05.12.18 19:14

Zentrale Universitätsförderung

Neuer Rekord im Jubiläumsjahr: 361 Deutschlandstipendien vergeben

By: Carolin Grape

Die Heinrich-Heine-Universität (HHU) feierte am Mittwoch, den 5. Dezember, ihre zehnte festliche Übergabe der Urkunden des Stipendienprogramms „Chancen nutzen“ – Das Deutschlandstipendium an der HHU.

Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck, NRW-Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sowie die Vorsitzende des Beirats Universitätsförderung Prof. Dr. Hannelore Riesner hatten allen Grund zum Feiern: Bei der zehnten Urkundenübergabe des Stipendienprogramms "Chancen nutzen" - Das Deutschlandstipendium an der HHU am 5. Dezember konnten 361 Stipendien vergeben werden - so viele wie noch nie. (Foto: Ivo Mayr / HHU)

361 besonders leistungsstarke Studierende der HHU dürfen sich über ein Deutschlandstipendium freuen. Mit rund 1,3 Millionen Euro finanzieren insgesamt 81 Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmen die aktuelle Förderrunde 2018/19. Zum Vergleich: Bei der ersten Urkundenvergabe 2009 konnte die HHU 76 Stipendiaten mit insgesamt rund 274.000 Euro unterstützen. Über 9,3 Millionen Euro sind seit der Programmgründung an erfolgreiche und talentierte Studierende der HHU geflossen. Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck betonte: “Das nachhaltige Engagement unser Stiftenden sowie der persönliche Kontakt und die individuelle Betreuung machen den seit knapp 10 Jahren anhaltenden Erfolg unseres Programms aus. Seit dem Start konnten wir die Anzahl der Stipendien fast um das Fünffache steigern. Dass wir die Zahl der Förderer wie auch der Geförderten gegenüber dem Vorjahr wieder erhöht haben, und damit NRW-weit auf Platz 2 liegen, macht uns sehr stolz. Allen, die daran beteiligt waren, gilt unser großer Dank!“

In ihrem Verständnis als familiengerechte Hochschule hat die HHU in diesem Jahr erstmalig sieben Stipendien mit einem erweiterten Leistungsspektrum an Studierende mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern vergeben. „Universitäten sollen vordenken – auch in Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wir wollen möglichst gute Studienbedingungen für alle und speziell mehr Chancengleichheit für Studierende mit Kindern schaffen. Die Etablierung von familiengerechten Studien- und Arbeitsbedingungen ist schließlich von zentraler Bedeutung für die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit einer Universität“, so die Rektorin.

Das Jubiläum war Grund genug für NRW-Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, das Grußwort zu übernehmen: „Das Deutschlandstipendium würdigt und unterstützt herausragende Studierende. Mit dieser Förderung von Spitzenleistungen setzen wir wichtige Impulse für individuelle akademische Exzellenz und Leistungsbereitschaft, die auch zukünftig lebendiger und innovativer Kern des Wissenschafts-und Hochschulstandorts Deutschland sind.“

Als damaliger NRW-Wissenschaftsminister hatte er 2009 die Initiative ergriffen und mit dem „NRW- Stipendium“ ein Leistungsstipendium für begabte Studierende an den Hochschulen des Landes eingeführt. 2011 ging es über in das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Deutschlandstipendium. Das zugrunde liegende Matching-Prinzip blieb das Gleiche: Studierende aller Fachbereiche mit überdurchschnittlichen Leistungen werden mit 300 Euro monatlich unterstützt – jeweils zur Hälfte finanziert von Bund (ehemals Land NRW) und privaten Geldgebern.

Auch an der HHU ist das Deutschlandstipendium leistungsorientiert ausgerichtet, beinhaltet jedoch seit Anfang an neben der finanziellen Unterstützung noch eine weitere, wesentliche Komponente: die ideelle Förderung der Stipendiaten und Stipendiatinnen. Durch zahlreiche innovative Vernetzungsmaßnahmen und –möglichkeiten verspricht es Einblicke in unterschiedlichste Bereiche der Wissenschaft und Wirtschaft sowie des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in Stadt und Region Düsseldorf.

„Das kann die Teilnahme an einem interdisziplinären Kolloquium sein, Besuche des TOP-Wissenschaftsnachwuchses bei Unternehmen aber auch die Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen in der Stadt, wie beispielsweise bei unserer Kooperation mit der Deutschen Oper. Auch wenn darin viel Arbeit steckt - alle Seiten profitieren von diesem interdisziplinären und generationsübergreifenden Austausch. Die Studierenden lernen über den eigenen Horizont hinauszuschauen und bereits erworbenes Wissen neu zu interpretieren und zu erweitern. Die Stiftenden sehen genau, wohin ihr Geld geht. Eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft - auch deshalb sind viele Förderer seit Beginn dabei“, sagte Prof. Dr. Hannelore Riesner, Vorsitzende des Beirats Universitätsförderung der HHU.

In den vergangenen Jahren wurde das Stipendienprogramm der HHU immer wieder honoriert: 2013 mündete die geleistete Arbeit in der erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb ‚Die Besten begleiten‘ des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft; 2012 bestätigte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dass das HHU-Programm bei der Akquise von Unterstützung für das Deutschlandstipendium bundesweit zu den führenden Universitäten gehört. 2015 hat das BMBF Prof. Dr. Riesner als Stifterin gemeinsam mit ihrer Stipendiatin Hannah Rosenbach als Gesichter einer bundesweiten Werbekampagne für das Deutschlandstipendium ausgewählt. 2017 hat das Bundesministerium in seinen Publikationen einen Stifter und Stipendiaten der HHU vorgestellt.

 

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