07.06.17 13:27

Vortragsreihe NutzPflanzen - Pflanzen nutzen

Vom Maisanbau der Mayas zu heutigen Superfoods

By: Carolin Grape

Am 12. Juni 2017 startet im Botanischen Garten Düsseldorf die öffentliche Vortragsreihe mit Prof. Dr. Peter Westhoff „Vom Maisanbau der Mayas zu heutigen Superfoods“. In insgesamt drei Vorträgen im Rahmen des Exzellenzclusters CEPLAS werden verschiedene Themen aus dem Bereich Pflanzen- und Agrarforschung sowie aktuelle Ernährungstrends behandelt.

Das offizielle Plakat zur Vortragsreihe mit Prof. Dr. Peter Westhoff

 

Am Beispiel von drei Aspekten aus dem Bereich Nutzpflanzen und Ernährung beschreibt Prof. Westhoff, welche Entwicklungen in diesen Bereichen jeweils stattgefunden haben und welche Perspektiven es hier gibt:

·         Was unterschied den Maisanbau der Mayas von unserem heutigen Monokultur-Anbau?

·         Welche Rolle spielt eigentlich die Pflanzenzüchtung aus landwirtschaftlicher, wirtschaftlicher, politischer und ernährungsphysiologischer Sicht?

·         Haben Superfoods wirklich Superkräfte?

„Ziel ist es, mit dieser Vortragsreihe, die breite Öffentlichkeit anzusprechen und den Leuten Lust zu machen mehr über unsere Kulturpflanzen und deren faszinierende Eigenschaften zu erfahren“, so Peter Westhoff.

Die Vorlesungsreihe wird durch den Exzellenzcluster CEPLAS organisiert, der seit November 2012 an den Universitäten Düsseldorf und Köln, sowie am Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtung und dem Forschungszentrum Jülich mit insgesamt 29 Mio. € gefördert wird. Der Cluster hat sich die Entwicklung innovativer Strategien für eine nachhaltige Pflanzenproduktion zum Ziel gesetzt.

Prof. Dr. Peter Westhoff bekleidet seit 1988 den Lehrstuhl für Entwicklungs- und Molekularbiologie der Pflanzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und fungiert seit November 2014 als Prorektor für Forschung und Innovation. Neben einer Vielzahl weiterer Funktionen im Rahmen internationaler Pflanzenforschungsprojekte war Prof. Westhoff von 2000 bis 2004 Mitglied im Fachausschuss Botanik der Deutschen Forschungsgemeinschaft und saß von 2006 bis 2012 in deren Senat. Im letzten Jahr wurde Prof. Westhoff in die Nationale Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) aufgenommen.

Im Anschluss an die Vorträge sind alle TeilnehmerInnen noch zu einem kleinen Get-together eingeladen, bei dem es auch, je nach Thema, ein paar Kleinigkeiten zu Probieren gibt.

Die Vortragsreihe begleitend finden von Juni bis September mehrmals Sonntagsführungen im Botanischen Garten zu dem gleichnamigen Thema statt, bei denen Prof. Westhoff auch einen Teil der in den Vorträgen angesprochenen Pflanzen vorstellt.

Termine:

Die Vorträge finden jeweils ab 18 Uhr im Verwaltungsgebäude des Botanischen Gartens in Düsseldorf statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, Interessierte sind herzlich willkommen:

12.06.2017, 18:00 Uhr             
Vom Maisanbau der Mayas zur Monokultur

Durch den gezielten Anbau unterschiedlicher, sich ergänzender Nutzpflanzen lassen sich die Ernteerträge steigern. Schon die Mayas nutzten dieses Wissen, und bauten Mais daher immer in Verbindung mit anderen Nutzpflanzen an (sog. „Milpa“). Diese Mischkultur unterscheidet sich komplett von der Art, wie Mais heute angebaut wird, nämlich meist in riesigen Flächen als Monokultur. Doch warum werden heutzutage Nutzpflanzen fast nur noch als Monokultur angebaut? Welche Vorteile bietet diese Art des Anbaus und wären andere Anbauformen überhaupt noch wirtschaftlich rentabel? Könnten Mischkulturen den Kleinbauern in Entwicklungsländern helfen, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten?

26.06.2017, 18:00 Uhr             
Vom Einkorn zum Hochleistungsweizen – die Entstehung und Bedeutung des Weizens für die Menschheit

Weizen ist eine der wichtigsten Nutzpflanzen weltweit und nimmt von allen Getreidearten die höchsten Anbauflächen ein. Die Erfolgsgeschichte des Weizens begann bereits vor ca. 10.000 Jahren mit der Domestizierung von Einkorn und Emmer. Doch diese primitiven Urweizensorten ähnelten unserem heutigen Weizen nur wenig. Generation um Generation wurde die ursprünglichen Weizenvarietäten weiter gezüchtet, bis schließlich unser heutiger Brotweizen entstand. Dieser ist aus unserer täglichen Ernährung nicht mehr weg zu denken und spielt darüber hinaus auch wirtschaftlich und politisch eine entscheidende Rolle. Doch welche Gefahren drohen dem Weizenanbau und welche Folgen hatte die Jahrtausende lange Züchtung?

03.07.2017             
Superfoods – was sind und was können Chia, Goji und Co?

Superfoods sind heutzutage buchstäblich in aller Munde. Zum einen bieten Pseudogetreide wie Quinoa und Amaranth glutenfreie Alternativen zu herkömmlichen Getreideprodukten. Zum anderen werden Chiasamen, Gojibeeren, oder Acaibeeren als wahre Wundermittel für eine bessere Vitaminversorgung und Verdauung oder zur Gewichtsreduktion angepriesen. Was können diese Superfoods und was nicht? Sind sie wirklich besser als unsere heimischen Nutzpflanzen?

Weitere Informationen:

www.ceplas.eu/en/home/

Dr. Céline Hönl
celine.hoenl[at]hhu.de
Tel.: +49 211 81-11996

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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