Mit dem Macintosh
ins Internet
Anleitung für Studierende und Schaffende der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Wenn Sie die Dienste des Internet nutzen wollen, etwa
- die schnelle Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen irgenwo in der Welt über EMail oder
- die Informationsbeschaffung etwa über das World Wide Web,
und einen Apple Macintosh besitzen, benötigen Sie nur noch
einen Anschluß, etwas Software und ein wenig spezielle Information
für die Konfiguration der Software, die Ihnen dieser Text vermitteln möchte.
- Anschlußmöglichkeiten
- ... über das Ethernet
- ... über Telefon und Modem"{}
- ... über eine feste Terminal-Leitung
- Erforderliche Software
- Das Herzstück: MacTCP
- Treiber unterhalb von MacTCP
- Internet-Anwendungsprogramme für den Mac
- Konfiguration der Software
- Basis-Konfiguration
- ... bei einem Ethernet-Anschluß
- ... für Modem-Zugang mit MacPPP über den
Annex- bzw. Ascend-Terminalserver; lesen Sie hier
weiter, wenn Sie die Software schon haben und schnell über Modem
online werden wollen.
- ... für Anschluß über eine feste Terminal-Leitung
- HHU-spezifische Konfiguration einiger Anwendungsprogramme
- Eudora
- POPmail
- Fetch
- Netscape
- NCSA Telnet 2.6 für den OPAC der ULB
Editor's Note
Für Leser der Papierfassung dieses Dokumentes: Die aktuelle Online-Version finden Sie unter
http://www.uni-duesseldorf.de/~cappel/MacInternet/.
Die Informationen in diesem Dokument sind nach eigener Kenntnis und Erfahrung zusammengestellt, Fehler sind aber nicht auszuschließen.
Anregungen, Kritk u.ä. bitte an cappel@rz.uni-duesseldorf.de
Wenn Sie dieses Dokument für ähnliche eigene Anleitungen heranziehen möchten, fühle ich mich geehrt, bitte aber um Angabe der Quelle und Nachricht an mich.
Bernd Cappel, Stand: August 1995, Ergänzungen zur PPP-Konfiguration beim Ascend: Mai 1996
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Den schnellsten und komfortabelsten Zugang zum Internet bekommen Sie,
wenn Sie in einem Institut oder einer Einrichtung der Universität arbeiten, das/die bereits an das Hochschulnetz auf Ethernet-Basis
angeschlossen ist. Als zusätzliche Harware benötigen Sie dann:
- eine Ethernet-Karte für Ihr Macintosh-Modell,
- u.U. einen Adapter (z.B. bei einem PowerMac mit eingebauter Ethernet-Karte) von dem Anschluß der Karte auf BNC (auch Thin Ethernet, Cheapernet oder 10Base2 genannt),
- ein Anschlußkabel passender Länge von der Anschlußdose zu Ihrem Rechner.
Insbesondere, wenn Sie von zuhause arbeiten möchten, bleibt als Alternative nur der Zugang über Telefon und Modem. Modems heutigen Standards verfügen mindestens über eine Geschwindigkeit von 14.400 b/s (Bit pro Sekunde) und über standardisierte Protokolle zur Datenkompression, Fehlerkorrektur und Geschwindigkeitsanpassung. Sie können auch Modems für PC's am Macintosh einsetzen, benötigen aber in jedem Fall das passende Anschlußkabel vom Modem
(25-polige V.24-Buchse) zum Modem-Port des Macintosh.
Achten Sie beim Kauf eines solchen Kabels darauf, daß es die sog.
Hardware-Flußkontrolle zwischen Modem und Rechner
unterstützt.
Um das Modem an das Telefonnetz anschließen zu können,
muß natürlich schon von der Telekom eine sog. TaE-Dose mit
mindestens einem N-kodierten Anschluß gelegt (N für
Nebengeräte wie Anrufbeantworter und Modems, F für Telefon
(Fernsprecher)) oder sonst eine solche Anschlußmöglichkeit
vorhanden sein.
