Kalveram, K.Th. (1991b) Sensumotorik des Sprechens oder wie man "TA-TA-TAS" spricht und gegebenenfalls dabei stottert. Psychologische Beiträge, 33, 94-121.
Zusammenfassung
Es wird ein Modell für die Kontrolle des Sprechflusses vorgestellt: Ein zentraler Mustergenerator gibt den Silbenrhythmus vor und erzeugt pro Periode den Vokalkern der zu sprechenden Silbe. Die Steuerung der Silbenabfolge obliegt einem Parallel-Serien-Wandler. Ein prämotorischer integrierender Arbeitsspeicher stellt die Vokaldauer ein und verändert dadurch gleichzeitig auch die Periodenlänge des Mustergenerators. Die audio-phonatorische Kopplung wird als ein Mechanismus aufgefabt, der die Auswirkung von Störgröben auf die Vokaldauer der betonten Silbe neutralisiert. Nach dem Modell sollten bei einer betonten Silbe die dem Vokal vorausgehenden Phoneme iteriert werden (Stottern), wenn zu früh, d.h. schon bei der unbetonten Silbe vorher, ein von Null verschiedener audio-phonatorischer Koppelungsgrad eingeschaltet wurde.
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