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30.03.2020 08:03

Philosophie

Forschungsgruppe zur Induktiven Metaphysik

Von: Victoria Meinschäfer

Die Forschungsgruppe „Induktive Metaphysik“ (FOR 2495) geht am 1. April in die zweite Förderperiode. Prof. Dr. Gerhard Schurz und Prof. Dr. Markus Schrenk sind mit drei Projekten und vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern maßgeblich daran beteiligt. Die auf sieben Universitäten in NRW verteilte Forschungsgruppe wird für weitere drei Jahre von Prof. Schurz als Sprecher koordiniert werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligte für die zweite Förderperiode über drei Millionen Euro, von denen 1.104.350 Euro an die HHU fließen.

Prof. Dr. Gerhard Schurz (Bild: privat) koordiniert als Sprecher die Forschungsgruppe

Prof. Dr. Markus Schrenk (Bild: Florian Kaiser-Winter/HHU)

Das übergeordnete Anliegen dieser Forschungsgruppe ist es, eine neue Konzeption der Methodologie von Metaphysik zu entwickeln. Es soll aufgezeigt werden, dass metaphysische Prinzipien nicht durch Vernunftargumente allein beantwortet werden können, sondern auf empirische Quellen und induktive Schlüsse gestützt werden müssen. Während beispielsweise Immanuel Kant die Theorie der Kausalität als apriorische Voraussetzung von Erfahrung zu begründen suchte, besitzen jüngere Theorien der Kausalität empirische Konsequenzen, an denen sie überprüft werden können. 

In dem von Schurz und Schrenk geleiteten methodischen Zentralprojekt der Forschungsgruppe wird die Reichweite der abduktiven Methodologie in der Metaphysik in enger Kooperation mit den anderen acht Teilprojekten untersucht. Im Zentrum stehen dabei die komplementären Begriffe der nomologischen Notwendigkeit versus Interventionsfreiheit sowie die Methodologie der metaphysischen Modellbildung und Modellerklärung. In den weiteren Projekten geht es unter anderem um die verallgemeinerte und kulturellen Evolutionstheorie.  

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