In Ausnahmefällen können einzelne Rechner in Bereichen der
Universität, die noch nicht mit dem Hochschulnetz auf Ethernet-Basis
verbunden sind, über feste Terminal-Leitungen über das
Universitätsrechenzentrum an das Internet angeschlossen werden.
Dies sind Leitungen, wie sie früher für den Anschluß von
Datensichtstationen an den Großrechner verwendet wurden.
Sie müssen von der jeweils zuständigen technischen Abteilung
geschaltet und im Universitätsrechenzentrum an einem eigenen
Port eines Terminal-Servers angeschlossen werden; dieser Server stellt die
Verbindung zum Hochschulnetz und zum Internet her.
Schon wegen der beschränkten Zahl der Ports des Terminal-Servers
ist diese Lösung nur in Einzelfällen möglich, in denen wir
dann Unterstützung bei der Einrichtung spezieller Software auf dem Mac
(InterSLIP) geben.
Ihr Macintosh braucht geeignete Software, um mit Servern im Internet in der
richtigen Sprache sprechen zu können. Diese Software kann man in
drei Ebenen einteilen:
- die Anwendungsprogramme - meist für die Client-Seite eines bestimmten Internet-Dienstes; es gibt hier eine reiche und noch wachsende Zahl schöner Programme für den Mac - großteils frei zu erwerben.
- das Herzstück - MacTCP, Apple's Implementierung der grundlegenden Internet-Protokolle und Teil der System-Software.
- Treiber bzw. Systemerweiterungen, die die Verbindung zwischen MacTCP und dem Anschluß (Ethernet-Karte, Modem-Port) herstellen.
MacTCP ist Apple's Implementierung der Protokolle IP, TCP, UDP, RIP plus Domain Name System-Resolver und
bietet die einheitliche Schnittstelle für alle Internet-Anwendungsprogramme für den Macintosh; im System erscheint es nach Installation als Kontrollfeld.
MacTCP kann auf einem Ethernet-Kartentreiber aufsetzen, auf SLIP (diverse Implementierungen), PPP oder LocalTalk/Ethertalk (erfordert LocalTalk/Ethertalk-IP-Gateway). Die eigene IP-Adresse sowie andere Konfigurationsparameter können über einen Server (BOOTP, RARP im Ethernet oder SLIP, PPP).
ermittelt oder manuell eingegeben werden - siehe bei der Beschreibung der MacTCP-Konfiguration.
Da MacTCP lizenzpflichtige Software ist, können wir es vom
Universitätsrechenzentrum nicht weitergeben. Die Schwierigkeiten
früherer Jahre, MacTCP in Deutschland zu erwerben, bestehen aber
heute nicht mehr. Hier einige Tips von mir, wie es bezogen werden kann:
- MacTCP ist Bestandteil von System 7.5, Apple's aktueller Betriebssystem-Version für den Macintosh; wenn Sie System 7.5 besitzen, MacTCP aber nicht im Ordner Kontrollfelder finden, müssen Sie es u.U. noch von den Installations-Disketten bzw. der Installations-CD-ROM installieren (= das Kontrollfeld auf den geschlossenen
Systemordner ziehen).
- MacTCP ist z.B. auf der Diskette zu folgendem Buch enthalten:
Adam C. Engst: The Internet Starter Kit for the Macintosh,
2. Auflage, Hayden Books, Preis in Deutschland ca. DM 59,-
- In der Zeitschrift Mac Magazin findet sich MacTCP und alle weitere Software für den Anschluß Ihres Mac's ans Internet auf Diskette (Ausgabe 6/95, DM 11,80) bzw. CD-ROM (Ausgabe 7/95, DM 12,80).
