniz-Institut für Umweltmedizinische Forschung (IUF) in Düsseldorf.

Hintergrund zu den neuen Mitgliedern der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste:

Prof. Dr. Wolfram Trudo Knoefel erhielt 2003 den Ruf auf die C4 Professur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für Allgemeine und Viszeralchirurgie. Seitdem ist der Direktor der Klinik, die heute die Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie des Universitätsklinikums Düsseldorf beheimatet. Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Knoefel und seiner Klinik sind u.a. Tumorzelldisseminierung und Metastasierung, minimale residuale Systemerkrankung bei malignen Tumoren, Leberregeneration, Stammzellforschung, Präkonditionierung, Ischämie und Reperfusion der Leber, Signalwege der Inflammation und Apoptose (regulierter Zellltod) bei Tumoren, die Targeted Therapy“ (zielgerichtete Therapie) bei neuroendokrinen Tumoren sowie die molekulare Pathogenese, Klassifikation und Therapie von hepatozellulärem Karzinom und Weichteilsarkomen. Sein Publikationsverzeichnis umfasst derzeit über 300 peer-reviewed, pub-med gelistete, wissenschaftliche Arbeiten, sowie weitere Publikationen. Prof. Knoefel ist außerdem aktueller Präsident des Senates der HHU.

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Detlev Riesner war von 1980 - 2006 Lehrstuhlinhaber und Direktor des Instituts für Physikalische Biologie der HHU, von 1990 - 1991 Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und 1995 - 1999 Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Von 2006 bis 2017 gehört er dem Hochschulrat an. Er war Kuratoriumsvorsitzender der Gründerstiftung zur Förderung von Forschung und wissenschaftlichem Nachwuchs an der HHU, deren Kapital 2015 in den Riesner-Stiftungsfonds der HHU übertragen wurde. 1984 gründete er zusammen mit drei seiner Doktoranden die Firma Qiagen N.V. (damals Diagen GmbH), deren Aufsichtsratsvorsitz er bis 2015 innehatte. Er war bzw. ist Mitgründer, Aufsichts- und Beirats-Mitglied mehrerer Biotec-Firmen, wissenschaftlicher Institute und Wissenschaftstransfer-Institutionen. 1980 folgte er dem Ruf nach Düsseldorf. Prof. Riesner erhielt den Max-Planck-Forschungspreis für Internationale Zusammenarbeit (zusammen mit Nobelpreisträger Stanley Prusiner), den Universitätspreis der Universität Essen, den Universitätspreis der HHU, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und die Ehrendoktorwürde der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der HHU.

Prof. em. Dr. med. Dr. h.c. Helmut Sies begründete 1985 das Konzept des „Oxidativen Stress“. Er arbeitete über die molekularen Grundlagen der Wirkungen von Oxidantien und Antioxidantien sowie die Strategien der Verteidigungssysteme. Prof. Sies wurde 1978 ordentlicher Professor und Lehrstuhlinhaber der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, im Jahr 2008 wurde er emeritiert. Seitdem ist er als Senior Scientist am Leibniz-Institut für Umweltmedizinische Forschung (IUF) in Düsseldorf tätig. Auch Helmut Sies erhielt zahlreiche hochrangige Auszeichnungen: 1988 erhielt er den Ernst Jung-Preis. 1996 wurde er Ehrendoktor der Universität von Buenos Aires. 1999 erhielt er die Werner Heisenberg Medaille der Alexander von Humboldt Stiftung und 1986 die Silbermedaille des Karolinska Instituts. Er ist seit 1991 Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, seit 2000 Mitglied der Leopoldina und Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech). Der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gehört er seit 1991 als korrespondierendes Mitglied an.

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