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21.11.2019 12:00

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Dr. Cornelia Monzel zur W2-Professorin für Medizinische Physik an der HHU ernannt

Von: Arne Claussen

Am 20. November ernannte Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), die vormalige Juniorprofessorin Dr. Cornelia Monzel zur W2-Professorin für Experimentelle Medizinische Physik. Prof. Monzel ist Inhaberin eines „Freigeist-Fellowship“ der VolkswagenStiftung.

Dr. Cornelia Monzel wurde am 20. November 2019 zur W2-Professorin für Experimentelle Medizinische Physik an der HHU ernannt. (Fotos: HHU / Christoph Kawan)

Prof. Monzel forscht auf den Gebiet der Magnetogenetik und der Einzelmolekülmikroskopie. Am Mikroskop kann sie mittels magnetischer Nanopartikel die Bewegung einzelner Moleküle, die etwa an eine Zelle gekoppelt sind, direkt beeinflussen.

Prof. Monzel erforscht, wie sich physikalische Eigenschaften – die Struktur, Mechanik und molekulare Dynamik – zellulärer Prozesse in gesunden und krankhaften Zellen verändern und wie diese mit neuen nanotechnologischen Methoden aktiv verändert werden können.

Hierzu entwickelt sie photonische und biophysikalische Methoden wie die Magnetogenetik und die „Dynamic Optical Displacement Spectroscopy“ (kurz DODS). Diese Methoden erlauben es, Moleküle auf nanometrischen Skalen zu quantifizieren und zu manipulieren. Dabei kommen unter anderem magnetische Nanopartikel zum Einsatz. Sie sind deutlich kleiner als eine Zelle und können so präpariert werden, dass sie an bestimmte Moleküle der Zelle, beispielsweise an deren Zellmembran, binden. Durch äußere Magnetfelder lassen sie sich beeinflussen – zum Beispiel können so mechanische Kräfte ausgeübt werden –, so dass es möglich wird, die Zellen berührungsfrei zu manipulieren.

Mit der Forschungsarbeit sollen Grundlagen für neue medizinische Ansätze in Diagnostik und Therapie geschaffen werden. An der HHU arbeitet die Gruppe um Prof. Monzel eng mit Physikern und Medizinern des Universitätsklinikums Düsseldorf zusammen. Durch die interdisziplinäre Forschung wird die Gruppe die Zusammenarbeit zwischen den Naturwissenschaften und der Medizin stärken.

Zur Person

Cornelia Monzel studierte Physik an der Universität Bonn (Diplom 2008) und legte während dieser Zeit auch einen Master in Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Physik an der Cambridge University ab (2006). Im Jahr 2012 promovierte sie in Physikalischer Chemie zu Forschungsarbeiten, die sie am Forschungszentrum Jülich und der Université Aix-Marseille durchführte. Der darauffolgende Postdoc führte sie an die Universität Heidelberg. Von 2015 an forschte sie am Institut Curie in Paris, bis sie im Jahr 2017 von der HHU auf eine W1-Professur für Experimentelle Medizinische Physik berufen wurde. Im Jahr 2018 begann ihr mit rund einer Millionen Euro von der VolkswagenStiftung finanziertes „Freigeist Fellowship“. Im November 2019 wurde sie zur W2-Professorin an der HHU ernannt.

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