- Ethernet: Die erforderliche Treiber-Software wird mit der Karte ausgeliefert und muß nach Hersteller-Anleitung installiert werden (beim PowerMac bereits enthalten). Parallel zu MacTCP kann auch AppleTalk über Ethernet arbeiten (EtherTalk statt LocalTalk); wenn Sie einen AppleShare-Fileserver oder LaserWriter mit Ethernet-Karte im gleichen Subnetz haben, genießen Sie die neue Geschwindigkeit!
MacPPP: die Implementierung des Point to Point Protocol für den Macintosh von der University of Michigan; besteht aus der Systemerweiterung PPP und dem Kontrollfeld ConfigPPP; in dem Kontrollfeld muß die Anpassung entsprechend dem jeweiligen Service Provider, über den Sie sich einwählen, vorgenommen werden (siehe unten).
InterSLIP: eine frei erhältliche Implementierung des Serial Line Internet Protocol, der trivialen und daher weit verbreiteten "Verpackung" von IP-Paketen über serielle (Modem-)Leitungen. Diese Software besteht ebenfalls aus einer Systemerweiterung (InterSLIP) und einem Kontrollfeld (InterSLIPControl) und besitzt eine Skriptsprache für Skripts zum Wählen und Einloggen auf einem Server.
InterSLIP und MacPPP befinden sich zum Beispiel auf der Diskette zu dem oben genannten Buch von Adam C. Engst, MacPPP ist Bestandteil der Software zu den zitierten Ausgaben des Mac Magazin und auf unserem FTP-Server ftp.uni-duesseldorf.de im Verzeichnis
/pub/mac/PPP als Datei macppp2.0.hqx.
Dieser Abschnitt enthält nur eine kleine Auswahl. Wenn Sie erst im Internet heimisch sind, haben Sie den Zugang zu weit mehr anderer Software.
Angegeben ist jeweils, wo Sie die Software auf unserem FTP-Server
ftp.uni-duesseldorf.de finden (Verzeichnis und Dateiname). Alle
Dateien sind im BinHex-Format (Dateiendung .hqx); sie können deshalb auch von einem PC aus mit FTP als Textdateien auf
PC-Disketten übertragen und auf einem Mac mit PCExchange gelesen und mit StuffitExpander ausgepackt werden.
File Transfer - Dateitransfer von und zu anderen Rechnern
| Fetch
- Sehr gut geeignet zum Download von Macintosh-Software von anonymen FTP-Archiven
- Editierbares Shortcut-Menü zum Einloggen
- Automatische Erkennung von Dateitypen und erforderlichem Übertragungsmodus (Text/binär)
- Automatisches Auspacken von Binhex-Dateien und Stuffit-Archiven
- Alternative: Anarchie - FTP- und Archie-Client in einem
|
Electronic Mail (E-Mail) - persönliche Kommunikation
| Eudora
- POP- (Post Office Protocol-) Client
- Unterstützt Versenden beliebiger Files als Attachment
- Mail kann in beliebige selbst eigerichteten Folder übertragen und aufbewahrt werden
- Viele Optionen und Switches
- Unterstützt den MIME-Standard (Multipurpose Internet Mail Extensions): Bodyparts mit unterschiedlichen Zeichensätzen und Dateitypen
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| POPmail
- POP- (Post Office Protocol-) Client
- Unterstützt Versenden beliebiger Files als Enclosure
- Einfach zu bedienen mit einigen wenigen Buttons
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Telnet - Dialogzugriff auf Rechner im Internet
| NCSA Telnet 2.6
- VT 100/VT 220-Emulation plus Tektronix-Emulation
- Einfacher FTP-Client enthalten
- Abschaltbarer FTP-Server
- Mehrere Sitzungen parallel
- Einstellbare Fonts und Font-Größen
- Terminal-Fenster mit Scrollbar zum Zurückblättern
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Usenet News - Zugang zu tausenden von Diskussionsforen
Nuntius |
InterNews
Zwei Thread-orientierte Newsreader für den Mac, d.h. sie fassen Artikel zu einem Diskussionsstrang (Thread) zusammen.
