30.12.09 00:00

Uni jetzt mit direktem Anschluss an das Stadtbahnnetz

Verlängerung der U 79 offiziell freigegeben/Deutlich schneller zum Hauptbahnhof

Von: Manfred Blascyk, Pressedienst der Landeshauptstadt Düsseldorf

Die Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität hat jetzt Anschluss an das Stadtbahnnetz und damit eine schnelle Verbindung zum Hauptbahnhof. Oberbürgermeister Dirk Elbers, der Rektor der Heinrich-Heine-Univer sität, Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, und Rheinbahn-Vorstand Peter Ackermann haben am Montag, 30. August, die Verlängerung der Stadt bahntrasse der U 79 bis zur Uni-Ost offiziell freigegeben.

Die Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität hat jetzt Anschluss an das Stadtbahnnetz und damit eine schnelle Verbindung zum Hauptbahnhof. Oberbürgermeister Dirk Elbers, der Rektor der Heinrich-Heine-Univer sität, Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, und Rheinbahn-Vorstand Peter Ackermann haben am Montag, 30. August, die Verlängerung der Stadt bahntrasse der U 79 bis zur Uni-Ost offiziell freigegeben.

Pressebild
OB Dirk Elbers, Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper, Rheinbahn-Vorstand Peter Ackermann sowie Ratsherr Andreas Hartnigk (v. l.) beim gemeinsamen Banddurchschnitt auf dem Hochbahnsteig Haltestelle "Südpark"
(Foto: Carolin Grape)


"Damit ist ein lang gehegter Wunsch der Universität und ihrer Stu denten erfüllt worden. Gerade für die Studierenden, die von auswärts über den Hauptbahnhof anreisen, bedeutet dies eine deutliche Verbesse rung. Damit haben wir nicht nur eine engere Verzahnung von Stadt und Universität erreicht. Die Verlänge rung der U 79 sehe ich auch als ein gelungenes Zeichen dafür, dass Uni versität und Stadt enger aneinander rücken", so OB Elbers. Das 8,6 Millionen Euro teure Projekt wurde vom Verkehrsver bund Rhein Ruhr mit Mitteln des Landes in Höhe von 5,2 Millionen Euro gefördert und jetzt nach 13 Monaten Bauzeit fertig gestellt. Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper dankte den Beteiligten für die zügige Realisierung dieses Projektes:" Täglich pendeln etwa 20.000 Menschen zum Uni-Campus. Deshalb ist die direkte Verbindung zwischen dem Bahnhof und der Universität von entscheidender Bedeutung - auch unter umweltpolitischen Gesichtspunkten."

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Die Uni hat mit der Verlängerung der U 79 einen direkten Anschluss an das Stadtbahnnetz und damit eine schnelle Verbindung zum Düsseldorfer Hauptbahnhof.
(Foto: Carolin Grape)

Die neue Linie reduziert die Fahrzeit vom Hauptbahnhof im Vergleich zur bisherigen Straßenbahnverbindung um rund neun Minuten. So kön nen Studenten und alle Fahrgäste, die aus dem Düsseldorfer Norden be ziehungsweise aus Duisburg kommen, zukünftig die Universität ohne umzusteigen erreichen. OB Elbers weiter: "Wir werden nun in den kommen den Wochen aufmerksam beobachten und auswerten, wie sich das Fahr gastaufkommen auf der neuen Linie entwickelt. Sollte sich dann heraus stellen, dass der bisher zwischen allen Beteiligten verabredete 20-Minu ten-Takt nicht ausreicht, wird es in der morgendlichen Hauptverkehrs zeit durch den Einsatz von E-Wagen einen 10-Minuten-Takt geben. Diese Vorgehensweise war hinlänglich bekannt."

Teilweise auf vorhandenen Gleisen
Die U 79 ist über ihren bisherigen Endhaltepunkt "Kaiserslauterner Straße" über die Trasse der U 74/U 77 bis zum Haltepunkt "Werstener Dorfstraße" weiter geführt worden. Dort schwenkt sie dann auf die Gleise der Straßenbahnlinie 701/713 und am zweiten Abzweig am Süd park auf die Gleise der Linie 707.

Bereits durch die 2002 fertig gestellte Stadtbahnzulaufstrecke der Linien U 74/ U 77 in Richtung Wersten wurde eine wichtige Voraussetzung für die aktuelle Verlängerung der Linie U 79 geschaffen. Hierfür wurde der gesamte Straßenquerschnitt von Siegburger- und Kölner Landstraße neu gestaltet. Die Stadtbahn erhielt einen eigenen Gleiskörper, und es wurde eine Kehrgleisanlage an der Kaiserslauterner Straße errichtet.

Für die Verlängerung der U 79 war es erforderlich, Gleiseckverbindun gen an den Kreuzungsbereichen Kölner Landstraße/Werstener Straße (Werstener Kreuz) und Werstener Straße/Universitätsstraße (Südpark) zu bauen. In diesem Zusammenhang mussten die vorhandenen Halte stellen "Werstener Dorfstraße" um etwa 16 Meter und "Südpark" um 75 Meter verschoben und neu gebaut werden.

Haltestelle Südpark kombiniert zwei Bahnsteigtypen
Die Haltestelle "Südpark" ist dabei einzigartig in Düsseldorf. Denn zum ersten Mal wurde eine Kombination mit einem Hochbahnsteig und ei nem Niedrigflurbahnsteig gebaut. Damit wird auch mobilitätsbe hinder ten Fahrgästen ermöglicht, in beide Fahrzeugtypen, - sowohl in die U-Bahn als auch in die Straßenbahn - bequem und niveaugleich ein- und aussteigen zu können. Die Bahnsteigkonstruktionen, Aufbauten und Materialien entsprechen denen der bereits seit längerem in Düsseldorf erprobten Hoch- und Niedrigbahnsteigen.

Für die Erweiterung des Stadtbahnnetzes mussten auch die angrenzen den Straßen- und Gleisanlagen, die Fahrleitungen, Anlagen zur Fahrgast information und die sonstige technische Ausrüstung umgebaut wer den. Für eine sichere Radfahrer- und Fußgängerführung über die Kölner Landstraße wurde die Verkehrsinsel im Einmündungsbereich der Wers tener Straße verbreitert und die Fahrspuren an die neue Verkehrssitua tion angepasst. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Bushaltestelle "Werstener Dorfstraße" in Richtung stadtauswärts barrierefrei umgebaut.

Daten und Fakten
Linienlänge:
Rund 3,2 km zwischen der Haltestelle Kaiserslauterner Straße und der Endhaltestelle Universität Ost/Botanischer Garten.

Haltestellen:
Werstener Dorfstraße - Umbau von zwei Niedrigbahnsteigen und barrie refreier Umbau eines Busbahnsteigs.
Südpark - Neubau von zwei Niedrig- und einem Hochbahnsteig.

Gleisneubau:
Gleiseckverbindung am Werstener Kreuz: Neubau von vier Weichen und zwei Kreuzungen mit elastischer Bettung zur Minimierung der Erschüt terungen für die angrenzende Bebauung sowie Erneuerung einer Weiche.

Gleiseckverbindung am Südpark: Neubau von vier Weichen und zwei Kreuzungen.

Die Gesamtmaßnahme wurde durch die Stadt Düsseldorf als Bauherr in enger Zusammenarbeit mit der Rheinbahn in Planung und Bauüberwa chung erstellt.

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