25.09.14 11:21

Skulpturengruppe vor der ULB enthüllt

Eberhard Foest: „Heimkehr aus einem Krieg“

Von: Redaktion / V.M.

26.09.2014 - Eberhard Foests Skulpturengruppe „Heimkehr aus einem Krieg“ ist seit heute auf der Rasenfläche vor der Universitäts- und Landesbibliothek zu sehen. Am 100. Todestag des Künstlers August Macke enthüllten Vertreter von Heinrich-Heine-Universität, dem An-Institut „Moderne im Rheinland“ und dem Landschaftsverband Rheinland das Werk des Leverkusener Künstlers. Die Aufstellung von „Rückkehr aus einem Krieg“ findet im Rahmen des NRW-Verbundprojekts „1914 – Mitten in Europa“ statt.

Prof. Dr. Thomas Schleper (LVR), Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann ("Moderne im Rheinland"), Rektor Prof. Dr. H. Michael Piper und der Künstler Eberhard Foest bei der Einweihung des Denkmals vor der Universitäts- und Landesbibliothek, Foto: Uli Oberländer

„Das Figurenensemble lädt unsere Studierenden und unsere Mitarbeiter nur scheinbar zur Reflexion über ein vergangenes, über 100 Jahre zurückliegendes Ereignis ein“, so Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper bei der Enthüllung. „Die intellektuelle Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg – mit seinen Wurzeln und seinen verheerenden Folgen – erscheint mir aber gerade heute besonders wichtig, da auch auf unserem Kontinent wieder mit den Säbeln gerasselt wird.“

Zu einem der frühen und bekannten Opfern auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs zählt der Künstler August Macke. Er hatte viele Jahre in Düsseldorf gelebt und war in vielfältiger Weise in das kulturelle Leben der Vorkriegszeit eingebunden. Der Bonner Künstler fiel am 26. September 1914 bei Perthes lès Hurlus in der Champagne.

Der 100. Todestag August Mackes gab für HHU und LVR den Anlass, mit der Plastik „Heimkehr aus einem Krieg“ von Eberhardt Foest an die Aktualität des Krieges in der Gegenwart zu erinnern.

Hier in der Region ist der Landschaftsverband Rheinland mit dem Dezernatsprojekt „1914 – Mitten in Europa“ seit September 2013 in ganz besonderer Weise tätig geworden. Die Heinrich-Heine-Universität ist an diesem Großprojekt mit dem Vorsitz im Wissenschaftlichen Beirat (Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann), der Funktion von Beiräten und Referenten (Prof. Dr. Andrea von Hülsen-Esch, Prof. Dr. Gerd Krumeich, Prof. Dr. Gisela Miller-Kipp, Prof. Dr. Jürgen Wiener) und mit den Projekten des An-Institutes beteiligt.

 

Zum Künstler:

Eberhard Foest, 1935 in Liebau, Schlesien geboren, bezeichnet sich als Leverkusener Künstler, hier legte er 1991 mit dem Förderverein Freudenthaler Sensenhammer e.V. den Grundstein für das heutige „Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer“. Unmittelbar daneben befindet sich das Atelier des Künstlers.

Dramaturgie, Architektur, Kunst- und Materialgeschichte prägen sowohl die Biographie als auch das Werk des Künstlers und Bildhauers. Anfang der 1980er Jahre entwickelte er eine Grundform, die bis heute sein Werk prägt und als menschliche Silhouette an die Notwendigkeit eines friedlichen Miteinanders appelliert. Insofern sind die Orte, an denen Foests Skulpturen ihre Heimat finden, wichtige Erinnerungsorte zum Krieg und Leiden. In Berlin befinden sich z.B. drei Skulpturengruppen, die im direkten Umfeld der „Topographie des Terrors“ an Krieg, Verfolgung und Mauerbau erinnern. Weitere Skulpturen finden sich in Bonn, Hamburg, Köln und Duisburg. Einzelausstellungen seiner Werke wurden seit 1983 u.a. im Museum Cevider in Valencia, Spanien, im Museum Morsbroich in Leverkusen, in der Galerie Bremer in Berlin, in der DesignPost in Köln und in der Innenstadt Schwerins gezeigt. 2007 erhielt Eberhard Foest vom Landschaftsverband Rheinland für sein Werk den Rheinlandtaler und 2008 wurde sein gesellschaftspolitisches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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