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World Wide Web (WWW)
MacWeb |
Mosaic |
Netscape 1.1
Dies sind die drei gängigen WWW-Browser für den Mac. Alle drei
unterstützen HTML 2.0 einschließlich der Eingabe-Formulare,
Mosaic auch Tabellen,
Netscape 1.1 Tabellen und veschiedene Layout-Steuerungen von HTML 3.0.
Persönliche Einstellungen für Home-Page, Hotlists/Bookmarks, Fonts, Verwendung von "Helper-Applications" für diverse Dokumententypen
und "Umleitungen" über Proxy-/Caching-Server sind bei den drei Browsern möglich (bei MacWeb müssen die Einträge für Proxy-Server allerdings mit ResEdit gepatcht werden).
X.11 - Fenster von X-Anwendungen im Netz auf dem Macintosh
| MacX
- X.11 Release 4-Server von Apple.
- Macht aus dem Macintosh zusätzlich ein X-Terminal.
- rootless style: Jedes Fenster eines X-Client erscheint wie ein Fenster eines Macintosh-Programms; MacX übernimmt die Aufgabe des Window Managers auch für die X-Programme.
- rooted style: Es gibt ein Root-Window von X auf dem Mac, innerhalb dessen die Fenster von X-Clients erscheinen; in diesem Modus wird ein Window Manager unter Unix benötigt, der dann auch das Erscheinungsbild der Fenster der X-Clients bestimmt.
- Kopieren und Einfügen von Text und Graphik zwischen X- und Mac-Programmen über das Macintosh-Clipboard.
- Remote Commands über ein spezielles Menü von MacX erlauben den Start von X-Clients auf Unix-Rechnern; diese Kommandos
können in persönlichen Konfigurationen abgespeichert werden.
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Die folgenden Anleitungen gelten in dieser Form für Benutzerinnen und
Benutzer des Universitätsrechenzentrums (URZ) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die wie oben beschrieben an das Hochschulnetz angeschlossen sind oder sich über die Modem-Anschlüsse des URZ einwählen und die zentralen Server des URZ benutzen möchten.
In dem folgenden Abschnitt "Basis-Konfiguration" geht es um MacTCP und
evtl. darunterliegende Software wie MacPPP. Die Konfiguration von MacTCP
hängt von der Art des Anschlusses ab. Die danach angegebene
Konfiguration einiger Anwendungsprogramme, die auf MacTCP aufsetzen, ist
von der Anschlußart unabhängig.
Folgende Information benötigen Sie vorher von Ihrem Netzwerkadministrator/Ihrer Netzwerkadministratorin in Ihrem Bereich (Institut, Abteilung etc.):
- ob in Ihrem Subnetz ein sogenannter BOOTP-Server betrieben wird oder
- die Ihrem Rechner zugewiesene IP-Adresse und die IP-Adresse des Gateway/Router in Ihrem Subnetz.
Wenn die Software zur Ethernet-Karte und MacTCP in Ihrem System installiert sind, können Sie nach
Öffnen des Kontrollfeldes MacTCP "Ethernet" wählen:

Bei BOOTP-Betrieb können Sie die von Ihrem Netzwerkadministrator/Ihrer Netzwerkadministratorin benötigte Ethernet-(Hardware-)Adresse
hier in folgender Weise ermiiteln: Klicken Sie auf das Ethernet-Icon, während Sie den Option-Key gedrückt halten; die zwölf Hex-Ziffern der Adresse werden unter dem Icon eingeblendet.
Ohne einen BOOTP-Server im Netz geben Sie am besten gleich in dem Eingabefeld unten die für Sie reservierte IP-Adresse ein. In beiden
Fällen geht es weiter nach Klicken in "Weitere Einstellungen..." bzw.
"More..." in der englischen Version:

- Mit BOOTP-Server:
- Wählen Sie unter "Vergabe der Adresse" bzw.
