
Clickable Images

Traditionell: Server-Side Image Maps
So sehen die Zeilen in der HTML-Source für obiges Bild aus:
<A HREF="/cgi-bin/htimage/~cappel/WebKurs/ClickableImage.map">
<IMG SRC="ClickableImage.gif" ISMAP> </A>
- Außen steht das Anker-Element mit einem URL, der auf ein
Image-Map-Programm verweist zusammen mit dem Pfad einer
zu dem Bild passenden Map-Datei (Aufbau wie allgemein bei URLs,
die auf ein CGI-Skript zeigen).
- Innen steht das Image-Element mit einem ISMAP-Attribut.
Die Map-Datei ist eine einfache Textdatei mit Zuordnungen von Bereichen
des Bildes - Rechtecken, Kreisen, Inhalt von Polygonzügen, Rest -
auf URLs; Maßeinheit sind Pixel. Die referierten URLs sind entweder
vollständig mit Protokoll, Hostnamen und Pfad oder partiell, aber mit
einem absoluten Pfad (mit / beginnend). Relative Pfade würden vom
Browser mit dem Pfad auf das Image-Map-Programm ergänzt, was
Unsinn ergibt.
Syntax für die Map-Dateien (Image configuration files):
Es gibt mittlerweile auch graphische Software, die erlaubt, die geometrischen Objekte
für die einzelnen sensitiven Bereiche in einem Bild mit Mausbewegungen
zu kennzeichnen, und die Textdatei mit den so gewonnenen Werten erzeugt.
Gefunden habe ich:
- Mapedit für Windows und X;
Bildschirmbild dieses Programmes (auf dem
Sun-Server des URZ; dort installiert unter
/usr/local/bin);
die neue Version 2.24 für Windows und Windows 95/NT und diverse Unix-
Systeme unterstützt Client-Side Clickable Images;
- WebMap für Macintosh
von City.Net. Obiges Bild in der Bearbeitung dieses Programms sehen Sie hier.
- ImageMapper für
Macintosh (10$ Shareware); Bildschirmbild;
ImageMapper unterstützt ebenfalls Client-Side Clickable Images und erlaubt die
Definition weiterer Formate; Speicherung auf dem Mac erfolgt in eigenen
Dateien, aus der auch nachträglich Map-Dateien verschiedenen Formats
generiert werden können (Image/Generate ImageMap.../Compile).
Client-Side Image Maps
Die Erweiterungen für sogenannte Client-Side Image Maps hatten bis vor kurzem noch den
Status eines Internet Draft, jetzt RFC 1980.
In HTML 3.2 sind die zugehörigen Elemente aufgenommen - siehe unter
MAP und
AREA.
Unterschiede - und Vorteile - gegenüber den oben beschriebenen
Server-Side Image Maps sind u.a.:
- Die Interaktion mit dem Server für die Zuordnung einer hot area
des Bildes zu einem URL entfällt: Die Map-Information liegt bereits beim Client.
- Ein graphischer Browser kann deshalb beim Bewegen des (Maus-)Zeigers über
das Bild die Zuordnung anzeigen.
- Erweiterungen ermöglichen Verarbeitung mit Linemode-Browsern.
- Links können relativ angegeben werden.
- Codierung der hot areas ist standardisiert und nicht abhängig
vom Server-/CGI-Map-Programm; Dokumente werden dadurch portabler.
Hier das Beispielbild als Client-Side Image Map:

Und der HTML-Source-Code:
<IMG SRC="ClickableImage.gif" USEMAP="#Beispiel"><BR>
<MAP NAME="Beispiel">
<AREA SHAPE="rect" COORDS="96,180,652,229" HREF="ExampleGIF.html">
<AREA SHAPE="rect" COORDS="101,279,567,306" HREF="HTML.html#IMG">
<AREA SHAPE="rect" COORDS="95,233,653,390" HREF="ClickableImage.html#Source">
<AREA SHAPE="rect" COORDS="476,413,539,440" HREF="CERNmap.txt">
<AREA SHAPE="rect" COORDS="135,440,194,465" HREF="NCSAmap.txt">
<AREA SHAPE="rect" COORDS="96,392,653,482" HREF="ClickableImage.html#MapDatei">
</MAP>
Zugehörige Attribute von IMG, MAP und AREA:
- USEMAP
-
Vor dem Nummernzeichen # steht ein - vollständiger oder partieller - URL,
sofern der Map-Abschnitt in einem anderen Dokument steht, hinter dem
# der Name aus dem MAP-Element.
- NAME
-
Name der Image Map (ohne #) für Referenz über USEMAP.
- SHAPE
-
Definierte Werte sind RECT, CIRCLE und POLYGON;
RECT ist der Default-Wert.
