Mit dem Macintosh ins Internet

Anleitung für Studierende und Schaffende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Wenn Sie die Dienste des Internet nutzen wollen, etwa und einen Apple Macintosh besitzen, benötigen Sie nur noch einen Anschluß, etwas Software und ein wenig spezielle Information für die Konfiguration der Software, die Ihnen dieser Text vermitteln möchte.
  1. Anschlußmöglichkeiten
    1. ... über das Ethernet
    2. ... über Telefon und Modem"{}
    3. ... über eine feste Terminal-Leitung
  2. Erforderliche Software
    1. Das Herzstück: MacTCP
    2. Treiber unterhalb von MacTCP
    3. Internet-Anwendungsprogramme für den Mac
  3. Konfiguration der Software
    1. Basis-Konfiguration
      1. ... bei einem Ethernet-Anschluß
      2. ... für Modem-Zugang mit MacPPP über den Annex- bzw. Ascend-Terminalserver; lesen Sie hier weiter, wenn Sie die Software schon haben und schnell über Modem online werden wollen.
      3. ... für Anschluß über eine feste Terminal-Leitung
    2. HHU-spezifische Konfiguration einiger Anwendungsprogramme
      1. Eudora
      2. POPmail
      3. Fetch
      4. Netscape
      5. NCSA Telnet 2.6 für den OPAC der ULB

Editor's Note

Für Leser der Papierfassung dieses Dokumentes: Die aktuelle Online-Version finden Sie unter http://www.uni-duesseldorf.de/~cappel/MacInternet/.

Die Informationen in diesem Dokument sind nach eigener Kenntnis und Erfahrung zusammengestellt, Fehler sind aber nicht auszuschließen. Anregungen, Kritk u.ä. bitte an cappel@rz.uni-duesseldorf.de
Wenn Sie dieses Dokument für ähnliche eigene Anleitungen heranziehen möchten, fühle ich mich geehrt, bitte aber um Angabe der Quelle und Nachricht an mich.


Bernd Cappel, Stand: August 1995, Ergänzungen zur PPP-Konfiguration beim Ascend: Mai 1996

Anschlußmöglichkeiten

... über das Ethernet

Den schnellsten und komfortabelsten Zugang zum Internet bekommen Sie, wenn Sie in einem Institut oder einer Einrichtung der Universität arbeiten, das/die bereits an das Hochschulnetz auf Ethernet-Basis angeschlossen ist. Als zusätzliche Harware benötigen Sie dann:

... über Telefon und Modem

Insbesondere, wenn Sie von zuhause arbeiten möchten, bleibt als Alternative nur der Zugang über Telefon und Modem. Modems heutigen Standards verfügen mindestens über eine Geschwindigkeit von 14.400 b/s (Bit pro Sekunde) und über standardisierte Protokolle zur Datenkompression, Fehlerkorrektur und Geschwindigkeitsanpassung. Sie können auch Modems für PC's am Macintosh einsetzen, benötigen aber in jedem Fall das passende Anschlußkabel vom Modem (25-polige V.24-Buchse) zum Modem-Port des Macintosh. Achten Sie beim Kauf eines solchen Kabels darauf, daß es die sog. Hardware-Flußkontrolle zwischen Modem und Rechner unterstützt.

Um das Modem an das Telefonnetz anschließen zu können, muß natürlich schon von der Telekom eine sog. TaE-Dose mit mindestens einem N-kodierten Anschluß gelegt (N für Nebengeräte wie Anrufbeantworter und Modems, F für Telefon (Fernsprecher)) oder sonst eine solche Anschlußmöglichkeit vorhanden sein.

... über eine feste Terminal-Leitung

In Ausnahmefällen können einzelne Rechner in Bereichen der Universität, die noch nicht mit dem Hochschulnetz auf Ethernet-Basis verbunden sind, über feste Terminal-Leitungen über das Universitätsrechenzentrum an das Internet angeschlossen werden. Dies sind Leitungen, wie sie früher für den Anschluß von Datensichtstationen an den Großrechner verwendet wurden. Sie müssen von der jeweils zuständigen technischen Abteilung geschaltet und im Universitätsrechenzentrum an einem eigenen Port eines Terminal-Servers angeschlossen werden; dieser Server stellt die Verbindung zum Hochschulnetz und zum Internet her.

