Wegen des großen Erfolges:
Es geht weiter!

 

 

 

Aufruf an alle Beschäftigten am UKD

 

Streik am Donnerstag, den 16.02.2006.

Aufgerufen sind die Frühschicht und Spätschicht

 

Wir hatten gehofft, dass nach den Streiks an den vergangenen drei Tagen die Arbeitgeber nun zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag bereit sind. Doch dies ist nicht der Fall. Es gibt keinerlei Signale in diese Richtung, von ernsthaften Verhandlungen ganz zu schweigen. Deswegen haben wir uns entschlossen den Streik für heute in unverändertem Umfang weiterzuführen.

In den vergangenen Tagen waren täglich über 500 Kolleginnen und Kollegen vom UKD im Streik, Tendenz zunehmend. Die Auswirkungen nehmen zu und sind sichtbar. Der Fahrdienst wird teilweise von Studenten betrieben, eine externe Firma erledigt Krankentransporte, es gibt nur eingeschränkt Essen, Handwerker von außen erledigen das, was sonst die Kollegen aus der Technik machen, Versorgungsassistenten und Reinigungskräfte fehlen, OP-Programme sind eingeschränkt, gleiches gilt für Ambulanzen, die Aufnahme läuft nur eingeschränkt und und und...

Weil die Patienten nicht so stark vom Streik betroffen sind, ist in einigen Medien zu hören, der Streik liefe ins leere. Das ist falsch! Wir haben das UKD bereits jetzt empfindlich wirtschaftlich getroffen. Operationen fallen aus, Patienten werden abbestellt, Dienstleistungen müssen eingekauft werden. Mit jedem weiteren Streiktag werden diese Auswirkungen gravierender. Auch deswegen haben wir uns entschlossen, in unverminderten Umfang weiter zu machen.

 

Heute ist unser vierter Streiktag!

 

Die Stimmung unter der Streikenden ist unverändert sehr gut. Nicht einmal das gestrige Wetter am Vormittag konnte dies ändern. Unter großem Jubel wurden gegen halb zehn ca. 100 Streikende aus Aachen begrüßt, die mit zwei Bussen angereist waren. In Aachen sind über 700 Kolleginnen und Kollegen im Streik. Die Klinikleitung reagiert dort zunehmende aggressiv auf das Geschehen, und hat dem Streikzelt dort gestern den Strom abgestellt. Inzwischen sind Notstromaggregate angeschlossen und der Streik geht natürlich auch in Aachen weiter sowie an den anderen Standorten in Bonn, Essen, Münster und Köln.

Jeder und jede hat das Recht zu streiken. Die Teilnahme am Streik ist ein Grundrecht. Nur wer zum Notdienst eingeteilt ist, ist zur Arbeit verpflichtet. Alle anderen können sich anschließen. Je mehr wir sind, desto eher werden wir unser Ziel erreichen.

 

Deshalb : Kommt alle zum Streikzelt auf den Moorenplatz!

 

Tarifvertrag Jetzt!