- COORDS
-
Angabe der Koordinaten als (dezimale) Pixelwerte in folgender Form:
- "x1,y1,x2,y2" für die linke obere und rechte untere Ecke bei
SHAPE="rect".
- "x,y,r" für Mittelpunkt und Radius bei
SHAPE="circle".
- "x1,y1, ... xn,yn" für die Ecken des Polygonzugs bei
SHAPE="polygon".
(Wenn die Endpunkte nicht gleich sind, wird die fehlende Kante implizit
ergänzt.)
- HREF
-
Angabe des Links wie beim A-Element - jetzt auch wieder relativ zu dem Dokument,
in dem die Map-Definition steht (nicht notwendig gleich dem Dokument, das das
IMG-Element enthält).
- NOHREF
-
Alternative zu HREF mit der Bedeutung, daß keine Aktion bei Klick in
den Bereich ausgelöst werden soll.
- ALT
-
Alternativer Text für die Darstellung durch Linemode-Browser.
Die AREA-Elemente werden in der angegebenen Reihenfolge bis zum ersten
Treffer abgearbeitet. Die spezifizierten Bereiche können sich deshalb
überlappen (siehe im Beispiel oben: das vierte und fünfte Rechteck liegen
im sechsten). Das fehlende Äquivalent zu default in den Server-Side
Image Maps kann deshalb durch ein letztes AREA-Element mit den Rechteck-Koordinaten
des gesamten Bildes ersetzt werden.
Abwärtskompatibilität: Das USEMAP-Attribut kann mit dem ISMAP-Attribut in einem
IMG-Element gemeinsam verwendet werden:
- Ein Browser, der USEMAP nicht kennt, macht die traditionelle Verarbeitung
über das CGI-Programm des Servers.
- Die Regel für Browser, die USEMAP und MAP unterstützen, ist: Wenn USEMAP
angegeben ist, wird ein ISMAP-Attribiut und ein umschließendes
A-Element ignoriert.
Ein wenig zum Erzeugen von Bilddateien
Mittlerweile kann man im Web oft den Eindruck gewinnen, daß
das Ausschmücken von Dokumenten mit Bildern wichtiger sei als der
Inhalt. Trotzdem können Dokumente durch Einsatz von Bildern lesbarer
werden, und können Bilder manche Information besser
herüberbringen als lange Beschreibungen.
- Interne Bilder (Inline Images) sollten im GIF, externe in GIF-
oder JPEG-Format
auf den Server gebracht werden; JPEG ist besonders gut geeignet für
Fotos.
- Hier einige Quellen von Icons: SCS, ECE, Rutgers, Italy,
Cardiff, and elsewhere on Planet Earth
(entnommen aus einem WWW-Vortrag von der Carnegie Mellon University).
- Eigene Bilder können eingescannt, als TIFF-Dateien abgespeichert
und in GIF oder JPEG gewandelt werden (z.B. mit xv unter Unix/X).
- Eine professionellere Methode ist der Weg über eine Kodak-PhotoCD
und eine passende Software auf einem Rechner mit CD-ROM-Laufwerk
(z.B. Adobe Photoshop).
- Einige Informationen zum Stichwort: transparent/interlaced GIFs.
Zum Schluß meine Methoden zum Erzeugen von Bildschirmbildern bzw.
Fensterbildern:
- Windows
- Betätigen der Taste
DRUCK (PRINT) erzeugt
unter Windows ein Bildschirmbild in der Zwischenablage (Clipboard). Im
Programm WINJPEG läßt sich dieses Bild oder ein
passender Ausschnitt mit der
Paste-Funktion in ein neues Bild kopieren und z.B. als GIF-Datei
abspeichern.
- Unix/X
- Das Programm xv hat in seinen Controls
einen Grab-Button. Nach Drücken dieses Knopfes mit der linken
Maustaste erscheint ein Cursor, der in das Fenster gezogen werden kann, von
dem ein Bild genommen werden soll. Dieses erscheint - nach Drücken der
linken Maustaste - in einem neuen xv-Fenster und kann im
GIF-Format abgespeichert werden.
- Macintosh
- Die Tastenkombination Shift-Command-3 erzeugt ein
Bildschirmfoto in einer PICT-Datei mit Namen Bild 1 (oder 2...).
Um das ganze Bild oder Ausschnitte als GIF-Datei abzuspeichern, kann man
das Shareware-Programm Grafikkonverter oder andere Software
verwenden.
Bernd Cappel, 7.6.1995; letzte
Änderung: 18.6.1996
Erstellt für eine Lehrveranstaltung des
URZ der HHU im
Sommersemester 1995