380 HHU-Studierende gefördert

(Foto: HHU/Ivo Mayr)

Neuer Rekord: 380 Studierende werden an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) im Deutschlandstipendienprogramm gefördert. Bei einem Festakt überreichten die 88 Stifterinnen und Stifter gestern Abend (3.12.) die Urkunden an ihre „Patenkinder“. Neu ist in diesem Jahr, dass auch Bildungsaufsteigerinnen und -aufsteiger sowie Talente aus dem Spitzensport unterstützt werden. Insgesamt fließen rund 1,3 Millionen Euro – diese werden anteilig von Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmen sowie dem Bund vergeben.

Im Vergleich zum letzten Jahr, in dem es 361 Stipendien waren, wuchs die Zahl erneut. Das Programm ist leistungsorientiert ausgerichtet: „Der Hauptteil geht an Studierende mit exzellenten Abitur- beziehungsweise Studienleistungen. Doch wir wollen möglichst gute Studienbedingungen für alle schaffen und speziell mehr Chancengleichheit für Studierende mit Kindern. Deshalb berücksichtigen wir mitunter auch persönliche Umstände mit Bonuspunkten für die zusätzlichen Belastungen. Es freut mich sehr, dass wir die Deutschlandstipendien an studierende Mütter und Väter sowie erstmals auch an Talente aus bildungsferneren Elternhäusern und dem Spitzensport vergeben konnten“, betont Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck.

2018 führte die HHU als familiengerechte Hochschule eine besondere Quote für Studierende mit Kind ein. Unter den Geförderten in diesem Wintersemester sind 14 Eltern. Außerdem kommen 19 Studierende aus bildungsfernen Elternhäusern und sechs aus dem Leistungssport. „Dass Bundeskader aus Olympischen und Paraolympischen Sportarten damit gezielt gefördert werden, befürworte ich sehr, denn dieser Bereich ist mir auch persönlich wichtig“, sagt Prof. Dr. Hannelore Riesner, Vorsitzende des Beirats Universitätsförderung und Ehrensenatorin der HHU. Sportmedizin und Trainingswissenschaft sind ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte und Inhalte ihrer Vorlesung an der Medizinischen Fakultät der HHU. Zudem war sie Direktorin der Trainerakademie Köln und Geschäftsführerin des Vereins Trainerakademie e.V.

Neuer Botschafter des Programms ist Dr. med. dent. Kai Dannenberg. Der Zahnarzt war Stipendiat und wurde 2016 selbst zum Stifter. Er schätzt den unmittelbaren Austausch zwischen Förderern und Studierenden und möchte diese positive Erfahrung weitergeben.

Gesellschaftliche Teilhabe
Es geht der HHU außerdem um eine ideelle Förderung: Im universitätseigenen Programm ‚Chancen nutzen‘ werden daher zahlreiche Veranstaltungen organisiert. Dazu gehört ein gemeinsamer Besuch der Deutschen Oper am Rhein im kommenden Jahr. Zudem gibt es Einblicke in die regionale Wirtschaft in verschiedenen Formaten.

Hintergrund: Mit dem Deutschlandstipendium werden begabte Studierende aller Fachbereiche in Bachelor- und Master- sowie Staatsexamen-Studiengängen einkommensunabhängig gefördert. Ein Matching-Prinzip bildet die Grundlage; die 300 Euro monatlich kommen jeweils zur Hälfte von Bund (ehemals Land NRW) und privaten Geldgebern.

Das Stipendienprogramm der HHU wird regelmäßig wertgeschätzt: so etwa 2013 im Wettbewerb ‚Die Besten begleiten‘ des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft. 2012 bestätigte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dass die HHU bei der Akquise bundesweit zu den führenden Universitäten gehört. 2015 wählte das BMBF Prof. Dr. Riesner als Stifterin gemeinsam mit ihrer Stipendiatin Hannah Rosenbach als Gesichter einer bundesweiten Werbekampagne aus. 2017 hat das Bundesministerium in seinen Publikationen einen Stifter und Stipendiaten der HHU vorgestellt.

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