"Obtain Address" "Server"; alles andere bis auf die "Domain Name Server Information" unten rechts können Sie übergehen.
- Ohne BOOTP-Server:
- Wählen Sie unter "Vergabe der Adresse" bzw.
"Obtain Address" "Manuell" ("Manual"). Wenn Ihnen auf der ersten Seite die Eingabe der eigenen IP-Adresse verwehrt war, können Sie dies jetzt nachholen; vermutlich war vorher "Server" gesetzt. Außerdem müssen Sie die Gateway-Adresse
eintragen (meist die ersten drei Zahlen wie bei der eigenen IP-Adresse, die
letzte 1) und die Netzmaske wie im Beispiel einstellen, indem Sie den Schieber mit der Maus entsprechend nach rechts ziehen.
- In beiden Fällen:
- Nehmen Sie die Angaben unter "Domain Name Server Information" wie im obigen Beispiel vor, wenn Sie die zentralen Nameserver des URZ nutzen wollen oder andere Angaben nach Absprache mit Ihrem Netzwerkadministrator/Ihrer Netzwerkadministratorin ; ohne korrekte Angaben an dieser Stelle ist eine vernünftige Nutzung des Internet (z.B. WWW) nicht möglich.
Nach Neustart Ihres Macintosh sollten Sie jetzt on the Internet sein.
Außer MacTCP müssen Sie zunächst auch
MacPPP installiert haben: Unter System 7.x
einfach die beiden Dateien PPP (Systemerweiterung) und ConfigPPP (Kontrollfeld) auf das Icon des geschlossenen Systemordners ziehen und die
folgende Frage mit "OK" bestätigen. Öffnen Sie dann als erstes das Kontrollfeld MacTCP und wählen Sie PPP aus:

Keine IP-Adresse eintragen, sondern gleich weiter wie im folgenden Beispiel:

Jetzt sind die Voraussetzungen geschaffen, um PPP zu konfigurieren. Öffnen Sie also das Kontrollfeld ConfigPPP, wählen Sie den seriellen Port, an dem Sie Ihr Modem anschließen wollen (i.d.R. den
Modemport) und drücken Sie in "New...".

Wenn Sie einen Namen gewählt haben, geht es weiter mit "Config...". Die hier vorzunehmende
Konfiguration beschreiben wir getrennt für den Annex- und den neueren Ascend-Terminalserver
des URZ.
Als nächstes Fenster erscheint nach Klicken in "Config...":

Die hier zu treffenden Einstellungen haben folgende Bedeutung:
- PPP Server Name
- Diesen können Sie selbst erfinden; z.B. können Sie die gesamte Konfiguration mehrmals mit verschiedenen Namen und lediglich den unterschiedlichen Rufnummern der URZ-Modems anlegen, so daß Sie leicht zwischen den Rufnummern wählen können.
- Port Speed
- ist die Geschwindigkeit in Bit pro Sekunde zwischen Ihrem Mac und Ihrem Modem, meist 9600 für ein 2400er Modem und
19200 oder 38400 für ein 14400er.
- Flow Control
- Empfehlenswert ist "CTS & RTS"; wenn sich anschließend Ihr Rechner bei der Kontaktaufnahme mit dem Modem aufhängt, kann es sein, daß Ihr Modem-Kabel diese sog. Hardware-Flußkontrolle nicht (per Leitung) unterstützt, dann müssen Sie ggf. auf "None" zurückgehen.
- Tone Dial/Pulse Dial
- Nach Möglichkeit Tonwahl einstellen, weil das Wählen erheblich schneller geht; in von der Telekom unterversorgten Gegenden wie Bilk bleibt evtl. nichts anderes als die Pulswahl-Einstellung.
- Phone num
- Die Sammelnummern der Modems der URZ sind zur Zeit
über die Nebenstellenanlage 8114970 bzw. 14970 innerhalb der Universität (zehn Modems).
