03.05.2016 11:33

Ausstellung in der Universitäts- und Landesbibliothek

Vom Heldenglanz zum Totentanz – zum 200. Geburtstag des Historienmalers Alfred Rethel

Von: Redaktion / V.M.

03.05.2016 - Als 13-jähriges Wunderkind nahm Alfred Rethel 1829 sein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie auf, mit 37 Jahren legte er 1853 unheilbar erkrankt Pinsel und Palette für immer aus der Hand. Zwischen den beiden Daten liegen zweieinhalb Jahrzehnte intensiven künstlerischen Schaffens zu historischen und aktuellen Themen: ehrenvolle Großaufträge wie die Aachener Rathaus-Fresken zu Leben und Werk Karls des Großen (1847–1851) und ambitionierte selbstgestellte Aufgaben wie der Bilderzyklus „Hannibals Zug über die Alpen“ (1842–1844) oder die Holzschnittfolge „Auch ein Todtentanz“ (1849).

Einen festen Platz in der Kunstgeschichte erwarb sich Rethel vornehmlich mit seinen Karlsfresken, mit denen er die Historienmalerei seiner Zeit zu nie wieder erreichter monumentaler Größe führte. Die Karlsfresken markieren einen Höhepunkt in Rethels Schaffen, bezeichnen jedoch zugleich einen Wendepunkt in seinem Leben. Denn während der Entstehungszeit gerade dieses Hauptwerks erkrankte Rethel an Depressionen, so dass der sensible Künstler die Arbeit abbrechen musste.

Trotz seines fragmentarisch-unvollendeten Charakters ragt Rethels Werk in seinem ethischen Ernst und seiner monumentalen Strenge weit über das Niveau der meisten seiner Zunftgenossen hinaus und gilt noch heute als einer der bedeutendsten Beiträge zur europäischen Kunst des 19. Jahrhunderts. In Düsseldorf erinnert die Rethelstraße an Alfred Rethel, das Rethel-Gymnasium wurde 1983 mit dem Goethe-Gymnasium zusammengelegt. Klaus Heuser, der durch den Roman „Königsallee“ von Hans Pleschinski wieder bekannt wurde, ist ein Urenkel von Alfred Rethel.

Die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf erinnert aus Anlass seines 200. Geburtstags an den Maler und Graphiker Alfred Rethel und stellt in Originalgraphiken und zeitgenössischen Reproduktionen eine Auswahl seiner wichtigsten Werke vor.

Zur Eröffnung am 12. Mai um 18 Uhr spricht der Kurator der Ausstellung Prof. Dr. Eckhard Grunewald über „Ein Heros in der Kunst“ – Alfred Rethel zwischen Romantik und Revolution“

 

Im Anschluss an die Eröffnung ist die Ausstellung bis zum 10. Juli 2016 montags bis freitags von 8 bis 24 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 24 Uhr im Foyer der Zentralbibliothek zu sehen.

 

Ausstellungseröffnung:      12. Mai 2016, 18 Uhr

                                               Vortragssaal der ULB

 

Programm:

 

Begrüßung

Dr. Irmgard Siebert, Direktorin der ULB Düsseldorf

 

„Ein Heros in der Kunst“ – Alfred Rethel zwischen Romantik und Revolution

Prof. Dr. Eckhard Grunewald, Kurator der Ausstellung

 

 

 

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenStabsstelle Presse und Kommunikation