Schon wegen der beschränkten Zahl der Ports des Terminal-Servers ist diese Lösung nur in Einzelfällen möglich, in denen wir dann Unterstützung bei der Einrichtung spezieller Software auf dem Mac (InterSLIP) geben.

Erforderliche Software

Ihr Macintosh braucht geeignete Software, um mit Servern im Internet in der richtigen Sprache sprechen zu können. Diese Software kann man in drei Ebenen einteilen:

Das Herzstück: MacTCP

MacTCP ist Apple's Implementierung der Protokolle IP, TCP, UDP, RIP plus Domain Name System-Resolver und bietet die einheitliche Schnittstelle für alle Internet-Anwendungsprogramme für den Macintosh; im System erscheint es nach Installation als Kontrollfeld. MacTCP kann auf einem Ethernet-Kartentreiber aufsetzen, auf SLIP (diverse Implementierungen), PPP oder LocalTalk/Ethertalk (erfordert LocalTalk/Ethertalk-IP-Gateway). Die eigene IP-Adresse sowie andere Konfigurationsparameter können über einen Server (BOOTP, RARP im Ethernet oder SLIP, PPP). ermittelt oder manuell eingegeben werden - siehe bei der Beschreibung der MacTCP-Konfiguration.

Da MacTCP lizenzpflichtige Software ist, können wir es vom Universitätsrechenzentrum nicht weitergeben. Die Schwierigkeiten früherer Jahre, MacTCP in Deutschland zu erwerben, bestehen aber heute nicht mehr. Hier einige Tips von mir, wie es bezogen werden kann:

Treiber unterhalb von MacTCP

InterSLIP und MacPPP befinden sich zum Beispiel auf der Diskette zu dem oben genannten Buch von Adam C. Engst, MacPPP ist Bestandteil der Software zu den zitierten Ausgaben des Mac Magazin und auf unserem FTP-Server ftp.uni-duesseldorf.de im Verzeichnis /pub/mac/PPP als Datei macppp2.0.hqx.

Internet-Anwendungsprogramme für den Mac

Dieser Abschnitt enthält nur eine kleine Auswahl. Wenn Sie erst im Internet heimisch sind, haben Sie den Zugang zu weit mehr anderer Software. Angegeben ist jeweils, wo Sie die Software auf unserem FTP-Server ftp.uni-duesseldorf.de finden (Verzeichnis und Dateiname). Alle Dateien sind im BinHex-Format (Dateiendung .hqx); sie können deshalb auch von einem PC aus mit FTP als Textdateien auf PC-Disketten übertragen und auf einem Mac mit PCExchange gelesen und mit StuffitExpander ausgepackt werden.

File Transfer - Dateitransfer von und zu anderen Rechnern

Fetch
  • Sehr gut geeignet zum Download von Macintosh-Software von anonymen FTP-Archiven
  • Editierbares Shortcut-Menü zum Einloggen
  • Automatische Erkennung von Dateitypen und erforderlichem Übertragungsmodus (Text/binär)
  • Automatisches Auspacken von Binhex-Dateien und Stuffit-Archiven
  • Alternative: Anarchie - FTP- und Archie-Client in einem
Verzeichnis auf unserem FTP-Server: /pub/mac/FileTransfer
Dateiname für Download: fetch-211.hqx

Electronic Mail (E-Mail) - persönliche Kommunikation

Eudora
  • POP- (Post Office Protocol-) Client
  • Unterstützt Versenden beliebiger Files als Attachment
  • Mail kann in beliebige selbst eigerichteten Folder übertragen und aufbewahrt werden
  • Viele Optionen und Switches
  • Unterstützt den MIME-Standard (Multipurpose Internet Mail Extensions): Bodyparts mit unterschiedlichen Zeichensätzen und Dateitypen
Verzeichnis auf unserem FTP-Server: /pub/mac/Eudora
Dateiname für Download: Eudora1.5.1.sea.hqx
POPmail
  • POP- (Post Office Protocol-) Client
  • Unterstützt Versenden beliebiger Files als Enclosure
  • Einfach zu bedienen mit einigen wenigen Buttons
Verzeichnis auf unserem FTP-Server: /pub/mac/POPmail
Dateiname für Download: pop-mail-ii-209.hqx

