29.01.19 11:57

Internationales Gütesiegel „HR Excellence in Research Award“ verliehen

Sehr gute Arbeits- und Forschungsbedingungen an der HHU

Von: Arne Claussen

Das Siegel „HR Excellence in Research-Logo“.

Die EU-Kommission will im Rahmen ihrer Initiative „Human Resources Strategy for Researchers (HRS4R)“ die Arbeitsbedingungen für Wissenschaftler aller Karrierestufen an europäischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen verbessern. Niedergelegt sind die Prinzipien hierfür in der „European Charter for Researchers“ und im „Code of Conduct for the Recruitment of Researchers“.

Hierunter fallen unter anderem faire und transparente Auswahlverfahren für zu besetzende Forschungsstellen, Angebote zur Personalentwicklung, die Erleichterung der transnationalen Mobilität, Chancengleichheit, die Sicherung wissenschaftlicher Integrität und auch die Gewährleistung guter Arbeitsbedingungen. Die EU fordert die Einhaltung von Standards in diesen Bereichen, wenn sich eine Universität an europäischen Forschungsausschreibungen beteiligen will.

Auf Initiative von Forschungsprorektor Prof. Dr. Peter Westhoff hat die HHU 2017 den HRS4R-Prozess angestoßen. Die Ergebnisse wurden im Mai 2018 bei der Europäischen Kommission eingereicht. Neben einer Bestandsaufnahme zählt hierzu unter anderem ein umfangreiches Maßnahmenpaket: Mit insgesamt 19 Maßnahmen will die HHU die Bedingungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der HHU weiter verbessern. So geht es zum Beispiel nicht nur um eine Vereinfachung von Prozessen, sondern es soll auch der Zugang – gerade für internationale Forschende – zu wichtigen Informationen erleichtert werden. Zudem ist geplant, die Angebote zur Karriereentwicklung und Weiterbildung auszubauen.

Das Konzept durchlief ein Begutachtungsverfahren einer internationalen Expertenkommission, welches schließlich in der Verleihung des Siegels „HR Excellence in Research Award“ am 11. Dezember 2018 mündete. Prof. Westhoff ist stolz auf den Erfolg: „Dieses Gütesiegel belohnt die tiefgreifenden Bemühungen der HHU, die besten Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Forscherinnen und Forschern zu schaffen. Hiermit wird Düsseldorf, auch im deutschen und europäischen Vergleich, ein überaus attraktiver Standort für die wissenschaftliche Karriere.“

Die HHU ist damit in Deutschland gut aufgestellt. Insgesamt lediglich 14 Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen führen hierzulande dieses Siegel, vier davon aus Nordrhein-Westfalen. Das Siegel erleichtert die Teilnahme an Programmausschreibungen etwa im Rahmen des EU-Forschungsrahmenprogramms „Horizont 2020“.

Der HRS4R-Prozess an der HHU

Für den Prozess wurde eine Arbeitsgruppe einberufen, die von der Abteilung Forschung und Transfer und der Referentin des Forschungsprorektors koordiniert wurde. In der Arbeitsgruppe waren unter anderem Forschende aus allen Fakultäten, Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Abteilungen der Verwaltung, der Heine Research Academies (HeRA) und des Junior Scientist and International Researcher Centres (JUNO) vertreten. Darüber hinaus waren in einem breit angelegten Prozess weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Karrierstufen und aller Fakultäten beteiligt. Prof. Westhoff: „Mein besonderer Dank gilt all jenen, die sich aus Wissenschaft und Verwaltung am Prozess beteiligt haben und nun auch zur Umsetzung der Maßnahmen beitragen.“

Mehr Informationen zu dem Siegel und zum HRS4R-Prozess an der HHU: www.hhu.de/hrs4r

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