- Modem Init
- Hier sind Sie selbst gefordert! Ich kenne Ihr Modem nicht und mag keine AT-Kommandos! Nur soviel: Es darf hier nur das eingegeben werden, was hinter dem AT steht. Das sollte Ihr Modem dann so einstellen, daß es Geschwindigkeitsanpassung, Fehlerkorrektur und Datenkomprimierung kann sowie evtl. Hardware-Flußkontrolle, aber keine XON/XOFF-Flußkontrolle. Der gezeigte Wert macht dies bei einem Creatix 14.400. Zur Not müssen Sie Ihre - vermutlich in eine Annäherung der deutschen Sprache übersetzte - Modem-Beschreibung zu Rate ziehen.
- Modem connect timeout
- Ich habe hier noch nie den Wert geändert - versuchen Sie es, wenn Sie es möchten.
Was jetzt an wesentlichem (und auch für Kenner nicht direkt einsichtigem) fehlt, ist das "Connect Script", der vorprogrammierte Dialog mit dem Annex-Terminalserver des URZ zum "Einloggen" und Wechseln in den PPP-Modus:

Bei den hier gezeigten Einstellungen müssen Sie nur statt "userid" die Ihnen vom URZ zugewiesene Benutzerkennung (maximal acht Kleinbuchstaben) und statt "password" - im Klartext - Ihr Passwort für den Annex-Terminalserver eingeben.
Weiter geht's hinter der Beschreibung zum Ascend.
Als nächstes Fenster erscheint nach Klicken in "Config...":

- PPP Server Name, Port Speed, Flow Control, Tone Dial/Pulse Dial, Modem Init,
Modem connect timeout
- Hier gilt alles wie oben.
- Phone num
- Die Rufnummer des Ascend ist 9344210. Hinter dieser Nummer verbirgt sich ein S2M-(30 Kanal-Multiplex-)ISDN-Anschluß. Der Server verfügt über 24 sog.
Digitalmodems für analoge Rufe bis zu einer Bitrate von 28800b/s und unterscheidet automatisch
zwischen echten digitalen ISDN- und analogen Rufen.
Das "Connect Script" können Sie für den Ascend vollständig leer lassen.
Stattdessen klicken Sie in "Authentification..." und geben in der folgenden
Dialog-Box statt "userid"
die Ihnen vom URZ zugewiesene Benutzerkennung (maximal acht Kleinbuchstaben) und Ihr Passwort für den Annex (und zugleich den Ascend) ein:
Wenn Sie sich jetzt durch die Hierarchie der "Done"-Knöpfe auf die erste Seite des ConfigPPP-Kontrollfeldes zurückbewegt haben, sind Sie bereit zum Testen. Vergewissern Sie sich, daß Ihr Modem eingeschaltet und mit dem Mac und dem Telefonnetz verbunden ist und betätigen Sie den
"Open"-Button. (Ggf. müssen Sie vorher den Rechner neustarten, wenn ohne dies die geänderte MacTCP-Konfiguration nicht wirksam wird.)
In einer Dialog-Box oben links auf dem Bildschirm können Sie die Schritte des Verbindungsaufbaus durch ConfigPPP verfolgen - Modem-Init, Einwahl, Dialogschritte mit dem Terminalserver Annex etc. - und wissen bei einem Fehlerausstieg, an welcher Stelle Sie ggf. korrigieren müssen.
(Um Korrekturen vorzunehmen, klicken Sie jetzt in "Config...".) Wenn Sie sich z.B. beim Passwort vertippt haben, erhalten Sie aber bei der Annex-Einwahl nicht die vom Annex ausgegebene Fehlermeldung, sondern eine Timeout-Meldung "... waiting for text: annex:" mit der erwarteten Ausgabe nach der Passwort-Eingabe.