Telnet - Dialogzugriff auf Rechner im Internet

NCSA Telnet 2.6
  • VT 100/VT 220-Emulation plus Tektronix-Emulation
  • Einfacher FTP-Client enthalten
  • Abschaltbarer FTP-Server
  • Mehrere Sitzungen parallel
  • Einstellbare Fonts und Font-Größen
  • Terminal-Fenster mit Scrollbar zum Zurückblättern
Verzeichnis auf unserem FTP-Server: /pub/mac/Telnet2.6
Dateiname für Download: Telnet2.6.sit.hqx

Usenet News - Zugang zu tausenden von Diskussionsforen

Nuntius | InterNews
Zwei Thread-orientierte Newsreader für den Mac, d.h. sie fassen Artikel zu einem Diskussionsstrang (Thread) zusammen.
Verzeichnis auf unserem FTP-Server: /pub/mac/NewsReader
Dateiname für Download: nuntius-113.hqx
Dateiname für Download: Internews.hqx

World Wide Web (WWW)

MacWeb | Mosaic | Netscape 1.1
Dies sind die drei gängigen WWW-Browser für den Mac. Alle drei unterstützen HTML 2.0 einschließlich der Eingabe-Formulare, Mosaic auch Tabellen, Netscape 1.1 Tabellen und veschiedene Layout-Steuerungen von HTML 3.0. Persönliche Einstellungen für Home-Page, Hotlists/Bookmarks, Fonts, Verwendung von "Helper-Applications" für diverse Dokumententypen und "Umleitungen" über Proxy-/Caching-Server sind bei den drei Browsern möglich (bei MacWeb müssen die Einträge für Proxy-Server allerdings mit ResEdit gepatcht werden).

Verzeichnis auf unserem FTP-Server: /pub/mac/MacWeb
Dateiname für Download: macweb1.00A3.sea.hqx oder MacWeb_1.00A3.HHU.hqx
Verzeichnis auf unserem FTP-Server: /pub/mac/Mosaic
Dateiname für Download: NCSAMosaic200B12.PPC.hqx (PowerPC), NCSAMosaic200B12.68k.hqx (680x0)
Verzeichnis auf unserem FTP-Server: /pub/mac/Netscape
Dateiname für Download: netscape-1.1N.hqx (Zugriff nur innerhalb des HHU-Netzes!)

X.11 - Fenster von X-Anwendungen im Netz auf dem Macintosh

MacX
  • X.11 Release 4-Server von Apple.
  • Macht aus dem Macintosh zusätzlich ein X-Terminal.
  • rootless style: Jedes Fenster eines X-Client erscheint wie ein Fenster eines Macintosh-Programms; MacX übernimmt die Aufgabe des Window Managers auch für die X-Programme.
  • rooted style: Es gibt ein Root-Window von X auf dem Mac, innerhalb dessen die Fenster von X-Clients erscheinen; in diesem Modus wird ein Window Manager unter Unix benötigt, der dann auch das Erscheinungsbild der Fenster der X-Clients bestimmt.
  • Kopieren und Einfügen von Text und Graphik zwischen X- und Mac-Programmen über das Macintosh-Clipboard.
  • Remote Commands über ein spezielles Menü von MacX erlauben den Start von X-Clients auf Unix-Rechnern; diese Kommandos können in persönlichen Konfigurationen abgespeichert werden.

Konfiguration der Software

Die folgenden Anleitungen gelten in dieser Form für Benutzerinnen und Benutzer des Universitätsrechenzentrums (URZ) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die wie oben beschrieben an das Hochschulnetz angeschlossen sind oder sich über die Modem-Anschlüsse des URZ einwählen und die zentralen Server des URZ benutzen möchten.

In dem folgenden Abschnitt "Basis-Konfiguration" geht es um MacTCP und evtl. darunterliegende Software wie MacPPP. Die Konfiguration von MacTCP hängt von der Art des Anschlusses ab. Die danach angegebene Konfiguration einiger Anwendungsprogramme, die auf MacTCP aufsetzen, ist von der Anschlußart unabhängig.

