16.11.2019 14:46

Symposium des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin

30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention - Kinderrechte und Kinderschutz heute

Von: Redaktion

Am 20.11.2019 jährt sich zum 30. Mal die Verabschiedung der Kinderrechtskonvention durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Sie ist der erste völkerrechtlich bindende Vertrag, der die Rechte des Kindes in allen Lebensbereichen in den Mittelpunkt stellt. Aus Anlass des Jubiläums lädt das Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin zu einem Symposium ein, das Kinderrechte und Kinderschutz heute behandelt, vor allem im Hinblick auf im Alltag verletzte Rechte der Kinder.

Zu den Rechten des Kindes zählen Selbstbestimmung, Gesundheit, der Schutz vor Gewalt, Mitsprache und Teilhabe an gesellschaftlichen Entscheidungen. 

Aus medizinhistorischer Perspektive führen Dr. Anne Oommen-Halbach in die Entwicklung der Kinderrechte und Prof. Dr. Heiner Fangerau, Direktor des Instituts, in das Thema Kinderschutz ein. Prof. Sabine Andresen, Professorin für Familienforschung und Sozialpädagogik an der Universität Frankfurt, wird das Recht der Kinder auf Achtung im Verständnis des polnischen Kinderarztes und Pädagogen Janusz Korczak in den Blick nehmen. Bereits um 1920 forderte der polnische Kinderarzt und Pädagoge eine gleichberechtigte Stellung von Kindern und Erwachsenen. Er formulierte ein Grundgesetz für das Kind, das lange Zeit in Vergessenheit geriet. Heute wird Korczak als Pionier der Kinderrechte angesehen.

Prof. Miriam Rassenhofer, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin am Kompetenzzentrum Kinderschutz der Universität Ulm, wird auf das Recht auf gewaltfreie Erziehung eingehen und über die psychischen Folgen von Kindern sprechen, bei denen dieses Recht verletzt wird. Prof. Stefanie Ritz-Timme, Direktorin des Instituts für Rechtsmedizin, wird aus ihren Erfahrungen der Düsseldorfer Ambulanz für Gewaltopfer von den Herausforderungen des Kinderschutzes in der ärztlichen Praxis berichten. Schließlich wird Prof. Hans-Michael Straßburg als langjähriger Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums der Universitäts-Kinderklinik Würzburg der Frage nachgehen, ob Kindern eigens formulierte Rechte, etwa im Grundgesetz eingeräumt werden sollten.

Das Symposium gehört zum Programm der Bürgeruniversität der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und wird veranstaltet im Rahmen des Kinderrechtejahrs 2019 in Düsseldorf. Es unterstützt damit die Initiative des Kinderschutzbundes Düsseldorf, des Stadt- und Familienmagazins Libelle, in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Düsseldorf und einem breiten Aktionsbündnis aus Verbänden, Vereinen, Kultur und Bildungsinstitutionen sowie städt. Einrichtungen. Düsseldorfer Symposium zu Kinderrechten und Kinderschutz, Mittwoch, 20. November 2019, 16.30, Universitätsklinikum Düsseldorf, O.A.S.E., Gebäude 16.61, Anmeldung über anne.oommen-halbach@hhu.de

 

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenStabsstelle Presse und Kommunikation