Sollten Sie in der danach folgenden "PPP Phase. Establishment" einen Abbruch mit der Meldung "Link dead" erleben, können Sie den Timeout-Wert in den "LCP-Options" erhöhen; ein zu großer Wert an dieser Stelle
führt nach meiner Erfahrung allerdings zu einer stark verlängerten "Establishment phase".
Wenn Sie MacTCP und InterSLIP nach Anweisung installiert haben, konfigurieren Sie MacTCP wie im vorherigen Abschnitt, nur daß Sie "InterSLIP" statt "PPP" wählen. Mit dem Programm InterSLIP Setup
können Sie über "New" im File-Menü eine neue Konfiguration benennen und diese anschließend nach Doppelklicken bearbeiten. Neben den Anschluß- und Leitungs-bezogenen Parametern ist das wichtigste für die feste Verbindung, "Direct Connection" für "Dial" und "Gateway Script" zu wählen und die vom URZ vergebene IP-Adresse einzutragen.
Wenn Sie auf dem zentralen Mail-Server eine Kennung für E-Mail bekommen haben, z.B. musterfe, wenn Sie Erika Musterfrau heißen,
tragen Sie unter dem Menüpunkt Special/Configuration... (bis Version 1.4) bzw. Special/Settings... (ab Version 1.5) ein als
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POP account | musterfe@mail.rz.uni-duesseldorf.de
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Real name | Erika Musterfrau
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Return address | musterfe@uni-duesseldorf.de (optional)
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Danach können Sie über den Menüpunkt File/Check Mail Ihre Post vom Mail-Server abrufen; Eudora fragt das Passwort jedesmal ab, sofern Sie in der Konfiguration nicht die Option Save Password ankreuzen.
Bei POPmail werden die analogen Angaben aus dem vorhergehenden Abschnitt
unter dem Menüpunkt Setup/Set Username & Server in nebenstehender Weise vorgenommen. Die Mail vom Server holen Sie danach
durch Klicken auf den Fetch-Button
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Hier ein Beispiel, wie Sie unter Customize/Edit Shortcuts.... die Daten für den deutschen Spiegel des Info-Mac-Archivs aus Stanford bei der
Uni Hannover eintragen können; diese Information können Sie dann
unter File/Open Shortcut.../Hannover abrufen und so ohne Eintippen eines einzigen Buchstabens in ein riesiges Archiv von Mac-Software einsteigen.
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Das nebenstehende Fenster - abzurufen unter Options/Preferences -
zeigt die von mir empfohlene Einstellung zur Benutzung unseres Caching-Servers im URZ. Diesen auch für FTP heranzuziehen, hat sich in der Praxis als wenig nützlich erwiesen, weil der Caching-Server FTP-Directory-Listings bevorzugt mit empty directory beantwortet, nur weil er im entsprechenden Cache-Directory nichts hat, ohne den Original-Server zu fragen.
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Wenn Sie auf den OPAC, den öffentlichen Katalog der
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf über das Internet z.B. von zuhause zugreifen möchten, können Sie dies über das Telnet-Programm. Am schnellsten geht es, wenn Sie einmal wie im nebenstehenden Bild unter Edit/Preferences/Sessions und dann New einen Eintrag mit dem vollständigen Hostnamen des OPAC-Rechners vornehmen. Den gewählten Kurznamen finden sie anschließend unter der Liste bei File/Open special.... Bei Bedarf können Sie auch vorher unter Edit/Preferences/Terminals einen Eintrag für ein Terminal mit z.B. anderer Schriftgröße erstellen und dieses statt <default> referieren.
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Übrigens: Das Login für den OPAC lautet opac, bei der weiteren Bedienung können statt der Funktionstasten die Ersatzdarstellungen Tabulatortaste plus anschließend Ziffer verwendet werden; der Begrüßungsschirm des Systems gibt darüber Auskunft. Denn leider: Eine Mausbedienung gibt es bei über Telnet
angesprochenen Anwendungen nicht.
cappel@rz.uni-duesseldorf.de 1996-05-30