Basis-Konfiguration

... bei einem Ethernet-Anschluß

Folgende Information benötigen Sie vorher von Ihrem Netzwerkadministrator/Ihrer Netzwerkadministratorin in Ihrem Bereich (Institut, Abteilung etc.): Wenn die Software zur Ethernet-Karte und MacTCP in Ihrem System installiert sind, können Sie nach Öffnen des Kontrollfeldes MacTCP "Ethernet" wählen:

Bei BOOTP-Betrieb können Sie die von Ihrem Netzwerkadministrator/Ihrer Netzwerkadministratorin benötigte Ethernet-(Hardware-)Adresse hier in folgender Weise ermiiteln: Klicken Sie auf das Ethernet-Icon, während Sie den Option-Key gedrückt halten; die zwölf Hex-Ziffern der Adresse werden unter dem Icon eingeblendet.

Ohne einen BOOTP-Server im Netz geben Sie am besten gleich in dem Eingabefeld unten die für Sie reservierte IP-Adresse ein. In beiden Fällen geht es weiter nach Klicken in "Weitere Einstellungen..." bzw. "More..." in der englischen Version:

Mit BOOTP-Server:
Wählen Sie unter "Vergabe der Adresse" bzw. "Obtain Address" "Server"; alles andere bis auf die "Domain Name Server Information" unten rechts können Sie übergehen.
Ohne BOOTP-Server:
Wählen Sie unter "Vergabe der Adresse" bzw. "Obtain Address" "Manuell" ("Manual"). Wenn Ihnen auf der ersten Seite die Eingabe der eigenen IP-Adresse verwehrt war, können Sie dies jetzt nachholen; vermutlich war vorher "Server" gesetzt. Außerdem müssen Sie die Gateway-Adresse eintragen (meist die ersten drei Zahlen wie bei der eigenen IP-Adresse, die letzte 1) und die Netzmaske wie im Beispiel einstellen, indem Sie den Schieber mit der Maus entsprechend nach rechts ziehen.
In beiden Fällen:
Nehmen Sie die Angaben unter "Domain Name Server Information" wie im obigen Beispiel vor, wenn Sie die zentralen Nameserver des URZ nutzen wollen oder andere Angaben nach Absprache mit Ihrem Netzwerkadministrator/Ihrer Netzwerkadministratorin ; ohne korrekte Angaben an dieser Stelle ist eine vernünftige Nutzung des Internet (z.B. WWW) nicht möglich.
Nach Neustart Ihres Macintosh sollten Sie jetzt on the Internet sein.

... für Modem-Zugang mit MacPPP

Außer MacTCP müssen Sie zunächst auch MacPPP installiert haben: Unter System 7.x einfach die beiden Dateien PPP (Systemerweiterung) und ConfigPPP (Kontrollfeld) auf das Icon des geschlossenen Systemordners ziehen und die folgende Frage mit "OK" bestätigen. Öffnen Sie dann als erstes das Kontrollfeld MacTCP und wählen Sie PPP aus:

Keine IP-Adresse eintragen, sondern gleich weiter wie im folgenden Beispiel:

Jetzt sind die Voraussetzungen geschaffen, um PPP zu konfigurieren. Öffnen Sie also das Kontrollfeld ConfigPPP, wählen Sie den seriellen Port, an dem Sie Ihr Modem anschließen wollen (i.d.R. den Modemport) und drücken Sie in "New...".

Wenn Sie einen Namen gewählt haben, geht es weiter mit "Config...". Die hier vorzunehmende Konfiguration beschreiben wir getrennt für den Annex- und den neueren Ascend-Terminalserver des URZ.

Einwahl über den Annex
Als nächstes Fenster erscheint nach Klicken in "Config...":

Die hier zu treffenden Einstellungen haben folgende Bedeutung:

PPP Server Name
Diesen können Sie selbst erfinden; z.B. können Sie die gesamte Konfiguration mehrmals mit verschiedenen Namen und lediglich den unterschiedlichen Rufnummern der URZ-Modems anlegen, so daß Sie leicht zwischen den Rufnummern wählen können.
Port Speed
ist die Geschwindigkeit in Bit pro Sekunde zwischen Ihrem Mac und Ihrem Modem, meist 9600 für ein 2400er Modem und 19200 oder 38400 für ein 14400er.
Flow Control
Empfehlenswert ist "CTS & RTS"; wenn sich anschließend Ihr Rechner bei der Kontaktaufnahme mit dem Modem aufhängt, kann es sein, daß Ihr Modem-Kabel diese sog. Hardware-Flußkontrolle nicht (per Leitung) unterstützt, dann müssen Sie ggf. auf "None" zurückgehen.
Tone Dial/Pulse Dial
Nach Möglichkeit Tonwahl einstellen, weil das Wählen erheblich schneller geht; in von der Telekom unterversorgten Gegenden wie Bilk bleibt evtl. nichts anderes als die Pulswahl-Einstellung.
Phone num
Die Sammelnummern der Modems der URZ sind zur Zeit über die Nebenstellenanlage 8114970 bzw. 14970 innerhalb der Universität (zehn Modems).
Modem Init
Hier sind Sie selbst gefordert! Ich kenne Ihr Modem nicht und mag keine AT-Kommandos! Nur soviel: Es darf hier nur das eingegeben werden, was hinter dem AT steht. Das sollte Ihr Modem dann so einstellen, daß es Geschwindigkeitsanpassung, Fehlerkorrektur und Datenkomprimierung kann sowie evtl. Hardware-Flußkontrolle, aber keine XON/XOFF-Flußkontrolle. Der gezeigte Wert macht dies bei einem Creatix 14.400. Zur Not müssen Sie Ihre - vermutlich in eine Annäherung der deutschen Sprache übersetzte - Modem-Beschreibung zu Rate ziehen.
Modem connect timeout
Ich habe hier noch nie den Wert geändert - versuchen Sie es, wenn Sie es möchten.
Was jetzt an wesentlichem (und auch für Kenner nicht direkt einsichtigem) fehlt, ist das "Connect Script", der vorprogrammierte Dialog mit dem Annex-Terminalserver des URZ zum "Einloggen" und Wechseln in den PPP-Modus:

Bei den hier gezeigten Einstellungen müssen Sie nur statt "userid" die Ihnen vom URZ zugewiesene Benutzerkennung (maximal acht Kleinbuchstaben) und statt "password" - im Klartext - Ihr Passwort für den Annex-Terminalserver eingeben.

Weiter geht's hinter der Beschreibung zum Ascend.

Einwahl über den Ascend
Als nächstes Fenster erscheint nach Klicken in "Config...":

PPP Server Name, Port Speed, Flow Control, Tone Dial/Pulse Dial, Modem Init, Modem connect timeout
Hier gilt alles wie oben.
Phone num
Die Rufnummer des Ascend ist 9344210. Hinter dieser Nummer verbirgt sich ein S2M-(30 Kanal-Multiplex-)ISDN-Anschluß. Der Server verfügt über 24 sog. Digitalmodems für analoge Rufe bis zu einer Bitrate von 28800b/s und unterscheidet automatisch zwischen echten digitalen ISDN- und analogen Rufen.
Das "Connect Script" können Sie für den Ascend vollständig leer lassen. Stattdessen klicken Sie in "Authentification..." und geben in der folgenden Dialog-Box statt "userid" die Ihnen vom URZ zugewiesene Benutzerkennung (maximal acht Kleinbuchstaben) und Ihr Passwort für den Annex (und zugleich den Ascend) ein:

Wenn Sie sich jetzt durch die Hierarchie der "Done"-Knöpfe auf die erste Seite des ConfigPPP-Kontrollfeldes zurückbewegt haben, sind Sie bereit zum Testen. Vergewissern Sie sich, daß Ihr Modem eingeschaltet und mit dem Mac und dem Telefonnetz verbunden ist und betätigen Sie den "Open"-Button. (Ggf. müssen Sie vorher den Rechner neustarten, wenn ohne dies die geänderte MacTCP-Konfiguration nicht wirksam wird.)

In einer Dialog-Box oben links auf dem Bildschirm können Sie die Schritte des Verbindungsaufbaus durch ConfigPPP verfolgen - Modem-Init, Einwahl, Dialogschritte mit dem Terminalserver Annex etc. - und wissen bei einem Fehlerausstieg, an welcher Stelle Sie ggf. korrigieren müssen. (Um Korrekturen vorzunehmen, klicken Sie jetzt in "Config...".) Wenn Sie sich z.B. beim Passwort vertippt haben, erhalten Sie aber bei der Annex-Einwahl nicht die vom Annex ausgegebene Fehlermeldung, sondern eine Timeout-Meldung "... waiting for text: annex:" mit der erwarteten Ausgabe nach der Passwort-Eingabe.

