06.04.2020 16:00

Juristische Fakultät

Videobegrüßung des neuen Dekan Prof. Dr. Christian Kersting, LL.M. (Yale)

By: Carolin Grape

Mit Wirkung 1. April 2020 hat Prof. Dr. Christian Kersting (Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht sowie deutsches und internationales Unternehmens-, Wirtschafts- und Kartellrecht) das Amt des Dekans der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität übernommen. Der Fakultätsrat bestimmte Prof. Kersting zum Nachfolger von Prof. Dr. Nicola Preuß (Professur für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrensrecht und Handelsrecht), die seit 2018 Fakultätsdekanin war und nun neue Prodekanin ist. Studiendekan bleibt Prof. Dr. Horst Schlehofer (Strafrecht und Strafprozessrecht).

Prof. Dr. Christian Kersting ist seit dem 1. April neuer Dekan der Juristischen Fakultät. (Foto: HHU)

In seiner neuen Funktion als Dekan der Juristischen Fakultät begrüßte Prof. Dr. Christian die Studierenden zum Beginn des Sommersemesters – einem Semester unter dem Einfluss der Corona-Epidemie - per Videobotschaft aus dem Homeoffice. Offiziell ist der Semesterbeginn bis zum 20. April verschoben, aber laut Prof. Kersting bemühe sich die Fakultät, die Auswirkungen der Situation auf ihre Studierende so gering wie möglich zu halten: „Wir werden bereits ab dem 6. April mit einem eingeschränkten Programm beginnen. Sie werden zunächst von den hauptamtlichen Professoren und Professorinnen Lektüreempfehlungen und eventuell auch Aufgaben für die ersten beiden Wochen bekommen. Ab dem 20.April wollen wir Online-Vorlesungen anbieten, die auch Rückfragen und Diskussion beinhalten.“

Da die nächsten Prüfungstermine nicht unmittelbar vor der Tür stünden, werde man bis auf weiteres an den Terminen festhalten, in der Hoffnung, dass sich die Lage bis dahin normalisiert habe: „Das Repetitorium soll bereits am 6. April beginnen und online durchgeführt werden. Damit wollen wir sicherstellen, dass unsere Examenskandidaten und -kandidatinnen in ihrer Prüfungsvorbereitung nicht zurückfallen. In diesem Zusammenhang eine gute Nachricht: Die Juristischen Datenbanken sind nun auch von zuhause aus zugänglich. Gleichzeitig treffen wir Vorbereitungen für alle Eventualitäten. Wir werden uns um Lösungen bemühen, die in jeder Hinsicht fair sind und die der besonderen Situation Rechnung tragen, in der sich die Prüflinge aber auch die Prüfer und Prüferinnen befinden.“

Am Ende seiner Videobotschaft wies der Dekan auf die fakultätsinterne Informationsseite zu den Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie hin und rief die Studierenden auf: „Wir bemühen uns auf vielen verschiedenen Ebenen, den Studienbetrieb so gut wie möglich aufrecht zu erhalten. Das erfordert einen organisatorischen Kraftakt und auch eine Umstellung eingeübter und erprobter Lehr- und Lernmethoden. Digitale Lehre, angeleitetes Selbststudium, neue Formate, stellen nicht nur große Anforderungen an die Dozenten und Dozentinnen, sondern auch an Sie: Wir brauchen Ihre Unterstützung. Lassen Sie sich auf das Neue ein, beteiligen Sie sich und arbeiten Sie intensiv mit!“

Link zur Videobegrüßung

 

Zu den Personen:

Prof. Dr. Christian Kersting studierte ab 1992 Rechtswissenschaften an der Universität Bonn und der Universität Lausanne und im Teilzeitstudium Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen. Nach seinem Ersten Juristischen Staatsexamen 1997 in Bonn arbeitete er zunächst als wissenschaftliche Hilfskraft am Bonner Institut für Steuerrecht, bevor er 1999 sein Referendariat begann. 2000 schloss er noch während seines Referendariats bei Wolfgang Schön in Bonn seine Promotion zum Dr. iur. ab; ein Jahr später legte Kersting sein Zweites Staatsexamen ab. Dem schloss er ein Studium an der Yale Law School an, das er 2002 mit dem Erwerb des Titels Master of Laws abschloss.
Anschließend kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete als Referent am Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht in München. An der Universität München habilitierte Kersting sich 2006 unter dem mittlerweile dort tätigen Schön und erhielt die Venia legendi für die Fächer Bürgerliches Recht, deutsches und europäisches Handels-, Gesellschafts-, Bilanz- und Kapitalmarktrecht, Rechtsvergleichung, Steuerrecht. In der Folge war Kersting zunächst als Privatdozent an der Universität München tätig. Im Sommersemester 2007 vertrat er einen Lehrstuhl an der Universität Lausanne.
2007 nahm er unter Ablehnung von Rufen der Universitäten Kiel, Mannheim sowie der European Business School einen Ruf der Universität Düsseldorf an, wo er seitdem den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht sowie deutsches und internationales Unternehmens-, Wirtschafts- und Kartellrecht innehat. Darüber hinaus lehrt Kersting an der Wirtschaftsuniversität Wien im Studiengang Postgraduate International Tax Law.

Prof. Dr. Nicola Preuß, geboren 1966 in Oberhausen/Rheinland, hat seit 2006 die Professur für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrensrecht und Handelsrecht an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf inne. Seit 2013 ist sie Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Insolvenz- und Sanierungsrecht.
Nach dem Studium der Rechtswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, promovierte sie 1994 am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte der Neuzeit (Prof. Dr. Hermann Dilcher) zum Thema „Die notarielle Hinterlegung". Nach dem Ablegen der Zweiten Juristischen Staatsprüfung, arbeitete sie 1995 bis 2001 als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und Arbeitsrecht (Prof. Dr. Klaus Schreiber). 2001 folgte die Habilitation durch die Juristische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, (venia legendi für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrensrecht und Handelsrecht). Bis zu ihrem Wechsel 2006 an die Juristische Fakultät der Universität Düsseldorf war sie Hochschuldozentin an der Ruhr-Universität Bochum mit Lehrstuhlvertretungen an der Freien Universität Berlin, der Universität Bielefeld, der Ruhr-Universität Bochum sowie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Prof. Dr. Horst Schlehofer, 1955 in Bochum geboren, nahm im Wintersemester 1973/74 an der Ruhr-Universität Bochum das Studium der Rechtswissenschaft auf. 1980 schloss er es, nach einer Unterbrechung für die Zeit des Zivildienstes, mit dem Ersten juristischen Staatsexamen ab. 1984 wurde Horst Schlehofer promoviert. Es folgten das Referendariat und 1987 das Zweite juristische Staatsexamen sowie ein Lehrauftrag an der Universität Potsdam (SS1991) und eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Rostock (WS 1993). 1993/94 habilitierte er sich an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum in den Fächern Strafrecht und Strafprozessrecht. 1994 wurde er zum Hochschuldozenten an der Ruhr-Universität Bochum ernannt. Nach Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Potsdam, Bonn und Dresden wurde er 1996 auf die Professur für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf berufen. Seit dem Sommersemester 2006 ist er Studiendekan der Juristischen Fakultät.

 

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