Beratung tut Studenten gut! (2)
Ziel
Tutanden sollen lernen, zu welchen Zeitpunkten sie Beratung brauchen und wie sie diese bei der Problemlösung umsetzen.
Zeitbedarf
85 - 90 Minuten
Gruppengrösse
3 - 21 Teilnehmer
Durchführung
Schritt 3: Theorie- Beratungszeitpunkte
Bittet einen Tutanden die Ergebnisse der letzten Stunde (Beratung tut Studenten gut (1)) nochmals in fünf Minuten zusammenzufassen.
Anschliessend kommt ihr nochmal auf die Beratungszeitpunkte zu sprechen. Beratung wird nämlich nicht nur in Ratgebern empfohlen, sondern ist ausdrücklich in der Studienordnung verankert.
Vermittelt diese Information in einem kurzen Vortrag per Folie.
Schritt 4: Reflexion
Nun sollen die Tutanden ihre eigene Situation unter folgender Fragestellung reflektieren und für sich notieren:
1) In welcher Situation befinde ich mich gerade?
2) Welche Probleme/Herausforderungen sind in letzter Zeit vor und am Anfang des Studiums aufgetreten?
3) Mit welchen Hilfsmitteln habe ich diese gelöst? (Beratung, Ratgeber, Freunde, etc.)
Schritt 5: Theorie- Problemlösung
Zentrale Fragestellung ist nun: Wie sieht der Prozess von dem Auftreten eines Problems bis zur Lösung aus? Die Nennungen der Studenten sollen nun durch eine Auflistung von Schritten zur Problelösung untermauert werden. Hierzu präsentiert ihr die folgende Schritte zur Problemlösung
Schritt 6: Praxisteil- Gruppenaufteilung und Aufgabenstellung
Die Tutanden werden nun in Kleingruppen zu drei Personen aufgeteilt. Die Gruppe setzt sich aus einem Beraterteam, sowie einem ratsuchenden Studenten zusammen. Das Problem wird von euch vorgegeben und sollte aus dem Uni-Alltag stammen.
Die Aufgabe des "Beraterteams" ist es nun, mit dem ratsuchenden Stundenten anhand der vorher kennengelernten Schritte zur Problemlösung, einen Handlunsleitfaden zu erarbeiten. Hierzu steht ihnen eine Vorlage mit den Schritten [Link], sowie die Beschreibung des Problems zur Verfügung. Diese kann dabei zum einen in einer berichtähnlichen Form [Bsp.] oder auch in einem Gesprächsanfang einer möglichen Beratungssituation [Bps.] schriftlich vorliegen.
Schritt 7: Arbeitsphase
Diese beinhalltet 25-30 min.
Die Ergebnisse werden anschließend präsentiert und von allen besprochen. Die Tutanden sollen hierbei auf die Rolle des Beraters und des Tutanden eingehen, sowie auf die Anwendung der Problemlösungsschritte.
Diskutiert im Plenum ebenfalls diese beiden Ebenen:
1) Wie unterschied sich das Berater- und Studenten-Verhalten? Wie war hier die Rollenverteilung?
2) Gibt es Unterschiede in den Lösungsansätzen der Gruppen? Welche Stufen wurde besonders gut gelöst, etc.? Könnten sie sich vorstellen, dieses Schema auch in Zukunft anzuwenden?
Anmerkung
Ziel eines guten Umgangs mit Beratung sowie seinen eigenen Problemen, ist mit beiden in einer angemessenen Weise umgehen zu können. Der Schwerpunkt bei der vorliegenden Methode, liegt somit nicht nur in der Theorie, "Beratungszeitpunkte" sowie "Schritte zur Problemlösung", sondern auch in der Interaktion zwischen dem Berater und dem Ratsuchenden.
Beraten, sowie Beraten werden, will auch gelernt sein. Macht klar, dass auch hier geübt werden muss und Selbstreflexion zu einem ganz wichtigen Bestandteil dieses Prozesses gehört. Macht ebenfalls klar, dass das Schema eine Hilfestellung und nicht zwingend vorgeschrieben sein soll.
Material/Unterlagen
Varianten
Quellen und weiterführende Literatur
Bearbeitung
Julia Piechowska (06/04)