Sollten Sie in der danach folgenden "PPP Phase. Establishment" einen Abbruch mit der Meldung "Link dead" erleben, können Sie den Timeout-Wert in den "LCP-Options" erhöhen; ein zu großer Wert an dieser Stelle führt nach meiner Erfahrung allerdings zu einer stark verlängerten "Establishment phase".

... für Anschluß über eine feste Terminal-Leitung

Wenn Sie MacTCP und InterSLIP nach Anweisung installiert haben, konfigurieren Sie MacTCP wie im vorherigen Abschnitt, nur daß Sie "InterSLIP" statt "PPP" wählen. Mit dem Programm InterSLIP Setup können Sie über "New" im File-Menü eine neue Konfiguration benennen und diese anschließend nach Doppelklicken bearbeiten. Neben den Anschluß- und Leitungs-bezogenen Parametern ist das wichtigste für die feste Verbindung, "Direct Connection" für "Dial" und "Gateway Script" zu wählen und die vom URZ vergebene IP-Adresse einzutragen.

HHU-spezifische Konfiguration einiger Anwendungsprogramme

Eudora

Wenn Sie auf dem zentralen Mail-Server eine Kennung für E-Mail bekommen haben, z.B. musterfe, wenn Sie Erika Musterfrau heißen, tragen Sie unter dem Menüpunkt Special/Configuration... (bis Version 1.4) bzw. Special/Settings... (ab Version 1.5) ein als
POP accountmusterfe@mail.rz.uni-duesseldorf.de
Real nameErika Musterfrau
Return addressmusterfe@uni-duesseldorf.de (optional)
Danach können Sie über den Menüpunkt File/Check Mail Ihre Post vom Mail-Server abrufen; Eudora fragt das Passwort jedesmal ab, sofern Sie in der Konfiguration nicht die Option Save Password ankreuzen.

POPmail

Bei POPmail werden die analogen Angaben aus dem vorhergehenden Abschnitt unter dem Menüpunkt Setup/Set Username & Server in nebenstehender Weise vorgenommen. Die Mail vom Server holen Sie danach durch Klicken auf den Fetch-Button

Fetch

Hier ein Beispiel, wie Sie unter Customize/Edit Shortcuts.... die Daten für den deutschen Spiegel des Info-Mac-Archivs aus Stanford bei der Uni Hannover eintragen können; diese Information können Sie dann unter File/Open Shortcut.../Hannover abrufen und so ohne Eintippen eines einzigen Buchstabens in ein riesiges Archiv von Mac-Software einsteigen.

Netscape

Das nebenstehende Fenster - abzurufen unter Options/Preferences - zeigt die von mir empfohlene Einstellung zur Benutzung unseres Caching-Servers im URZ. Diesen auch für FTP heranzuziehen, hat sich in der Praxis als wenig nützlich erwiesen, weil der Caching-Server FTP-Directory-Listings bevorzugt mit empty directory beantwortet, nur weil er im entsprechenden Cache-Directory nichts hat, ohne den Original-Server zu fragen.

NCSA Telnet 2.6 für den OPAC der ULB

Wenn Sie auf den OPAC, den öffentlichen Katalog der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf über das Internet z.B. von zuhause zugreifen möchten, können Sie dies über das Telnet-Programm. Am schnellsten geht es, wenn Sie einmal wie im nebenstehenden Bild unter Edit/Preferences/Sessions und dann New einen Eintrag mit dem vollständigen Hostnamen des OPAC-Rechners vornehmen. Den gewählten Kurznamen finden sie anschließend unter der Liste bei File/Open special.... Bei Bedarf können Sie auch vorher unter Edit/Preferences/Terminals einen Eintrag für ein Terminal mit z.B. anderer Schriftgröße erstellen und dieses statt <default> referieren.
Übrigens: Das Login für den OPAC lautet opac, bei der weiteren Bedienung können statt der Funktionstasten die Ersatzdarstellungen Tabulatortaste plus anschließend Ziffer verwendet werden; der Begrüßungsschirm des Systems gibt darüber Auskunft. Denn leider: Eine Mausbedienung gibt es bei über Telnet angesprochenen Anwendungen nicht.
cappel@rz.uni-duesseldorf.de 1996-05-30